Ernährungs-Glossar

23. August 2014 11:55; Akt: 23.08.2014 11:55 Print

Das ist Futter für Ihr Tischgespräch

von Fee Riebeling - Wenn es um die Ernährung geht, tauchen einige Begriffe immer wieder auf. Wir helfen Ihnen, sich zwischen Sous-vide und Entomophagie zurechtzufinden.

Bildstrecke im Grossformat »
Für - auch Kuchen-Lollys genannt - wird Kuchenteig zu kleinen Kugeln geformt, bevor sie eine Beschichtung aus Zuckerguss, Schokolade oder anderen Dekorationen erhalten und auf kleine Stile gesteckt werden. meint das langsame, bewusste und sinnliche Erfahren von Lebensmitteln. So sollen alle Geschmacksnuancen entdeckt werden. wird auch als Zwitter-Snack bezeichnet. Frei nach dem Motto «Nix ist fix» werden dabei zwei Produkte miteinander gekreuzt. Den Anfang machte der Cronut (Croissant und Donut). Heute gibt es auch Cragel (Croissant und Bagel) und Bruffin (Brioche und Muffin). bezeichnet den Verzehr von Insekten. meint besonders gesunde Lebensmittel. Eine offizielle Definition gibt es nicht. Das Wörterbuch Oxford English Dictionary beschreibt es als «ein nährstoffreiches Lebensmittel, das als für Gesundheit und Wohlbefinden besonders förderlich erachtet wird». Das Wörterbuch Merriam-Webster hingegen als «ein äusserst nährstoffreichesNahrungsmittel, vollgepackt mit Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen, Antioxidantien und/oder Phytonährstoffen». Beispiele sind Randen und Heidelbeeren. sind Mini-Schichtkuchen in durchsichtigen Push-up-Röhren, die wie das Smarties-Glace mit einem Stiel nach oben geschoben werden können. ist ein helles, obergäriges Bier mit hohem Alkoholgehalt und starken Hopfenaromen, die das Bier länger frisch halten. Erfunden wurde es, weil die indischen Kolonialtruppen für ihre Seeüberfahrten besonders haltbares Bier brauchten. (deutsch: unter Vakuum) ist eine Variante des sogenannten Niedrigtemperatur-Garens. Dabei werden die Lebensmittel zusammen mit Gewürzen und Fetten in einem Vakuumbeutel bei Temperaturen unter 100 Grad gegart. : Statt Essen wegzuwerfen, wird es mit anderen geteilt - und das off- sowie online. Den Ursprung hat die Bewegung in den USA und kam dann über England auch in die Schweiz. Bekanntes Beispiel ist die Schweizer Tafel. - auch Nutraceutical genannt - sind funktionelle Nahrungsmittel, die mit zusätzlichen Inhaltsstoffen angereichert sind und mit positivem Effekt auf die Gesundheit beworben werden. Wissenschaftlich ist das jedoch meist nicht ausreichend belegt. bezeichnet Essen, das auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt ist. So müssen die Gerichte gut kaubar sein. Deshalb werden sie durch Schneiden, Mixen, Pürieren, Passieren und Aufschäumen in eine geschmeidige Konsistenz gebracht. wurde von der gleichnamigen Organisation als Begriff geprägt für fair produziertes Essen, das genussvoll, bewusst und regional konsumiert wird - quasi eine Gegenbewegung zum uniformen und globalisierten Fast Food. steht für gesunde Ernährung, die auch schmeckt. Es werden nicht einzelne «ungesunde» Produkte verboten, sondern der Fokus liegt auf einem ausgewogenen Speiseplan mit viel Obst, Gemüse und Getreideprodukten. Beim werden neue Aroma-Paarungen geschaffen, die auf wissenschaftlichen Geschmacksanalysen gründen. Je mehr es dabei Übereinstimmung bei den Schlüsselaromen gibt, desto besser passen die Lebensmittel zueinander. hat nicht im Geringsten mit Sex zu tun, obgleich die Anleihe «Porn» durchaus ihre Gründe hat. Denn bei Food Porn geht es durchaus ums Spannen. Und zwar das auf fremde Teller. verzehren nur Produkte von Tieren, nicht aber die Tiere selbst. So finden sich zwar Eier, Milch und Honig auf ihren Tellern, aber nicht Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte. Neben den klassischen Vegetariern gibt es zudem noch die Ovo-Vegetarier, die auf Milch verzichten, und die Lacto-Vegetarier, die keine Eier konsumieren. verzichten auf Nahrung tierischen Ursprungs. Dazu gehören Eier, Tiermilch und Honig genauso wie die daraus hergestellten Lebensmittel. Zudem lehnen sie auch die Nutzung tierischer Produkte ab. Das reicht von Daunen über Lederschuhe bis zum Wollpullover. Auch Seifen aus tierischen Fetten sind tabu. gehen noch einen Schritt weiter als die Veganer. Sie wollen mit ihrer Lebensweise verhindern, dass auch Pflanzen ihretwegen leiden. Deshalb essen sie nur solche pflanzlichen Produkte, deren Gewinnung die Pflanzen nicht schädigen. Dazu zählen Fallobst, Nüsse und Samen. Bei Honig machen manche Frutarier eine Ausnahme. lehnen Fleischkonsum ab, essen aber Fisch. Auch Honig, Eier und Tiermilch sind erlaubt. In puncto Krebs- und Weichtiere gehen die Meinungen von Pescetariern auseinander: Einige essen sie, andere nicht. sind der Meinung, dass ab und an ein Stück Fleisch schon erlaubt ist. Allerdings geht es den meisten bei dieser Ernährungsweise weniger um den Erhalt tierischen Lebens als um ihre eigene Gesundheit. konsumieren grundsätzlich alle Arten von Lebensmitteln - vorausgesetzt sie wurden während der Verarbeitung nicht über 40 Grad erhitzt oder sind roh. Auf diese Weise sollen die lebenswichtigen Vitamine und Enzyme erhalten bleiben. essen, was andere wegwerfen. Dies nicht aus der Not heraus, sondern aus Überzeugung. Weiter essen sie Selbstangebautes, Geschenktes und Gefundenes. Mit dieser Ernährungsweise wollen sie auf das Konsumverhalten ihrer Mitmenschen hinweisen. verzichten der Gesundheit zuliebe weitgehend auf Kohlehydrate. Auf dem Speiseplan stehen vor allem viel Gemüse, Salate, Früchte und reichlich eiweisshaltige Nahrung wie Fleisch, Geflügel und Fisch, Milchprodukte und Nüsse sowie Hülsenfrüchte. Ebenfalls konsumiert werden hochwertige Fette und Öle. Logi steht für «Low Glycemic and Insulinemic» (deutsch: «niedriger Blutzucker- und Insulinspiegel»). essen ausschliesslich solche Lebensmittel, von denen angenommen wird, dass sie schon in der Steinzeit verfügbar waren: vor allem (Wild-)Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Schalentiere, Eier, Obst, Gemüse sowie Kräuter, Pilze, Nüsse, Esskastanien und Honig. Zu vermeiden sind Milch und Milchprodukte, ausserdem Getreide und Getreideprodukte. Auch industriell verarbeitete Nahrungsmittel sind tabu.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Welt des Essens verändert sich stetig. Immer wieder kommen neue Produkte und Ernährungsformen dazu. Wie in anderen Industrien gibt es auch bei Nahrungsmitteln regelrechte Trends. Da den Überblick zu behalten, ist nicht leicht. Denn die kulinarischen Neuerungen erfordern auch ein neues Vokabular.

Damit Sie beim nächsten Tischgespräch nicht stumm aus der Wäsche gucken, sondern fleissig mitreden können, finden Sie in der Bildstrecke ein kleines Wörterbuch.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • lonesomeCowboy am 23.08.2014 17:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    second hand Vegetarier

    Also ich bin secondhand Vegetarier: Kuh isst Gras, ich esse Kuh ;)

  • Frau M. am 23.08.2014 15:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichtige Gruppe vergessen

    Eine (leider) sehr grosse Gruppe wurde vergessen: die EGALianer. Die, denen die Herkunft, Herstellung und Inhaltsstoffe ihrer Nahrung komplett egal ist. Hauptsache billig und viel!

    einklappen einklappen
  • Brioche am 23.08.2014 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Apropos Brioche

    Warum hat der orange Riese eigentlich die Brioche aus dem Sortiment genommen??? Die waren sooo lecker!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • blubber blub am 24.08.2014 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Veganer...

    Ich find veganer am besten. keine tierischen produkte essen aber lebenswichtige tierische nährstoffe als pulver in der apotheke kaufen, alles völlig natürlich ohne tier gemacht. Oder wie war das mit der familie die ihr kind fast getötet hat wegen einer veganen ernährung? tierisches eiweiss und gewisse vitamine, die zum zellaufbau unseres körpers wichtig sind, können nur durch den verzehr davon aufgenommen werden. auserdem kann muss ich noch bemängeln, immer mit dem finger auf fleischesser zeigen und sagen ihr tötet tiere, wie ist das mit dem regelkonformen halal fleisch? tiere bei lebendigem leib aufschlitzen und ausbluten lassen, das ist folter! Nicht der gezielte Blattschuss in der Metzgerei...

  • lonesomeCowboy am 23.08.2014 17:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    second hand Vegetarier

    Also ich bin secondhand Vegetarier: Kuh isst Gras, ich esse Kuh ;)

  • O.LE am 23.08.2014 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    So viele Varianten und doch..

    sind keine von denen wirklich Gesund.. Der Mesch = Allesesser.. nur.. es kommt auf die entsprechende Menge und vor allem Qualität an. Ich bin der Meinung jeder soll machen was er will bezüglich Food, nur darf keiner danach "Motzen" wenn er Krank wird oder Mangel an bestimmten Nährstoffen hat :o( Mein Moto: Ausgeglichen und Bewusst einkaufen, Kochen und Essen. (Auch bei Getränken)

  • Aha am 23.08.2014 15:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fazit

    Jeder isst was er/ sie mag.

  • Frau M. am 23.08.2014 15:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichtige Gruppe vergessen

    Eine (leider) sehr grosse Gruppe wurde vergessen: die EGALianer. Die, denen die Herkunft, Herstellung und Inhaltsstoffe ihrer Nahrung komplett egal ist. Hauptsache billig und viel!

    • m.t. am 23.08.2014 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      EGOrianer

      ich glaube du meinst die EGOrianer oder IGNORianer... die, die nur auf ihr eigenes Wohl schauen, aber nicht hinter den Kulissen schauen wollen oder die Konsequenzen ihres Handeln studieren.

    einklappen einklappen