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Geistiges Handgepäck
25. November 2010 15:02; Akt: 25.11.2010 15:27 Print
Wann wechselt Johannes das Ufer?
Eine Büste des heiligen Johannes wandert ab und zu von Hagnau (D) nach Münsterlingen (CH). Der Transport ist feierlich, geschieht unregelmässig und selten. Was geht dem Umzug zwingend voraus?

Der zugefrorene Bodensee 1963. Seither verharrt die Büste des heiligen Johannes auf der Schweizer Uferseite. (Bild: Keystone)
Die Büste des heiligen Johannes, der als Lieblingsjünger von Jesus galt, wird bei jeder Seegfrörni des Bodensees über das Eis getragen. Je nachdem, wo sie zum Zeitpunkt des Gefrierens steht, vom Kloster Münsterlingen im Kanton Thurgau ins gegenüberliegende Hagnau in Deutschland, oder halt umgekehrt.
Sammelsurium Schweiz von Thomas Wyss
Die 242 Seiten gesammeltes Schweizer-Wissen gibts für Fr. 19.90. Das Buch Sammelsurium Schweiz ist im FARO Verlag Lenzburg erschienen (ISBN 978-3-03781-014-9). Ausser dem Wissen stecken darin auch 13 Illustrationen von Carmen Steiner.
Auch als eBook (ISBN 978-3-03781-016-3) ist es erhältlich und kostet in dieser Form Fr. 14.90.
Diese Tradition gibt es seit 1573, seit 1963 musste die Büste nicht mehr umziehen und steht seither im ehemaligen Benediktinerkloster auf Schweizer Boden.
Seit dieser Brauch ins Leben gerufen wurde, war der Bodensee in den folgenden Jahren ganz oder teilweise gefroren: 1600 (teilweise), 1684, 1695, 1709 (teilweise), 1795, 1830, 1880 (teilweise), 1929 und eben 1963.
Quelle: Sammelsurium Schweiz von Thomas Wyss (siehe Info-Box)
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