Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Viele Männer betroffen
16. April 2012 10:47; Akt: 16.04.2012 13:16 Print
Schweizer erkranken öfter an Hautkrebs
In den letzten zwanzig Jahren haben sich die Erkrankungen an Hautkrebs bei Schweizer Männern fast verdoppelt. Frauen schützen sich besser vor der Sonne, deshalb erkranken sie weniger oft.
Die Zahl der Neuerkrankungen mit Hautmelanomen - auch schwarzer Hautkrebs oder kurz Melanom genannt - hat in der Schweiz stark zugenommen. Immer häufiger werden die Tumore aber früh erkannt. Die Folge: Die Sterberate hat sich seit den Achtzigerjahren kaum verändert.
Bildstrecken KrebsHäufigste Krebserkrankungen Infografik Brustkrebs Schutz vor Sonnenstrahlung verringert RisikoNicht bei allen Menschen ist das Risiko gleich gross, an Hautkrebs zu erkranken - viele Faktoren sind genetisch bedingt. Indem man aber starke Sonnenstrahlung meidet, kann die Gefahr einer Krebserkrankung stark gesenkt werden.
UV-Strahlung - ein für das menschliche Auge unsichtbarer Teil des Sonnenlichts - ist eine der Hauptursachen für Hautkrebs. Die Krebsliga Schweiz rät deshalb, sich konsequent vor Sonnenstrahlung zu schützen.
Konkret heisst dies: Zwischen 11 und 15 Uhr sollte man wenn möglich im Schatten bleiben. Das Tragen von Hut, Sonnenbrille und langer Kleidung sowie das Auftragen eines Sonnenschutzmittels verhindert, dass UV-Strahlung in die Haut eindringt. Zudem rät die Krebsliga vom Besuch von Solarien ab.
Andere Hautkrebs-Risikofaktoren sind hingegen nicht beeinflussbar. Dies zählt zum Beispiel für den Hauttyp: Menschen mit heller Haut sind schlechter vor UV-Strahlung geschützt und deshalb stärker gefährdet als Menschen mit dunkler Hautfarbe.
Bei Personen, in deren Familie bereits Fälle von Hautkrebs auftraten, besteht ebenfalls ein etwas höheres Risiko. Auch weisen Personen mit besonders vielen oder besonders grossen Muttermalen eine erhöhte Gefährdung auf.
Grundsätzlich nimmt auch mit dem Alter das Risiko einer Erkrankung zu. Melanome treten aber auch bei jüngeren Menschen häufig auf: 28 Prozent aller Fälle wurden bei Personen unter 50 Jahren diagnostiziert, wie das Bundesamt für Statistik schreibt. (sda)
Ein Hautmelanom ist ein hochgradig bösartiger Tumor, der aus Pigmentzellen der Haut entsteht. Im Gegensatz zu sogenannten Karzinomen in der Oberhaut bilden Melanome viel häufiger Ableger im Körper. Diese sind oft nur schwer zu behandeln.
Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat auf der Basis der Kantonalen Krebsregister und mehrerer schweizweiten Befragungen Daten über die Häufigkeit dieser schweren Krebsart sowie dessen Prävention gesammelt und zusammengefasst. Am Montag informierte das BFS über die Resultate.
Es kam zum Schluss, dass die Zahl der Neuerkrankungen mit Hautmelanomen in der Schweiz stark zugenommen hat. Zwischen 1984 und 1988 diagnostizierten Ärzte pro Jahr bei im Mittel 13,7 von
Jährlich 2000 Fälle
Rund jede zwanzigste neue Krebsdiagnose ist ein Fall von schwarzem Hautkrebs. Insgesamt werden pro Jahr rund 2000 Neuerkrankungen festgestellt. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ist die Schweiz das europäische Land mit der höchsten Zahl von Melanomfällen.
Die Hauttumore werden jedoch immer häufiger bereits früh diagnostiziert - wodurch die Überlebenschancen für die Betroffenen steigen. Dies erklärt, weshalb trotz zunehmender Zahl von Krebsfällen die Sterberate relativ stabil blieb. Zwischen 2004 und 2008 starben jährlich im Durchschnitt 285 Menschen an Hautkrebs.
Frauen vorsichtiger
Wie man Hautkrebs vorbeugt, scheint fast allen Schweizerinnen und Schweizern bekannt zu sein: 85 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren gaben 2007 in einer Umfrage an, sich mit Kleidung oder Sonnencrème vor Sonnenstrahlung zu schützen. Die Frauen nehmen den Sonnenschutz etwas ernster als die Männer und Deutschschweizer schützen sich häufiger als Romands oder Tessiner.
Auch bei Vorsorgeuntersuchungen gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern: 37 Prozent der Frauen gaben an, sich mindestens einmal im Leben einer Hautuntersuchung unterzogen zu haben. Bei den Männern liegt der Anteil bei 33 Prozent. Im Vergleich zu 1997 nahm die Zahl der Untersuchungen bei beiden Geschlechtern zu.
In der lateinischen Schweiz wurden häufiger Hautkontrollen durchgeführt als in der Deutschschweiz. Die Folge: In der Westschweiz und im Tessin wurden weniger Melanome in fortgeschrittenem Stadion entdeckt.
Die meisten Melanome entwickeln sich aus klinisch unauffälliger Haut heraus. Dermatologen in der ganzen Schweiz bieten am 7., 9. und 11. Mai eine kostenlose Erstuntersuchung von Muttermalen an. Damit wollen sie auf die Wichtigkeit der Früherkennung von Hautkrebs aufmerksam machen. Informationen zur Kampagne sind unter www.melanoma.ch zu finden.
(sda)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 6 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt





















Lateinische Schweiz
Ist vielleicht eine Bildungslücke meinerseits, aber wo liegt die lateinische Schweiz?
Hautkrebse
Es wäre interessant zu wissen, ob die sog. aktinische Keratose auch dazu gerechnet wurde. Sie ist ein Hautkrebs, der vor allem Männer mit Glatze befällt. Da Frauen selten, Männer aber sehr oft Glatze tragen, wäre dieser Hautkrebs mit ein Grund für die schlechtere Statistik der Männer.
Frauen- und Männer-Unterschied
Es gibt natürlich auch viel mehr Männer, die z.B. auf dem Bau arbeiten und deshalb den ganzen Tag der Witterung ausgesetzt sind. Das könnte eine Rolle spielen.