Schwerstarbeit im Vakuum

12. Juli 2011 15:10; Akt: 13.07.2011 11:15 Print

ISS-Astronauten auf Weltraum-SpaziergangISS-Astronauten auf Weltraum-Spaziergang

Zwei Astronauten der Internationalen Raumstation haben während sechseinhalb Stunden den letzten Aussenbordeinsatz der Shuttle-Ära absolviert.

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Astronaut Ron Garan bei seinem Aussenbordeinsatz. (Bild: Reuters/NASA TV)

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Die US-Astronauten Mike Fossum and Ron Garan, Mitglieder der aktuellen ISS-Besatzung, erledigten während ihres Aussenbordeinsatzes zwei Hauptaufgaben. Zuerst holten sie eine im letzten August ersetzte Pumpe des Kühlsystems ein, die mit der «Atlantis» zur Erde zurückkehren wird. Anschliessend installierten sie das «Robotic Refueling Mission»-Experiment, eine robotische Tankanlage für Satelliten, am «Special Purpose Dexterous Manipulator», einem ein robotischen Armsystem der ISS.

Die Extravehicular Activity (EVA), wie ein Weltraumspaziergang offiziell heisst, hatte am vierten Flugtag der «Atlantis» um 15.22 Uhr MESZ begonnen, 395 Kilometer über der Erdoberfläche Es war der 160. Aussenbordeinsatz seit Bestehen der ISS. Die beiden Astronauten sind erfahrene Weltraumspaziergänger. Für Mike Fossum war es die siebte EVA, für Ron Garan die vierte. Fossum hatte die Leitung des Einsatzes. Von der nur vierköpfigen «Atlantis»-Besatzung war niemand für den Aussenbordeinsatz in Frage gekommen. Zwar verfügt Missionsspezialist Rex Walheim über reichlich EVA-Erfahrung, aus Zeitmangel konnte er jedoch nicht auf diesen Einsatz vorbereitet werden.

Weltraumschrott keine Gefahr

Der Weltraumspaziergang konnte durchgeführt werden, nachdem die US-Raumfahrtbehörde NASA Entwarnung für ein Stück Weltraumschrott gegeben hatte, dass sich der Station und dem Shuttle näherte. Nach Angaben des Kontrollzentrums sei das Trümmerteil des sowjetischen Satelliten «Cosmos 375» keine Bedrohung für die ISS oder den Shuttle. Es seien keine Bahnkorrekturen nötig, um dem Weltraumschrott auszuweichen.

Am Montag hatten die Astronauten des Space Shuttles «Atlantis» erfolgreich den Transportcontainer Raffaello and die Internationale Raumstation ISS gekoppelt. Der rund sechs Meter lange Container enthält 4,25 Tonnen Nachschub für die ISS. Nach der Entladung wird Raffaello mit 2,54 Tonnen Schrott von der Station gefüllt, den «Atlantis» zur Erde mitnehmen wird.

Einen Tag mehr Zeit

Die Mission der «Atlantis» wurde unterdessen um einen Tag verlängert. Das Shuttle werde erst am 21. Juli zur Erde zurückkehren, teilte die NASA am Montagabend mit. Damit werde der Besatzung Gelegenheit gegeben, ihre ISS-Kollegen länger bei der Arbeit zu unterstützen.

Ursprünglich sollte die Fähre am 20. Juli landen. Die «Atlantis» verfüge über ausreichend Reserven, um auch noch weitere zwei Tage auf der Umlaufbahn zu bleiben, sollten technische Probleme auftreten oder das Wetter eine Rückkehr am 21. Juli unmöglich machen, teilte die NASA mit.

(jcg/dapd)

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  • Chance am 15.07.2011 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wow!

    Es ist wirklich unglaublich und faszinierend, diese Shuttle Missionen zu verfolgen. Wie schade, dass die Space Shuttle Ära zu Ende geht. Als 15-jährige habe ich den ersten Start mitverfolgt und nun mit 45 den letzten Launch auf live stream. Ich bin so beeindruckt. Schaut mal auf You Tube. Dort gibt es dazu unendlich viel zu sehen, z.B. auch die Landung der Soyuz-Kapseln der ISS-Crew und die Begrüssungszeremonien in Kazachstan. Eine andere Welt. Aber zurück zum Shuttle: auf diesem Weg wünsche ich Congresswoman Gabrielle Giffords (Frau von Astronaut Mark Kelly) a speedy and complete recovery!!!

  • Thomas am 13.07.2011 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    We want more!

    Ich liebe solche Beiträge! Es gibt nichts faszinierenderes als den Weltraum! Bitte mehr solcher beiträge :D

  • Lukas W. am 12.07.2011 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    Faszinierend

    Sehr interessant. Ich finde es toll, dass man das alles Live ansehen kann. Faszinierend. :-)

    • EAltherr am 13.07.2011 18:59 Report Diesen Beitrag melden

      schade um Programm

      schade finde ich dass das Programm aus sicherheitstechnischen und Kostengründen nun wegfällt, war immer spannend zu erleben wenn der Mensch in den Weltraum reist

    einklappen einklappen
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