Taussendsassa

14. März 2011 16:07; Akt: 17.03.2011 10:23 Print

Bier ist nicht nur zum Trinken da

Der Gerstensaft, beliebte alkoholische Erfrischung und Haushalts-Allzweckwaffe zugleich: Zehn bierernste und überraschende Einsatzmöglichkeiten von «frisch vom Fass».

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Bier? Damit können Sie buchstäblich baden gehen! Eine deutsche Klosterbrauerei vertreibt einen entsprechenden Badezusatz. Das Elixier soll die Haut geschmeidig machen und pflegen. Stumpfes und kraftloses Haar? Nicht mit diesem Bier-Trick! Einfach eine Tasse voll Bier in einen Topf füllen und bei mittlerer Hitze so lange kochen, bis nur noch ein Viertel der Flüssigkeit übrig ist. Jetzt ist der Alkohol, der das Haar austrocknet, verdunstet. Das gekochte Bier abkühlen lassen und dann mit etwa der gleichen Menge des Lieblings-Shampoos mischen, in eine Shampoo-Flasche füllen und regelmässig anwenden. Der Braten wird schön zart, wenn man ihn mit einer Bier-Marinade zubereitet. Dazu drei bis vier Esslöffel Olivenöl, zwei Deziliter Bier (am besten Pilsner), ein Esslöffel Senf, eine halbe Zwiebel fein gehackt, mischen und über den Braten giessen. Das Ganze eine ganze Nacht lang ziehen lassen. Danach ab in den Ofen. Gekochter Reis klebt nicht und bekommt einen leicht nussigen Geschmack, wenn man ihm nach dem Kochen einen Schuss Bier beigibt und ihn anschliessend noch etwa zehn Minuten ziehen lässt. Verrostete Gegenstände? Kein Problem! Ein paar Tropfen Bier auf den Rost geben, es kommt zu einer chemischen Reaktion (Karbonisierung) und der Rost lässt sich entfernen. Ein altes Hausrezept besagt, dass warmes Bier beim Einschlafen hilft. Offenbar muss man es nicht einmal trinken - daran zu riechen kann angeblich auch schon genügen. Gegenüber «Men's Health» verriet der US-Gartenexperte Andrew Lopez einen besonders ungewöhnlichen Trick. Mit Hilfe des Hopfengetränks lassen sich Pflanzen düngen und vor Pilzbefall schützen. Weist der Rasen braune Stellen auf, bewährt sich seiner Meinung nach das Besprühen mit Bier. Und schon ergrünt er wieder, der «Biergarten». Leere Bierflaschen in den Container? Viel zu schade, dachten sich Bauherren aus New Mexico, USA. Sie erbauten ihr Eigenheim namens «Earthship» aus leeren Bierflaschen und Beton. Einmal angenommen, Sie befinden sich irgendwo in der Wildnis und das auch noch ohne Kompass. Dabei haben Sie - welch ein Zufall - eine Dose Bier (Wasser ist keines da), eine Schüssel, eine Nähnadel und etwas aus Seide (Seidenbluse beim Trecking? Zugegeben, etwas weit hergeholt). Schütten Sie die Hälfte des Inhalts der Bierdose in die Schüssel. Während Sie darauf warten, dass der Schaum verschwindet, dürfen Sie den Rest des Bieres austrinken. Danach die Nadel in eine Richtung mit dem Seidenstoff reiben und das magnetisierte Nähutensil anschliessend in die Schüssel mit dem abgestandenen Bier legen. Die Nadel zeigt dann in Richtung Norden, beziehungsweise Süden. Damit man nicht in die falsche Richtung geht, sollte man sich zusätzlich nach dem Stand der Sonne richten (morgens steht sie im Osten, abends im Westen). Oh Schreck, ein Schnäck! Gemein, aber «Men's Health» zufolge effektiv, um dem kleinen Salatfresser den Garaus zu machen: Kleine Schüsselchen zu einem Drittel mit Bier befüllen und rund 40 Meter vom Garten entfernt in die Erde setzen. Der Rand der Behälter soll gerade auf der Höhe der Erdoberfläche sein. Und weils zum Salat auch mal ein kühles Blondes sein darf, fallen die Schnecken buchstäblich auf beziehungsweise in die Bierfalle hinein und ertrinken.

Bier - ein Taussendsassa!

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Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an Bier denken? Vielleicht ein kühles Blondes, genossen im Biergarten unter einem Schatten spendenden Baum? Allenfalls erinnern Sie sich an die alles andere als wohlriechende Bierfahne Ihres Partners.

Vielleicht assoziieren Sie zukünftig etwas ganz anderes mit dem Gerstensaft. Denn Bier ist mehr als ein erfrischendes Getränk, von dem man aufgrund seines Alkoholgehaltes nicht allzu viel geniessen darf. Befindet man sich beispielsweise in unbekannten Gefilden, ist es ratsam, das Bier nicht zu trinken, sondern sich daraus lieber einen improvisierten Kompass zu basteln.

Wie das funktioniert, zeigt die obige Bildstrecke. Darüber hinaus erfahren Sie, dass Bier sowohl zum als auch im Essen schmeckt und es nicht nur einen dicken Kopf, sondern auch einen schönen Schopf zaubern kann.


(rre)