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Studie
08. Februar 2010 16:39; Akt: 26.07.2010 15:50 Print
Strassenverkehr erhöht Herzinfarkt-Risiko
Bei Menschen, die an stark befahrenen Strassen wohnen, verkalken die Arterien rascher als bei Personen, die im Grünen leben.
Forscher werteten Daten von rund 1500 Personen aus den USA aus, denen über mehrere Jahre alle sechs Monate die Arterienwanddicke gemessen worden war. Je dicker und steifer die Arterienwand, umso höher ist das Risiko, in Zukunft einen Infarkt oder Schlaganfall zu erleiden, wie das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institut in Basel mitteilte.
Es zeigte sich, dass Arterienwände besonders rasch bei Menschen verkalken, die näher als 100 Meter an einer stark befahrenen Strasse wohnen. Die Wanddicke erhöhte sich bei ihnen jedes Jahr um rund 5,5 Mikrometer; das ist doppelt so viel wie bei Menschen, die an ihrem Wohnort weniger Verkehrsschadstoffen ausgesetzt sind.
Einige besonders anfällig
Laut dem Communiqué ist die im Fachmagazin «PLoS ONE» publizierte Studie die erste, die beim Menschen einen Zusammenhang zwischen der Schadstoffbelastung und dem Fortschreiten der Atherosklerose nachweist. Die Resultate bestätigen Langzeitstudien, die bei Kaninchen, Ratten und Mäusen durchgeführt worden waren.
Allerdings bleiben gemäss Studienleiter Nino Künzli, Vizedirektor des kürzlich neu organisierten Tropen- und Public-Health-Instituts, viele Fragen offen. Es zeigten sich nämlich deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Untergruppen. Besonders anfällig scheinen Menschen zu sein, die bereits früher erhöhte Blutfettwerte hatten.
Weitere Erkenntnisse soll nun unter anderem die seit 20 Jahren laufende Schweizer Sapaldia-Studie liefern. In der nun anlaufenden dritten Untersuchungsrunde der Studie wird den mehreren tausend Teilnehmenden erstmals angeboten, die Dicke der Halsarterienwand mit einer Ultraschalluntersuchung zu messen.
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(sda)


























