Suchtgefahr

17. Februar 2017 14:03; Akt: 17.02.2017 14:29 Print

So merken Sie, dass Sie handysüchtig sind

Fast 370'000 Personen in der Schweiz haben den Umgang mit dem Internet nicht im Griff. Wie Sie Anzeichen einer Sucht frühzeitig erkennen.

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Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wenn die Konzentration darunter leidet und Abschalten nicht mehr möglich ist, sprechen Experten von Gefährdung oder gar von Sucht.

Gemäss dem Suchtmonitoring Schweiz haben hierzulande rund 370'000 Personen den Umgang mit dem Internet nicht im Griff. Zur grössten Risikogruppe gehören Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren. In dieser Altersgruppe besitzen 99 Prozent ein Mobiltelefon. 20 Prozent haben einen sogenannt symptomatischen Umgang, also eine risikoanfällige Nutzung. Sieben Prozent weisen sogar ein problematisches Nutzungsverhalten auf, wie die SRF-Sendung «10vor10» berichtet.

Einstiegsdroge Online-Games

Handysucht sei eine Form der Internetsucht, erklärt Sucht-Experte Franz Eidenbenz gegenüber «10vor10». Viele Jugendliche rutschten in eine Sucht, ohne es zu merken. Symptome für eine problematische Nutzung seien etwa zurückgehende Leistungen oder der Rückzug aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, sagt Eidenbenz. Die Zahl der Betroffenen habe deutlich zugenommen. Jugendliche rutschten oft durch Online-Games in die Sucht.

Die Organisation Sucht Schweiz fordert besser koordinierte Beratungsangebote. Auch müssten diese der breiten Öffentlichkeit besser bekannt gemacht werden. Problematisches Nutzungsverhalten müsse möglichst früh erkannt und angegangen werden.

Alternative Angebote

Eine Schule im Kanton Baselland geht mit gutem Beispiel voran: Statt auf ein Handyverbot setzt das Gymnasium Laufen auf alternative Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Schüler verzichten in den Pausen freiwillig auf ihr Handy und spielen stattdessen Billard oder Ping Pong. Schulleiter Isidor Huber hofft, dass dieses Beispiel Schule machen wird.

(chi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BigMac am 17.02.2017 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur die jugend?

    sind es wirklich immer nur die jugendlichen oder müsste man dies auch von den erwachsenen sagen?

    einklappen einklappen
  • Jean d'Arm am 17.02.2017 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meine Beobachtung:

    Es sind eher 5 von 4...

    einklappen einklappen
  • S. Amsung am 17.02.2017 14:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sicher nicht

    was nur jeder vierte? glaub ich nicht!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anonym am 03.03.2017 19:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nehmt Jael einfach das Handy weg,

    verbietet ihr, Grosseltern oder "Göttis/Gotten" und andere ihr zu gar nichts Verpflichtete mit Geschenk- und "Erlebnis"wunschlisten zu belästigen und erzieht sie lieber endlich mit knallharten Regeln, damit sie merkt, dass es im Leben nicht um sie geht. Punkt.

  • p_cept am 18.02.2017 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch mehr

    Ich würde sagen jeder, 4 mal.

  • wildh am 17.02.2017 21:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wahn

    Handysüchtige gib es wie Sand am Meer. Und ich reg mich auf da redet man mit der Person aber die schaut ständig auf das Handy unerträglich.

  • G.K. am 17.02.2017 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    immer das selbe

    ach herje, was die Menscheit schon an süchten heilen musste. In ein paar Jahren wird etwas anderes zur Sucht werden..... wie mit dem Vorsatz, ja früher hatte wir.......bla bla bla

  • Pat am 17.02.2017 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was

    Nicht nur die Jugend, gibt auch viele Erwachsene