Amputation

18. Dezember 2016 08:08; Akt: 18.12.2016 09:23 Print

Frau (37) verliert ihr Bein wegen durchtanzter Nacht

Für Lorraine Burnett hatte die Weihnachtsfeier schlimme Folgen: Erst entzündete sich ihre Blase am Fuss, dann musste ihr Bein amputiert werden.

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Für die Weihnachtsfeier im Jahr 2008 hatte sich die heute 37-Jährige Lorraine Burnett aus dem schottischen Dunfermline fein herausgeputzt. Die neuen High Heels mit 13 Zentimeter hohen Absätzen rundeten das Outfit der jungen Mutter ab. Dass sie drückten, ignorierte sie und tanzte die ganze Nacht durch.

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Als sie am nächsten Tag heimkam, hatte sie eine schmerzhafte, aber vermeintlich harmlose Blase an ihrem linken Fuss. Burnett versorgte die Verletzung und dachte, damit sei der Fall erledigt. Doch sie irrte sich. Denn mit der Blase begann ein jahrelanges Martyrium.

Lebenslanges Leiden oder Amputation?

Als sich der Fuss entzündete, schlugen die Antibiotika bei der an Diabetes leidenden Frau nicht an. Die Infektion wurde immer schlimmer.

Dann die Schocknachricht der Ärzte: Entweder sie muss mit lebenslangen Infektionen und Hautentfernungen leben oder ein Teil des Beins muss amputiert werden. Sie entschied sich für die Amputation, die 2010 vorgenommen wurde.

Eine neue Prothese zu Weihnachten

Doch damit waren die Probleme nicht beendet. Nicht nur, dass die Frau ihren Job aufgeben musste und mit ihrer Tochter gerade so über die Runden kommt. Das Bein heilte bis heute nicht vollständig aus. 2014 wurde sie vorübergehend in ein künstliches Koma versetzt, da es zu einer erneuten Infektion kam.

Aufgrund der langsamen Heilung kann die Frau auch die Standard-Beinprothese der Gesundheitsbehörden nur schwer tragen. «Alles, was ich mir zu Weihnachten wünsche, ist eine neue Prothese. Sie würde ein neues Leben bedeuten», so Burnett.

Weil diese sehr teuer ist, hat ihre Tante Elaine Beveridge auf der Crowdfunding-Plattform Gofundme.com eine Spendenkampagne lanciert. Die Frauen hoffen, so 9000 Pfund – umgerechnet rund 11'500 Franken – zusammenzubekommen. Doch obwohl die Aktion schon seit Februar 2016 läuft, wurden bislang erst 3800 Pfund von Spendern bereitgestellt.


(heute.at/fee)