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Nach Fall in Luzern
31. August 2012 07:26; Akt: 31.08.2012 13:13 Print
Wie gefährlich ist die Zombie-Droge?
von Annette Hirschberg - Badesalz wird gesnifft oder getrunken und löst Euphorie, aber auch Angstattacken und Halluzinationen aus. In der Schweiz wird die Droge vermutlich mehr konsumiert, als bekannt ist.
Am 10. August wurde im Kantonsspital Luzern ein Mann eingeliefert, der unter dem Einfluss von Drogen stand (20 Minuten Online berichtete). Er war sehr aggressiv und musste darum von mehreren Polizisten begleitet werden. Bald war klar: Der Mann steht unter dem Einfluss einer künstlichen Droge, auch Badesalz genannt. Diese chemisch hergestellte Droge sorgt immer wieder für Aufsehen, weil Konsumenten unter deren Einfluss zum Tier mutieren. In den USA kam es schon zu Attacken auf Unbeteiligte, andere verletzen sich selbst.
Infografik Drogen Was ist Badesalz?Es ist grundsätzlich ein Überbegriff für Substanzen, die synthetische Cathinone enthalten – eine Substanz, deren chemische Struktur vergleichbar ist mit dem psychoaktiven Wirkstoff der Kath-Pflanze. Es ist ein künstliches Produkt aus dem Labor. Die Bezeichnung Badesalz stammt offenbar aus den USA, wo die künstlichen Drogen Mephedron, Methylen und Methylendioxypyrovaleron (MDPV) zur Verschleierung als «Bathsalt» in Supermärkten und Tankstellen verkauft wurden. Zudem kann die Substanz im Aussehen Salzkristallen gleichen (siehe Bildstrecke).
Mit Badesalz waren darum ursprünglich diese Drogen gemeint, heute gibt es aber unzählige neue Substanzen mit leicht unterschiedlichen synthetischen Cathinonen, die unter diesem Begriff zusammengefasst werden. Nebst Badesalz werden sie auch «Research Chemicals» genannt und wurden zum Teil schon vor Jahren entwickelt. Studien zur Schädlichkeit oder Langzeitwirkung gibt es für diese Substanzen aber keine. Der Konsument ist quasi Versuchskaninchen.
Während in vielen EU-Ländern der Konsum von Badesalzen so hoch ist wie der von Ecstasy, ist die Droge in der Schweiz immer noch eine Randerscheinung. Von jenen Substanzen, die beim Drogeninformationszentrum in Zürich getestet werden, enthalten nur ganz wenige sogenannte Research Chemicals. «Das ist im Promille-Bereich», sagt Christoph Kobel von Saferparty. Der Drogenexperte zweifelt aber daran, dass dies die Szene ganz widerspiegelt.
Ähnliche Wirkung wie Ecstasy und Kokain
Mephedron werde vor allem im Internet bestellt. Die meisten gingen davon aus, dass die Substanz legal sei. «Sie rechnen nicht damit, ein verunreinigtes Produkt zu erhalten», so Kobel. Einen Drogentest halten sie darum für unnötig. Ausserdem erwirke die Erhältlichkeit über Internet den Eindruck, die Substanz sei harmloser als andere Drogen. Dieser Schein trügt aber: Eine Studie der EU aus dem Jahr 2010 hat die Wirkung von Mephedron untersucht.
Die Substanz, die in der Regel gesnifft, aber auch in Flüssigkeiten aufgelöst getrunken wird, ist vergleichbar mit Ecstasy oder Kokain: Gemäss der EU-Studie werden Konsumenten in eine euphorische Stimmung versetzt, wollen sich bewegen, sind mitteilungsbedürftig und gut drauf. Ein Viertel der Personen, die Mephedron konsumiert haben, berichten aber auch von Angstattacken, und rund 20 Prozent haben Halluzinationen.
Paranoia-Attacken bei Überdosierung
Das Gefährliche an der Droge ist, dass deren Wirkung kurz und intensiv ist und relativ abrupt nachlässt. Das führt dazu, dass Badesalz-Kosumenten immer wieder «nachlegen». Dabei kann es offenbar zu Überdosierungen kommen, die in seltenen Fällen zu unkontrollierbaren psychotischen Zuständen führen.
In diesen Paranoia-Attacken werden dann wildfremde Menschen angegriffen. Im US-Staat Indiana drang ein Mann laut «New York Times» im Rausch in ein Kloster ein und erstach einen Priester. Ein anderer kletterte auf einen Fahnenmast am Strassenrand und sprang in den Verkehr.
Todesgefahr gross
Der Konsum kann aber auch zu Selbstverstümmelung führen. So hat sich eine Frau in West Virginia schwerste Schnittverletzungen zugefügt, weil sie offenbar glaubte, etwas sei unter ihrer Haut. «Sie sah aus, als sei sie kilometerweit durch Dornengebüsch geschleift worden», sagte der Notfallmediziner, der die Frau behandelt hatte.
Die Droge kann aber auch zu schweren Kreislaufstörungen und zum Tod führen. Allein in Grossbritannien starben gemäss der EU-Studie bis Mai 2010 über 30 Menschen an Mephedron.
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So ein blödsinn! Als der erste fall bekannt war und die erste vermutung geäussert wurde es handle sich um badesalz wurde die meldung schnell wieder korrigiert! Es war eine VERMUTUNG! Ihr aber macht es zur tatsachen. Unglaublich
Alles eine Frage der Chemie
Krass wie schnell ein Mensch sich verwandeln kann.
So sind wir
Wenn wir mal die Seele als Mensch betrachten und den Körper als Auto. Pflegt nicht jeder wircklich sein Auto oder? Wir sind hald neugierig und muten uns oft mehr zu als wir vertragen. Sicherungen brennen auch durch wegen Liebe, so sind wir hald. Bin es langsam am akzeptieren und lerne damit zu leben. ps: chemiemultis machens möglich