Hoffnung bei Leukämie

20. Mai 2017 12:59; Akt: 20.05.2017 12:59 Print

Forscher züchten erstmals Blutstammzellen im Labor

Durchbruch in der Stammzellforschung: US-Forschern ist es erstmals gelungen, menschliche Blutstammzellen im Labor herzustellen.

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Jahrelang versuchten Forscher erfolglos, Blutstammzellen im Labor herzustellen. Nun ist es einem US-Team gelungen. Dafür wandelten George Daley vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston und seine Kollegen zunächst sogenannte pluripotente Stammzellen zu Blutstammzellen um.

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Diese pflanzten sie dann ins Knochenmark von Mäusen ein, woraufhin sich daraus alle wichtigen Typen von Blutzellen entwickelten, wie es im Fachjournal «Nature» heisst.

Die so gewonnenen Blutstammzellen liessen sich dann sogar auf weitere Tiere transplantieren, in denen daraus wiederum alle wichtigen Blutzelltypen entstanden.

Begeisterung und Bremse

Andere, nicht an der Studie beteiligte Experten bezeichnen die Arbeit als Durchbruch: Sie könnte viele neue Möglichkeiten für die Erforschung von Krankheiten wie Leukämie liefern, so das Urteil. Denn mit Hilfe der gezüchteten Blutstammzellen könnte man diese Krankheiten in der Petrischale nachstellen und systematisch analysieren.

Auch Carolina Guibentif von der University of Cambridge spricht von einem Meilenstein. Allerdings warnt sie in einem Kommentar zur Studie vor zu viel Euphorie: So müsste beispielsweise noch untersucht werden, ob von den Blutstammzellen ein erhöhtes Krebsrisiko ausgehe.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pfiffige am 20.05.2017 14:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnung für eine Therapie

    Für meinen Vater leider zu spät (MM). Seine Eigenspende war damals leider mit malignen Zellen kontaminiert. Aber hoffentlich kann diese Forschung als Grundlage einer Therapie genutzt werden. Diesen schmerzvollen und langsamen Tod wünsche ich niemandem.

  • Typhoeus am 20.05.2017 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Durchbruch

    für die Zellforschung

  • jane77 am 21.05.2017 07:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wow

    das wäre nicht nur für leukämiekranke ein durchbruch,sondern allgemein in der medizin

Die neusten Leser-Kommentare

  • jane77 am 21.05.2017 07:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wow

    das wäre nicht nur für leukämiekranke ein durchbruch,sondern allgemein in der medizin

  • Miggeli am 21.05.2017 05:42 Report Diesen Beitrag melden

    Stammzelltransplantation

    Eine Stammzelltransplantation ist für den Patienten eine Extrembelastung nach Chemotherapie und Ganzkörperbestrahlung. Was bei diesen Transpalantationen nicht angesprochen wird ist, dass dieser Mensch einerseits lebenslang auf immunsupprimierende Medikamente wg. Abstossung angewiesen ist und andererseits viele Viren den Tod bedeuten können. Nach Transplantation/Entlassung Spital tägliche, dann wöchentliche, 2-wöchentliche, monatliche, 3-monatliche und Jahreskontrollen, dies stets mir der Angst, dass die Blasten (missformte Vorläuferzellen) wieder wuchern?

  • marko 32 am 20.05.2017 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glückwunsch

    Glückwunsch

  • Typhoeus am 20.05.2017 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Durchbruch

    für die Zellforschung

  • pfiffige am 20.05.2017 14:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnung für eine Therapie

    Für meinen Vater leider zu spät (MM). Seine Eigenspende war damals leider mit malignen Zellen kontaminiert. Aber hoffentlich kann diese Forschung als Grundlage einer Therapie genutzt werden. Diesen schmerzvollen und langsamen Tod wünsche ich niemandem.