Für Erwachsene schlimmer

18. Januar 2017 23:02; Akt: 18.01.2017 23:02 Print

Hüten Sie sich vor diesen Kinderkrankheiten

Die Bezeichnung Kinderkrankheit klingt harmlos. Doch das sind sie oft nicht. Besonders bei Erwachsenen können sie schlimm verlaufen.

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Immer häufiger befallen vermeintliche Kinderkrankheiten auch Erwachsene. Das ist problematisch. Denn bei allen gilt: Je älter die Betroffenen, desto grösser sind die zu erwartenden Gesundheitsrisiken. sind extrem ansteckend und daher recht häufig. Die Zahl der Krankheitsfälle in der Schweiz hat sich. Hat das verantwortliche Virus einen im Griff, kann das ernsthafte Folgen haben: Etwa mit Gehirn- oder Hirnhautentzündung, Luftröhren- und Kehlkopfinfektion oder Lungen- und Mittelohrentzündung. Deshalb ist eine Impfung ratsam. Schwellen die Ohrendrüsen an, und leidet man zudem unter Fieber und Erkältungssymptomen ... ... hat einen wahrscheinlich das -Virus erwischt. Bei männlichen Betroffenen können sich zudem die Hoden entzünden, was in Einzelfällen bis zur Unfruchtbarkeit führen kann. Zudem können Hirnhaut- und Bauchspeicheldrüsenentzündungen die Folge sein. Doch auch hierbei kann eine Impfung das Unheil abwenden. sind für die meisten Menschen harmlos. Trotzdem ist die Krankheit meldepflichtig. Denn trifft das Virus eine werdende Mutter, kann dies den Embryo schwer schädigen oder zu Tot-, Früh- oder Fehlgeburten führen. Besonders kritisch ist eine Ansteckung in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten ... ... weil nur etwa zehn Prozent der ungeborenen Kinder in diesem Fall keine Schäden davontragen. Eine wirksame Impfung steht zur Verfügung. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt zwei Dosen der Rötelnimpfung in Kombination mit der Impfung gegen Masern und Mumps (MMR-Impfung). Wer sich mit infiziert, entwickelt zunächst leichtes Fieber und Müdigkeit, später einen juckenden Hautausschlag. Daraus werden Pusteln und Bläschen, die im weiteren Verlauf eine Kruste bilden und dann abfallen. Gelegentlich kommt es auch zu bakteriellen Hautinfektionen. Schwere Komplikationen kommen vor allem bei erwachsenen Betroffenen vor. Dazu zählen Lungen-, Hirn- und Hirnhautentzündungen sowie eine Infektion des zentralen Nervensystems, die zu bleibenden Lähmungen führen kann. Auch dagegen kann man mit einer Impfung vorbeugen. Allerdings ist diese umstritten, weil sie nicht so gut vor einer weiteren Erkrankung schützt wie bereits durchlebte Windpocken. Eine knallrote Zunge, Halsschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und kleinfleckiger Ausschlag sind die typischen Symptome bei . Abhilfe schafft da nur ein Antibiotikum. Ohne ein solches kann die Krankheit schwerwiegende Folgen haben: Rheumatisches Fieber etwa oder Herz- und Nierenentzündungen. Eine Impfung gibt es nicht. Keuchhusten ist die Kinderkrankheit, die Erwachsene am häufigsten befällt. Übertragen wird sie durch die Bakterien Bordetella pertussis und seltener Bordetella parapertussis. Diese produzieren ein Gift, das für die Hustenanfälle verantwortlich ist. Es sorgt dafür, dass die Bakterien gut an die Schleimhäute der Atemwege andocken und sich dort vermehren können. Das Problem bei Erwachsenen: Treffen die Erreger auf vorhandene chronische Krankheiten, können sie diese verschlimmern. Auch hier kann man mit einer Impfung vorbeugen.

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Masern feiern in Europa ein trauriges Comeback. Dabei könnten sie laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) längst ausgerottet sein, würden sich nur alle Menschen dagegen impfen lassen.

Umfrage
Haben Sie sich als Erwachsener schon mal eine Kinderkrankheit eingefangen?
6 %
22 %
61 %
11 %
Insgesamt 908 Teilnehmer

Masern gelten als Kinderkrankheit, ebenso wie Mumps, Keuchhusten und Windpocken (siehe Bildstrecke). Zumindest momentan noch. Denn die vermeintlichen Kinderkrankheiten werden zunehmend zu solchen von Erwachsenen: Waren vor fünfzehn Jahren nur 8,5 Prozent aller Masern-Patienten älter als 20 Jahre, so sind es heute bereits fast 40 Prozent.

Das Problem: Für Erwachsene kann eine Ansteckung lebensgefährlich sein. Dabei gilt: Je älter die Erkrankten, desto grösser das Risiko. Vor welchen Krankheiten Sie sich besonders hüten sollten, erfahren Sie in der obigen Bildstrecke.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas am 19.01.2017 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    Impfen vs. Esoterik

    Es lebe die Ignoranz der Impfgegner! Mit solchen Leuten zu diskutieren ist völlig sinnlos und reine Zeitverschwendung!

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  • Mediziner und Vater am 19.01.2017 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Impfen

    "Herr Doktor muss ich meine Kinder Impfen?" "Nein nur die, die sie auch behalten wollen"

  • Peter von Schwarz am 18.01.2017 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    Peter von Schwarz

    Früher machte man keinen Bogen um Leute mit solchen Krankheiten. Zu 90% hatte man die als Kind bekommen. Ja, durfte alle diese Kinderkrankheiten vor der Oberstuffe haben. Und ich denke, darum ist mein Imunsystem nicht so schlecht aufgestellt. In 30 Jahren Berufstätigkeit keine 10 Tage wegen Krankheit ausgefallen. DTP und Kinderlähmung Impfung ist ein muss im Kindesalter. Danach, sehe ich nur die Grippenimpfung als Unfug. Warum? Das könnt Ihr selbst rausfinden, wenn Ihr möchtet.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Adam am 19.01.2017 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Impfgegner, aber..

    Dank Impfung hatte ich als Kind keine Windpocken obwohl alle rund um mich herum damals Windpocken hatten. Doch die Immunisierung war nicht vollkommen, denn mit 40 Jahren hat es mich dann doch noch erwischt. War eine ganz schlimme Zeit! Wenn mich einer heute fragt ob ein Kind gegen Windpocken geimpft werden soll ist meine Antwort klar nein!

    • Chris am 19.01.2017 13:42 Report Diesen Beitrag melden

      Wie lange gibts die Windpockenimpfung?

      Ca 10 Jahre.... Also, was ist falsch an ihrer Geschichte?

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  • Karin am 19.01.2017 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    wer daran glaubt...viel Glück

    jeder der sich die corp. business Brühe welche bis dato von keinem Befürworter jemals im Detail offengelegt wurde betr. Inhaltsstoffen und Herstellungsverfahren in die eigene Blutlaufbahn sprizen will soll das tun und selbiges anderen NICHT aufdrängen...es gibt mehr als genügend gestande Leute welche eine Antithese präsentieren welche klar mehr als klar aufzeigt, dass Impfung einem russischem Rulet gleicht.

    • imErnst? am 19.01.2017 21:43 Report Diesen Beitrag melden

      es fängt schon an

      Und zwar damit, dass Impfungen nicht in die Blutbahn gespritzt werden. Wenn Sie das nicht mal wissen...

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  • blume am 19.01.2017 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    8-ung

    impfen ... jein, kinderlähmung, MMR, und je nach lebensbedingugen und umfeld hepatis B, starrkrampf und tollwut ::: den rest würde ich vermeiden ... ich stelle immer wieder fest, je mehr geimpft wurde, je anfälliger für neue erkrankungen und mehr intolleranzen bei den nachkommen (allergien) ... zucker, laktose, histamin, glutamin, fruktose ... ohne ende. ... auch unser hygienephobie ist nicht ohne und ist an vielen erkrankungen schuld. ::: doch was mir am meisten angst macht ist die zunehmende antibiotikaresistenz infolge von antibiotika in den zuchtfischen/riesencrevetten, fleisch und honig

    • No fear am 19.01.2017 11:34 Report Diesen Beitrag melden

      AB auch in tieren nur medizinisch erlaubt

      Problem sind weniger die zugesetzten AB, sondern die aus medikamenten in die umwelt gelabten und via nahrungskreislauf indirekt ins essen gelangenden AB.

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  • Pierre B am 19.01.2017 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Danke, "liebe" Impfgegner

    Wenn man alles glaubt, was google hervorbringt, dann sind wiederkehrende Krankheiten halt die traurige Folge

    • Adam am 19.01.2017 12:55 Report Diesen Beitrag melden

      @Pierre B

      Danke lieber den 2Mio Importierten welche die Krankheiten in den letzten 20 Jahren wieder zu uns brachten!

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  • Kurt am 19.01.2017 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Hypothese

    Nehmen wir mal an, die Zivilisation so wie wir sie kennen geht unter (Gründe: Natur, Atomunfall etc). Wenn die moderne Medizin ausfällt, was dann? Es würde eine Katastrophe geben. Deshalb: sich schon heute nicht mehr auf diese fragile Medizin setzen und langsam wieder zu einem normalen Lebensstil hingehen. In der Antike wurden die Menschen durchschnittlich 56 Jahre alt, wer das Kindesalter überlebte. Nur mal so zur Gedankenanregung.