Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Oxytocin
09. März 2010 23:31; Akt: 09.03.2010 23:32 Print
Ewige Treue dank Hormonpräparat
von Désirée Pomper - Das Hormon Oxytocin soll Frauen treuer machen und ihnen intensivere Orgasmen verschaffen. Doch die Thesen eines belgischen Arztes sind umstritten.
Frauen, die im Liebesrausch multiple Orgasmen erleben und ihrem Liebsten stets treu sind – welcher Mann wünschte sich nicht so eine Partnerin an seiner Seite. Glaubt man dem Arzt Thierry Hertoghe, kann man dem Glück nachhelfen – und zwar mit dem Hormon Oxytocin. In seinem neuen Buch «Passion, Sex and Long Life – the Incredible Oxytocin Adventure», preist der Belgier Oxytocin als Glückshormon, das nicht nur monogamiefördernd sei, sondern Frauen auch intensivere Orgasmen verschaffe. Hertoghe hat das Hormon selbst getestet, mit dem Resultat, dass seine Frau nun «noch glücklicher mit unserem Liebesleben ist» und er «die Welt als einen besseren und wärmeren Ort» wahrnimmt. Seinen Patienten empfiehlt er, das Hormon als Pillenkonzentrat täglich einzunehmen.
Oxytocin ist als Bindungshormon bekannt. (colourbox)
Der Arzt Thierry Hertoghe.
Laut Peter Diem, Chefarzt für Endokrinologie am Berner Inselspital, ist die primäre Funktion von Oxytocin die Wehenauslösung und die Förderung des Milchflusses nach der Geburt. «Studien zeigen aber auch, dass Oxytocin soziale Bindungen stärkt. Zudem soll es die Kommunikation zwischen Paaren fördern und möglicherweise zur Konfliktbewältigung beitragen.» Dass das Hormon auch intensivere Orgasmen bewirke, sei «nicht ganz abwegig», sagt Diem. Jedenfalls seien gewisse luststeigernde Wirkungen sowohl für Männer als auch für Frauen nachgewiesen. Allerdings fehle diesbezüglich eine Bestätigung durch grössere Studien.
Rein gar nichts von Hertoghes Theorien hält dagegen Catherine Waeber Stephan, Endokrinologin im Freiburger Spital: «Dieser Mann ist dafür bekannt, so viel Hormonpräparate wie möglich zu verkaufen. Das ist pure Geldmacherei.»
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 10 Kommentare





























Wo gibt's das Zeug zu kaufen?
Warum nicht mal ausprobieren?
warum nicht?
du könntest genausogut irgendeine andere Droge nehmen. Nur was wäre das für ein Leben, die ganze Zeit auf einem "Glücklichmacher" - Trip?
Tsss...
Frauen wie Männer würden auch "auf Pille" noch genügend Gründe finden um untreu zu werden (er hört mir nicht zu, die Leidenschaft ist abgeflacht, ich wollte mal was neues ausprobieren, wozu sie nicht bereit war, und und und...)
Liebe ist Chemie!
Liebe ist Chemie! Das ist so und wird immer so bleiben ob interne oder externe Quelle... unromantisch aber wahr! Die Frage ist nur, kann der Körper nach absetzten der "Pille" noch selber Liebe empfinden oder erkennt er aufgrund seiner eigenen zu schwachen Dosierung das Gefühl nicht mehr?