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Studie
26. Oktober 2009 15:47; Akt: 26.10.2009 23:20 Print
Krebsgefahr durch andauernden Handygebrauch?
Wer über Jahre hinweg häufig über das Mobiltelefon plaudert, läuft vermutlich eher Gefahr, Jahre später mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert zu sein.
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Handymasten
Die Gefahr, die von Handystrahlung ausgeht, war bislang ein unkalkulierbarer Faktor. Nun deuten vorab veröffentlichte Informationen einer Langzeitstudie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf hin, dass die Krebsgefahr durch den häufigen Gebrauch von Mobilfunkgeräten signifikant ansteigt - besonders dann, wenn solche Geräte über mehrere Jahre hinweg zum Einsatz kommen.
Handystrahlung: Doch gefährlicher, als bisher vermutet. (Bild: Colourbox).
Ärztin Yvonne Gilli ist Nationalrätin (Grüne) und Mitglied der Ärzte für Umweltschutz.
Häufiger Hirntumore
Die komplette Studie soll laut der britischen Zeitung «Daily Telegraph» noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Demnach soll durch den häufigen Gebrauch von Handys die Entstehung drei verschiedener Hirntumor-Arten - aber auch dem oft tödlich verlaufenden Bauchspeicheldrüsenkrebs - begünstigt werden. Für die Untersuchung wurden in 13 Ländern Interviews mit Tumorpatienten, aber auch gesunden Menschen durchgeführt, befragt wurden zwischen 2000 und 2004 rund
Das Bundesamt für Gesundheit verwies bislang auf ein Bulletin zum Thema Strahlenschutz bei Mobiltelefonen. Dort wird bis zum «Vorliegen verlässlicher Forschungsresultate» geraten, «die Strahlenbelastung des Kopfes möglichst klein zu halten».
«Die Zahl der Krebserkrankungen könnte stark ansteigen»
Bereitet Ihnen die WHO-Studie Kopfschmerzen?
Yvonne Gilli: Auch wenn es schwierig ist, den Einfluss der Handystrahlung zu isolieren, könnte die Zahl der Krebserkrankungen stark ansteigen. Sorgen bereiten mir vor allem Kinder, weil ihr Kopf mehr Strahlung aufnimmt. Sie sollten überhaupt nicht mit dem Handy telefonieren.
Wie können Handystrahlen Tumore verursachen?
Im Labor haben lebende menschliche Zellen, die mit Handywellen bestrahlt wurden, Veränderungen im Erbgut gezeigt. Es wird vermutet, dass die Bestrahlung einen permanenten Stress darstellt, weswegen die Zelle fehlerhaft arbeitet und so nach Jahren ein Tumor entsteht.
Was kann die Politik tun?
Die Bevölkerung muss dringend besser informiert werden. Gerade Kinder und Jugendliche wissen viel zu wenig über die Gefahren Bescheid. Zudem muss sich die Schweiz international dafür einsetzen, dass strahlenarme Handys auf den Markt kommen.
Was kann der Handy-Benutzer selbst beitragen?
Er soll wenn möglich ein Headset benutzen, nur bei gutem Empfang telefonieren, kurze Gespräche führen, sich ein strahlungsarmes Handy kaufen und dieses beim Verbindungsaufbau nicht an den Kopf halten. Allgemein rate ich, das Handy nur zu benutzen, wenn es nicht anders geht.
(rre/hal)
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Alle 23 Kommentare




























Basisangebote ja - Spielereien nein
Das wäre doch für verantwortungsbewusste Anbieter ein erster Schritt in eine insgesamt gesündere Richtung. Würde angesichts der sich abzeichnenden Faktenlage auch dem Vorsorgeprinzip gerecht. Konsumenten u n d Aktionäre sind nachhaltigen Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen.
Handy-TV als typisches Beispiel
eines unnötigen Angebots zeigt einen Teil der Problematik. Muss alles, was technisch möglich ist und erst noch mit hohen Kosten auf den Markt und künstliche Nachfrage geweckt werden? Je breitbandiger umso grösser die Belastung und die Netzkapazität für Basisangebote kommt zusätzlich in den Clinch.
@ Alex Reichmuth: Stimmt nicht!
Was sie da bloggen entspricht nicht der Wahrheit. Die WHO hält die Resultate der Studie seit 2 Jahren zurück. Weshalb wohl? Dies berichten unabhängige Quellen. Es gibt korrekte Berichte von Saldo, K-Tipp, Aerztezeitung, franz. Fernsehen, CNN, BBC etc. - 20minuten gehört ein Lob.
Es ist eine Schande, dass
wir uns über ausländische Medien, Internet und Bürgerinitiativen über Risiken rund um den Mobilfunk näher informieren müssen. Dass zur Zeit Anhörungen im US-Senat über derartige Gefährdungen laufen, liest man bei uns praktisch nichts. Was wird bei uns in der Schweiz unternommen? Was machen Behörden?
Verweis auf BAG-Webseiten
Das BAG gibt m.W. einige präventive Hinweise und Infos für den Umgang mit Handy, DECT und auch WLAN. Immerhin.