Essen gegen Krebs

11. Februar 2010 07:16; Akt: 11.02.2010 08:04 Print

Rotwein und Schokolade als «Krebskiller»Rotwein und Schokolade als «Krebskiller»

Rote Trauben, dunkle Schokolade und Heidelbeeren, Knoblauch, Soja oder diverse Tees können Krebszellen «aushungern». Wenn es nach dem Forscher William Li geht, ist diese Entdeckung eine medizinische Revolution.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

«Wir bewerten Lebensmittel nach ihrer Fähigkeit, Krebs zu bekämpfen. Unser Essen ist unsere drei Mal tägliche Chemotherapie», sagte der Forscher William Li auf einer Konferenz in Long Beach im US-Bundesstaat Kalifornien.

Die Angiogenesis Foundation aus Massachusetts habe Lebensmittel ermittelt, die chemische Substanzen enthalten, mit denen die Blutversorgung von Tumoren geradezu abgeschnitten werde. Als Beispiel nannte Li auch eine Studie der Harvard Medical School, wonach Männer, die mehrmals pro Woche gegarte Tomaten essen, 30 bis 50 Prozent weniger unter Prostatakrebs litten.

«Überall geschieht eine medizinische Revolution», sagte Li. «Wenn wir Recht haben, dann wird das Auswirkungen auf Kosumentenfortbildung, Lebensmittelherstellung, die Volksgesundheit und sogar auf die Versicherungen haben.»

In Test verglichen Forscher der Foundation die Wirkung zugelassener Medikamente mit der von Petersilie, Weintrauben, Beeren und anderen Lebensmitteln. Dabei stellten sie fest, dass die Lebensmittel genauso gut oder besser gegen Krebszellen wirkten.

«Für viele Menschen kann die ernährungsmässige Behandlung von Krebs die einzige Lösung sein, denn nicht jeder kann sich Krebsmedikamente leisten.» Die krebsbekämpfenden Eigenschaften der Lebensmittel könnten auch dazu dienen, Körperfett schmelzen zu lassen, fügte Li hinzu. Denn auch Fett sei auf den Blutstrom angewiesen, den die Bestandteile dieser Lebensmittel beeinflussen.

(sda)