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Prävention
31. August 2012 12:27; Akt: 31.08.2012 12:44 Print
Pillen schlucken statt Krebs riskieren
von Fee Riebeling - Deutsche Ärzte raten: Geht raus an die Sonne – ohne Schutz. Sie wollen damit dem Vitamin-D-Mangel den Kampf ansagen. Schweizer Experten warnen.
Der Sommer ist vorbei, die Temperaturen sinken. Trotzdem sollte man die Sonne nicht unterschätzen. Denn zu viel UVB-Strahlung kann Hautkrebs verursachen. Allerdings bewirkt sie auch Gutes: Denn durch die Strahlen wird in der Haut Vitamin D produziert, das vor allem für den Kalzium-Stoffwechsel und somit für die Knochenbildung wichtig ist. Weil der Bedarf an Vitamin D nicht allein über die Nahrung gedeckt werden kann, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nun, von Frühling bis Herbst Hände, Arme und Gesicht ohne Sonnenschutz mindestens dreimal pro Woche der Sonne auszusetzen.
Wegen des Krebsrisikos ist ein ungeschütztes Sonnenbad keine Alternative, um Vitamin D zu tanken.(Bild: Keystone)
Vitamin D
Vitamin D hilft, Kalzium in den Knochen einzulagern. Besteht aber über längere Zeit ein Mangel, sind Knochenverformungen und -brüche die Folge. Besonders anfällig sind Babys, denn sie dürfen nicht ungeschützt in die Sonne. Deshalb kann ihr Körper das Vitamin D nicht selbst produzieren. Auch Senioren sollten Vitamin D über Tabletten aufnehmen. Denn im Alter nimmt die Fähigkeit ab, genug Vitamin D über die Haut herzustellen.
Dies abhängig vom Hauttyp während 5 bis 25 Minuten. Auf diese Weise könnten gesunde Menschen in den sonnigen Monaten genügend Vitamin D speichern, um in den dunkleren Monaten davon zu zehren. «Davon raten wir ab», sagt Robert Hunger, Leiter Dermatoonkologie am Inselspital in Bern. Zwar hätten verschiedene Studien gezeigt, dass die Vitamin- D-Versorgung auch hierzulande nicht ausreichend ist, doch «wer sich ungeschützt der Sonne aussetzt, erhöht sein Hautkrebsrisiko massiv.»
Betroffene, die einem Knochenabbau vorbeugen wollen, sollten Vitamin D deshalb besser in Form von Tabletten oder Tropfen aufnehmen. Dieser Ansicht ist auch Hautarzt Günther Hofbauer vom Unispital Zürich. Er rät: «Statt die Haut für einen gesunden Vitamin-D-Spiegel zu schädigen, sollte man lieber den ungefährlicheren Weg einschlagen.» Denn schwerwiegende Nebenwirkungen von Vitamin-D-Präparaten seien auch Jahrzehnte nach deren Lancierung nicht bekannt.

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