Transplantation

02. September 2010 14:22; Akt: 02.09.2010 17:15 Print

Wer nicht widerspricht, wird SpenderWer nicht widerspricht, wird Spender

von Runa Reinecke - Eine Widerspruchsregelung könnte in Deutschland jeden zum potenziellen Organspender machen. Der Vorschlag führte unter Politikern bereits zu heissen Diskussionen.

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Diese Organe können bereits Transplantiert werden.

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Mit der Nierenspende des SPD-Vorsitzenden Frank-Walter Steinmeier kochte die Diskussion um Organspenden in Deutschland wieder von Neuem hoch. Wie in der Schweiz stehen auch bei unseren nördlichen Nachbarn zu wenig geeignete Organe zur Verfügung, um schwerkranken Menschen zu helfen. Wie der «stern.de» schreibt, sind das alleine in Deutschland rund 12 000 Patienten. Die Phantasie, man könne bei lebendigem Leib eines lebenswichtigen Organs beraubt werden, hindert immer noch viele Menschen daran, einen Organspende-Pass auf sich zu tragen. Diese Haltung macht das Ausweichen auf sogenannte Lebendspenden – wie im Falle Steinmeier (er opferte eine seiner beiden Nieren für seine kranke Frau) – notwendig.

Widerspruch statt passiver Ablehnung

Um dem Mangel an Leichenspendern beizukommen, setzen sich einige deutsche Politiker nun für eine Reform der bisherigen Organspenderegelung ein, allen voran Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von der FDP. Für sie ist denkbar, dass Patienten zu Lebzeiten aktiv einer Organentnahme widersprechen müssen, damit sie nach ihrem Ableben nicht als Spender infrage kommen.

Keine gute Idee – zumindest, wenn es nach dem Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler geht. Seiner Meinung nach dürfe die Bereitschaft zur Organspende nicht verordnet werden. Er setzt vielmehr auf Intensivmediziner, die Angehörige im Falle des Ablebens eines Patienten von der Notwendigkeit einer Spende überzeugen sollen.

Auch bei uns ist die Widerspruchsregelung längst ein Thema: «In der Schweiz ist eine Motion hängig», weiss Franz Immer, Herzchirurg und Geschäftsführer von Swisstransplant. Immer zufolge sind «in Ländern, in denen die Widerspruchsregelung bereits in Kraft getreten ist, verfügbare Organe vergleichsweise zahlreicher.» In der Schweiz warten derzeit rund 1050 Patienten auf ein Spenderorgan.

Im Moment sieht die Gesetzgebung der Schweiz vor, dass vor der Organentnahme ein ausgefüllter und unterschriebener Organspendeausweis vorliegen muss. Ist das nicht der Fall, müssen die nächsten Angehörigen im Sinne des Verstorbenen entscheiden.

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  • Robert am 09.09.2010 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Grund, keine Organe zu spenden...

    ... ist die Körperspende, damit angehende Ärzte Operationen üben können. Dafür wird die Kremation und Beisetzung organisatorisch und finanziell übernommen. Ohne Körperspende keine Ärzte! Siehe

  • michi am 08.09.2010 03:59 Report Diesen Beitrag melden

    ja! sofort!

    genau das braucht die Welt! Denn bis jetzt sind alle zu faul, sich anzumelden. Besser umgekehrt, wem es was bedeutet kann sich abmelden, die faulen bleiben.

  • sili am 07.09.2010 21:39 Report Diesen Beitrag melden

    retten

    binn dabei auch dabei zu unterschreiben brauch nach dem tod eh nix mehr.