Neue Studie

08. Dezember 2011 18:44; Akt: 08.12.2011 18:44 Print

So reduzieren Sie Ihr Krebsrisiko um 40 Prozent

Nur wenige Dinge gilt es zu beachten, wenn man das Risiko an Krebs zu erkranken, deutlich senken will. Das besagt eine Studie des britischen Krebsforschungs-Instituts.

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Verschiedene Faktoren stehen im Verdacht, Krebserkrankungen zu begünstigen. Nachfolgend einige Beispiele... . Viele Sonnenschutzmittel enthalten gesundheitlich bedenkliche Stoffe. Trotzdem gilt: Lieber dick mit einer Creme mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen und somit das Hautkrebsrisiko minimieren. Sogenannte Azofarbstoffe werden auch zum Tätowieren verwendet. Sie stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Alkohol wird - wenn auch nur indirekt - zum Krebsrisiko: Seine Abbauprodukte können den Körper schädigen. Eine deutsche Studie brachte es ans Licht: Kinder, die in der Nähe von Atomkraftwerken aufwachsen, haben ein grösseres Risiko an Blutkrebs zu erkranken. Die genetische Disposition kann das Krebsrisiko erhöhen, wie zeigt. Schlanke Menschen leben gesünder - und verringern ihr Krebsrisiko (). Feuerwehrmänner leben auch langfristig wegen riskanter Einsätze gefährlich: Sie kommen regelmässig mit krebserregenden Stoffen in Kontakt. Diätexperten raten zum regelmässigen Verzehr von Fisch, Gemüse und Früchten. Wer viel rotes Fleisch (also Rind, Schwein, etc) zu sich nimmt und nicht auf eine ausgewogene Ernährung achtet, erhöht sein Darmkrebsrisiko. Das Rauchen eines Joints ist 20 Mal so krebserregend wie das Qualmen einer normalen Zigarette. Dies besagt eine Studie des Medizinischen Forschungsinstituts in Wellington, Neuseeland. Sogar in Kochutensilien wurden krebserregende Stoffe gefunden. gibts mehr zum Thema. Sogar Menschen, die regelmässig nachts arbeiten müssen, sind . Durch Raps erzeugter Treibstoff ist mit Vorsicht zu geniessen, wie in zu lesen ist.

Trotz grosser medizinischer Fortschritte ist nicht jeder Krebs heilbar.

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Der Krebs ist eine der grössten Geisseln unserer Gegenwart. Obwohl die Medizin der bedrohlichen Erkrankung ein breites Spektrum unterschiedlichster Medikamente, Operationsmethoden und radiologischer Therapien entgegenzusetzen weiss, gewinnt nicht jeder den Kampf gegen das Leiden.

Bereits im Jahr 2008 prognostizierte die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass der Krebs in den kommenden Jahren die weltweit häufigste Todesursache sein werde. Zuvor belegten Herz-Kreislauf-Erkrankungen den ersten Platz.

Zigaretten, Alkohol, Übergewicht

Doch es gibt Hoffnung: Darf man einer neuen Studie von Cancer Research UK (britisches Krebsforschungs-Institut) Glauben schenken, so sind wir Karzinomen, Sarkomen und Hämoblastosen nicht völlig hilflos ausgeliefert. Den Resultaten der Analyse zufolge lässt sich das Krebsrisiko um etwa 40 Prozent (bei Männern sind es sogar 45 Prozent) senken, vorausgesetzt, man lebt einigermassen gesund. Diese Werte decken sich im Grossen und Ganzen mit den in der Schweiz ermittelten: «Im Rahmen des nationalen Krebsprogramms für die Schweiz von 2011 bis 2015 gehen wir davon aus, dass 30 bis 50 Prozent aller Krebserkrankungen durch entsprechende Lebensweise vermeidbar sind», bestätigt Ursula Zybach, Leiterin Prävention Krebsliga Schweiz gegenüber 20 Minuten Online.

Zu den Säulen einer präventiven Lebensweise gehören - und das dürfte wohl niemanden überraschen - wenig bzw. nicht rauchen, kaum Alkohol trinken und ein «normales» Körpergewicht haben.

Übergewicht und Brustkrebs

Von allen genannten Risikofaktoren steht das Rauchen an erster Stelle. Der im britischen Guardian veröffentlichten Studie zufolge gehen 23 Prozent aller Krebsfälle bei Männern auf das Konto des Zigarettenkonsums, bei Frauen sind es immerhin 15,6 Prozent.

Ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko haben Frauen, die nicht auf eine ausgewogene Ernährung (reich an Ballaststoffen, Gemüse und Früchten) achten und zudem einige Pfunde zu viel auf die Waage bringen. Sie machen 9,2 Prozent aller Krebserkrankungen aus.

Frauen nach der Menopause besonders gefährdet

Grundsätzlich stellt das Übergewicht einen nennenswerten Faktor bei der Entstehung von Krebs dar: 5,5 Prozent aller in Grossbritannien gemeldeten Krebs-Patienten sind aufgrund ihrer übermässigen Leibesfülle erkrankt (6,9 Prozent der Frauen, 4,1 Prozent der Männer). Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist auf die hohe Brustkrebs-Rate bei den weiblichen Patienten nach den Wechseljahren zurückzuführen: Hier liegt der Faktor bei den übergewichtigen Frauen bei 80 Prozent.

Dem Alkohol sind 4 Prozent aller Krebserkrankungen zuzuschreiben. 3,5 Prozent sind auf übermässige Sonnenexposition zurückzuführen.

Die Zahlen aus Grossbritannien zeigen: Gute Präventionsarbeit, zu der auch die oben beschriebene Studie zählt, ist wichtig. Dennoch hat der Ständerat heute ein Gesetz abgelehnt, das es ermöglichen sollte, Massnahmen zur Krankheitsvorsorge und Gesundheitsförderung besser zu koordinieren und einzusetzen. Die Vorlage wanderte wieder zurück an den Nationalrat, wie hier nachzulesen ist.

(rre)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • T.K._CR am 09.12.2011 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    keine neuen Erkenntnisse..

    Ich versteh nicht ganz, wieso sich einige ueber diese Studie aufregen, ist ja gar nichts Neues, sondern eine Bestaetigung von vorausgegangen Erkenntnissen und Ratschlaegen, zu denen niemand gezwungen ist, sie umzusetzen. Und keine Studie schliesst Ausnahmen aus, es sind ja nur Richtwerte, die aufgrund von gesammelten Daten ausgewertet werden. Also ist es nur logisch, dass das nicht auf alle zutrifft.

  • Arbeitslos am 09.12.2011 21:45 Report Diesen Beitrag melden

    Paradox

    Es ist geradezu paradox: ständig wird propagiert dass man dieses und jenes tun soll um möglichst (gesund) alt zu werden Die Realität ist aber eine andere: heutzutage findet man selbst als sehr gut ausgebildete Person ab 35 nur noch schwer eine Arbeitsstelle! Seltsam, oder?

  • L.a. am 09.12.2011 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    überflüssig

    Dafür braucht es keine studie, jeder normale mensch weiss, dass rauchen, saufen und übergewicht schadet...

  • Peter Mayer am 09.12.2011 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Und weniger Mobiltelefone benutzen

    Etwas ging hier noch vergessen: Weniger Mobiltelefone benutzen reduziert das Risiko von Gehirn Tumoren. Da wird in Zukunft leider noch gewaltiges auf uns zukommen. Und wie bei Asbest und Rauchen wird man sich im nachhinein fragen, wieso man nicht schon früher gewarnt hat.

    • Peter Behauptung am 09.12.2011 23:36 Report Diesen Beitrag melden

      Behauptung

      noch keine Studie konnte dies Beweisen. Nicht einfach behaupten!

    • Jana Schneider am 10.12.2011 00:10 Report Diesen Beitrag melden

      Studie dazu?

      Wo gibt es diese Studie? Dann sollten aber Gehirntumor schon drastisch zugenommen haben. Und was ist mit all den Drahtlos-Festnetztelefonen, die schon seit etlichen Jahrzehnten gebraucht werden? Sehr gewagt dies mit Asbest und Rauchen zu vergleichen.

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  • Marco A am 09.12.2011 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klar

    Klar, und wenn ich jetzt alle 5 Vorschläge der 5 Studien befolge, von denen ich gelesen haben, sie sollen vorbeugend gegen Krebs wirken, dann hätte ich ein Krebsrisiko von -30 %.

    • Ricardo Granda am 10.12.2011 00:43 Report Diesen Beitrag melden

      Prozente und ihre Richtigkeit

      Das ist prozentual gesehen, wenn man mich mit meinem Lebenswandel dazurechnen würde, hätten Sie vielleicht +120%.

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