Gesellschaftlicher Druck

29. Juli 2010 22:50; Akt: 30.07.2010 11:18 Print

Mehr Abtreibungen bei DownsyndromMehr Abtreibungen bei Downsyndrom

von Andrea Schmits - Heute werden fast alle Kinder mit Diagnose Downsyndrom abgetrieben. Folge: Eltern, die behinderte Babys zur Welt bringen, müssen sich für ihr «unnötiges» Kind rechtfertigen.

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Dominique und Remo (Mitte) in der SF-Serie «Üsi Badi». (SF)

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Die meisten Zuschauer haben die 18-jährige Dominique und den 43-jährigen Remo aus der SF-Behinderten-Serie «Üsi Badi» schnell ins Herz geschlossen. Menschen wie sie, die das Downsyndrom haben, werden aber immer seltener. Nicht etwa, weil es die Behinderung nicht mehr gibt, sondern weil sich die meisten Schwangeren nach der Diagnose für eine Abtreibung entscheiden. Je nach Statistik variiert die Zahl der Abtreibungen zwischen 80 und 92 Prozent. «Man sieht deutlich, dass heute in den Behindertenheimen für Erwachsene prozen­tual mehr Menschen mit dem Downsyndrom leben, als dies in heilpädagogischen Schulen der Fall ist», so Roman Manser von der Hochschule für Heilpädagogik in Zürich. Das sei bedauerlich: «Erst die Vielfalt menschlicher Existenzen macht unsere Spezies doch so interessant.»

Laut Manser ist in letzter Zeit zudem der Druck auf werdende Mütter, entsprechende Voruntersuchungen machen zu lassen, massiv gestiegen: «Eltern, die sich für ein behindertes Kind entscheiden, müssen sich oft anhören, ihr Kind verursache der Gesellschaft unnötige Kosten.»

Dass solche Vorwürfe gang und gäbe sind, bestätigt auch eine betroffene Mutter: «Ich finde das grässlich. Das muss doch jede Mutter für sich entscheiden. Die Gesellschaft geht das überhaupt nichts an.»

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  • Katrin Steiner am 08.11.2010 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    WOW

    Ich kan nur bewunderung aussprechen an alle die Knder mit Down-Syndrom bekommen haben, und auch an die die das Syndrom haben. Ich schriebe für meine Abschlussnote gerade eine Arbeit über Down-Syndrom. Ich habe es sehr unterschätz bin aber fro das ich darüber schriebe! ich bewundere sie alle die Kraft und Energie die es braucht! Wenn sie Informationen und eigene Erfahrungen haben die sie teilen möchten und ich in meine arbeit mit verfassen darf. Könnten sie mir ein Mail schreiben an katy.steini@yahoo.de vielen Dank macht weiter so!

  • Lisa Amacher am 16.08.2010 22:39 Report Diesen Beitrag melden

    Tests, Tests und noch mehr Tests.

    Ich bin Omi eines kleinen Jungen 19. monate. Ja er ist auch ein Besonderes Kind(Behindert) Wir wussten bis zur 30 SSW Schwangerschaftswoche nichts..... Er ist da und wir lieben ihn.....

  • Sunny am 06.08.2010 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    An alle Mütter mit behinderten Kindern

    Es wurde nun viel über Pro und Kontra geschrieben... Ich möchte einfach mal ein dickes Lob an alle Mütter mit behinderten Kindern aussprechen, die sich dieser grossen Verantwortung stellen und jeden Tag 200% geben, ohne gross zu jammern, wie schlimm ihr Leben bzw. ihr Alltag ist. Trotz Mehrbelastung sind vermutlich von diesen Frauen weniger von Depressionen und Überforderung betroffen als andere mit gesunden Kindern.B R A V O!