Bewegung hilft

12. Oktober 2012 12:32; Akt: 13.10.2012 06:36 Print

Ein bisschen Sport vertreibt die Migräne

Gute Nachrichten für Migräne-Patienten: Wer drei Mal pro Woche Sport treibt, kann die Zahl der Kopfschmerzattacken um bis zu 45 Prozent verringern.

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Wer joggt, baut Stress ab, was sich positiv auf die Häufigkeit der Migräneattacken auswirkt. (Bild: Colourbox)

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Drei Mal die Woche Joggen oder Walken lohnt sich für Menschen, die an Migräne leiden. Gleich zwei Studien von Kieler Wissenschaftlern kamen zum Schluss, dass so die Zahl der Atttacken deutlich gesenkt kann.

In der ersten Studie teilten die Wissenschaftler um Stephanie Darabaneanu und Claudia H. Overath Probanden, die bisher keinen Sport getrieben hatten, in zwei Gruppen ein: Die einen blieben weiterhin passiv, die anderen trafen sich zehn Wochen lang dreimal pro Woche mit einem Trainer zum leichten Joggen. Ergebnis: Bei den Mitgliedern der sportlichen Gruppe hatte sich die Zahl der Migräneanfälle um 45 Prozent reduziert.

Ausdauersport hilft

Um herauszufinden, ob die Intensität des Trainings einen Einfluss hat, verglichen die Forscher dann eine Gruppe Migränepatienten, die zehn Wochen lang dreimal wöchentlich joggten, mit einer anderen Gruppe, die dreimal wöchentlich walken ging. In beiden Fällen reduzierten sich die Attacken um je 20 Prozent. «Ob man Joggen oder Walken geht, ist also nicht wichtig, Hauptsache man verschafft sich regelmässig Bewegung», sagt Overath.

Der Effekt hat nach Ansicht der Forscher damit zu tun, dass Ausdauersport, ähnlich wie Entspannungstraining, Stress verringert. Migränepatienten «nehmen mehr Reize wahr als Gesunde und bei ihnen ist die Schwelle, ab der das Gehirn ein ‹Zuviel› an Reizen bekommt, schneller erreicht. Dann kommt die Kopfschmerzattacke», erklärt Overath. Wichtig sei es daher für Patienten, prophylaktisch aktiv zu werden und Stress abzubauen.

(dapd)