Handanlegen hilft

12. Juli 2017 15:30; Akt: 12.07.2017 15:30 Print

Häufiges Ejakulieren schützt vor Prostatakrebs

Ärzte könnten Männern künftig empfehlen, häufiger zum Orgasmus zu kommen. Denn offenbar lässt sich so das Tumorrisiko reduzieren.

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Wer viel ejakuliert, senkt laut US-Forschern sein Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, erheblich. Konkret erkrankten jene Teilnehmer am seltensten an Prostatakrebs, die mindestens 21-mal pro Monat ejakulierten. Ihr Risiko war um 20 Prozent geringer als das der Männer, die es nur zweimal in der Woche taten. Doch das ist noch nicht alles, was es zum besten Stück des Mannes zu wissen gibt. Spannende Infos, für die die Zeit im Sexualkundeunterricht meist nicht reicht, finden Sie in den folgenden Bildern. Im männlichen Geschlechtsteil enden rund 4000 Nerven. Das erklärt, warum Vorhaut, Eichel und das Vorhautbändchen zu den wichtigsten erogenen Zonen eines Mannes zählen. Apropos Details: Von der Vorhaut bis zum Damm verläuft die Penisnaht. Dabei handelt es sich um eine Verwachsungsnaht. Bis zur 7. Schwangerschaftswoche sind die Genitalien aller Embryos weiblich. In der 8. Woche beginnt im Körper von Embryos mit männlicher Anlage die Produktion von männlichen Hormonen. Die winzigen Schamlippen schliessen sich und formen sich zur Verwachsungslinie. Obwohl dieser Teil der Entwicklung bei allen Penissen gleich läuft, gibt es zwei Arten von Penis: Der Blutpenis ist im schlaffen Zustand klein. Er wächst während der Erektion deutlich. Der Fleischpenis ist auch schlaff schon ziemlich gross und hat dem im erigierten Zustand meist nur wenig hinzuzufügen. Viele Männer haben Komplexe wegen ihres vermeintlich zu kleinen Penis. Dabei ist der Riesenpenis nichts anderes als ein Riesenmythos. So haben 95 Prozent der Männer einen - im Ruhezustand - zwischen 7,5 und 15 Zentimeter langen Penis. Alles über 19 Zentimeter ist als Ausnahme zu betrachten. Nach Schätzungen haben weltweit nur 5000 Männer einen Penis, der erigiert länger als 30 Zentimeter ist. Der längste dokumentierte Penis soll übrigens sage und schreibe 48,3 Zentimeter lang sein und dem Pornostar Long Dong Silver gehören. Allerdings gibt es Behauptungen, die imposante Länge verdanke er einer geschickten Bildmanipulation und einer täuschend echten Prothese. Laut dem amerikanischen Pionier der Sexualforschung, Alfred Kinsey, kann ein Mann übrigens innerhalb von drei Sekunden eine Erektion bekommen. Je nach Alter des Mannes wird sein Penis etwa elfmal pro Tag steif. Zusätzlich bekommt das männliche Geschlecht im Schlaf durchschnittlich fünf weitere Erektionen. Von einer Dauererektion (Priapismus) spricht man, wenn die Erektion länger als zwei Stunden anhält. Doch wünschen sollte man sie sich nicht. Denn die Angelegenheit ist ziemlich schmerzhaft. Priapismus ist immer ein Notfall. Deshalb muss ein Arzt spätestens sechs Stunden nach dem Beginn der Dauererektion die Behandlung einleiten, sonst stirbt Gewebe unwiderruflich ab. Beim Liebesakt mit Nadja Abd El Farrag soll sich Dieter Bohlen einst einen Penisbruch zugezogen haben. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine richtige Fraktur. Vielmehr wird das Einreissen der Penis-Schwellkörper als Penisbruch bezeichnet. Dies kann nur im erigierten Zustand passieren, etwa wenn er beim Sex zu ruckartig abgeknickt wird. Bei einem Penisbruch ist ein knackendes, peitschenartiges Geräusch zu hören. Danach setzt ein heftiger Schmerz ein, der Penis schwillt an und färbt sich blau. Noch bevor der Mann zum Höhepunkt kommt, tritt ein leicht klebriges und farbloses Sekret aus der Penisspitze: der Lusttropfen (Präejakulat), das männliche Pendant zum weiblichen Scheidensekret. Zusammen wirken beide wie ein natürliches Gleitmittel. Der Penis stösst das Ejakulat mit einer Geschwindigkeit von etwa 17 Kilometern pro Stunde aus. Das ist vergleichbar mit dem Tempo von Langstreckenläufern. Bei einzelnen Männern wurden sogar Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde gemessen. Tempo ist wichtig, damit die Spermien mit möglichst viel Druck in die Vagina gelangen. Das steigert die Chancen einer erfolgreichen Befruchtung. Beim Sex ist das Ejakulat durchschnittlich um 20 Prozent umfangreicher, als wenn der Mann selbst Hand anlegt. Laut Forschern produzieren Männer in ihrem Leben rund 50 Liter Sperma. Vorausgesetzt, sie ejakulieren von Jugend bis zum Rentenalter jeden zweiten Tag einmal. Für manche Männer ist nicht nur die Grösse ihres besten Stücks wichtig: Auch stark muss er sein. Den Titel als Mann mit dem stärksten Penis der Welt sicherte sich 1995 ein gewisser Mo Ka Wang aus Hongkong. Er stemmte 120 Kilogramm mit seinem Glied. Möglich war das nur dank jahrelangem Training. Wer sich bisher die Männlichkeit verletzte, hatte das Nachsehen. Doch nun ist es Forschern gelungen, im Labor ein Glied zu züchten, das wie ein normaler Penis funktioniert.

Zum Thema
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Jährlich erkranken rund 6200 Männer an Prostatakrebs, der laut Krebsliga Schweiz häufigsten Krebsart überhaupt. Dabei lässt sich das Risiko ganz einfach senken – und zwar durch regelmässige Samenergüsse, wie US-Forscher im Fachjournal «European Urology» berichten.

Umfrage
Liebe Männer, wie häufig ejakulieren Sie?
10 %
19 %
21 %
17 %
5 %
2 %
3 %
23 %
Insgesamt 6517 Teilnehmer

Für die Studie hat das Team um Jennifer R. Rider von der Harvard School of Public Health die Daten von rund 32'000 Männern ausgewertet, die zwischen 1986 und 2010 Auskunft zu der Häufigkeit ihrer Samenergüsse gegeben haben. Dabei spielte es keine Rolle, wie es zu diesen gekommen war. Die Antworten verglichen die Forscher dann mit der Gesundheit der Teilnehmer in den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten.

Abspritzen für die Gesundheit

Dabei zeigte sich, dass es einen statistischen Zusammenhang zwischen Samenergüssen und Prostatakrebs gibt: Denn je häufiger die Männer ejakulierten, desto geringer war ihr Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken.

Damit liefern die Ergebnisse laut Rider und ihren Kollegen «weitere Hinweise für die nützliche Rolle häufiger Ejakulationen während des gesamten Erwachsenenlebens».

Konkret erkrankten jene Teilnehmer am seltensten an Prostatakrebs, die mindestens 21-mal pro Monat ejakulierten. Ihr Risiko war um 20 Prozent geringer als das der Männer, die es ein- bis höchstens zweimal in der Woche taten (vier- bis siebenmal im Monat). Zwei bis drei Samenergüsse pro Woche (8 bis 12 im Monat) senkten das Risiko um immerhin zehn Prozent. Bei den Viel-Ejakulierern bildeten sich zudem auch seltener aggressive Tumorvarianten.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MärkiH am 12.07.2017 15:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Good News

    Das nenn ich mal tolle Neuigkeiten! Hoffentlich gibt's bald Rabatt bei der Krankenkasse pro Ejakulation :-)

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  • Dominus Disci am 12.07.2017 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    weiser Voraussicht

    Da hab ich mit 13 in weiser Voraussicht schon für mein ganzes «Erwachsenenleben» vorgesorgt.

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  • Mr. Crabs am 12.07.2017 15:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Cool in dem Fall eine Krankheit die ich nie bekommen werde;-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dany Smith am 13.07.2017 21:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nichts neues

    Das habe ich schon vor 40 jahren gehoert. Was is neu daran.

  • MikeO am 13.07.2017 21:11 Report Diesen Beitrag melden

    Vasektomie

    Es gibt Studien welche behaupten, dass sich das Risiko auf High-grade-Karzinom um 22 Prozent erhöht, wenn man sich unterbinden lässt. Gemäss der hier beschriebenen Studie bedeutet dies, dass bei diesen Männern praktisch täglich was passieren muss, um wieder ein ausgeglichenes Risiko zu bekommen. Das heisst ich höre jetzt auf zu schreiben, da ich wichtigeres zu tun habe...

  • Marc am 13.07.2017 20:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sport,sport,sport

    Ich lege täglich Hand an, in der Turngarderobe! Und wenn noch eine Arbeitskollegin mit der Überstunden hilft: gehts besser :-)

    • Loris am 13.07.2017 21:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marc

      Das ist auch Sport... macht Mukis an den Ärmen.. Deine Arbeitskollegin, trainiert die Wangen-Muskeln.. (lach)

    • Verwundert am 13.07.2017 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marc

      Sie wissen aber schon, dass die meisten Schweizerinnen asexuell sind? Auch die in der Garderobe.

    • Schüler am 13.07.2017 21:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marc

      Ohh ja, wie war das genau mit dem Ständer beim Turnlehrer während der Turnstunde? Jetzt ist alles klar! Sie machen es ja für Ihre Gesundheit. Schade aber dass die Mädels es nicht gerne ansehen! Sie können es mit diesem Bericht/Studie erklären in der nächste Turnstunde

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  • Stud Ius am 13.07.2017 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorschlag für andere Studie

    Es sollte mal einer nachweisen, dass Schlucken schöner macht. Wir Männer sollten so eine Studie crowdfunden.

    • Zyniker am 13.07.2017 16:46 Report Diesen Beitrag melden

      @Stud Ius

      Nun ja,... die Ascorbinsäure im Ejakulat strafft die Haut ;-) noch Fragen

    • Kurt am 13.07.2017 22:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Zyniker

      Wirkt das von innen oder von aussen? Verdauen oder auftragen? Gut, meist geht eh was daneben, aber meine Frau könnte es echt brauchen.

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  • Berner Bär am 13.07.2017 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues!

    Nichts Neues im Westen! Das hat uns schon unser Bio-Lehrer im Gymnasium vor 30 Jahren erzählt. Ebenso wie die hormonelle Umstellung, die bei einer Schwangerschaft eintritt vor Brustkrebs schützen kann.