Schmerzhafte Ablagerung

12. September 2017 09:51; Akt: 12.09.2017 10:53 Print

Dieses «Ei» wuchs in der Blase eines Amerikaners

Weil das Pinkeln Probleme machte, hat sich ein Amerikaner an eine Klinik gewandt. Dort staunte man über die Ursache der Schwierigkeiten.

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Ärzte in Kalifornien haben einem 64-jährigen Mann zwei Blasensteine entfernt, wobei der eine beinahe so gross wie ein Straussenei war. Der Mann hatte sich auf der Notfallstation eingefunden, weil seine linke Seite schmerzte und ihm das Wasserlassen Schwierigkeiten bereitete.

Dort entdeckten die Mediziner mithilfe der Computertomographie, dass in der Blase des Mannes ein 770 Gramm schwerer Stein sass, der immerhin 12 auf 9,5 auf 7,5 Zentimeter mass, wie das «New England Journal of Medicine» schreibt. Zum Vergleich: Ein Straussenei kann einen Durchmesser von 15 Zentimeter erreichen. Typischerweise ist es etwa 1300 Gramm schwer.

Im Scan tauchte auch noch ein zweiter Stein auf, der in der linken Harnleiter steckte. Die Harnleiter verbinden die Nieren mit der Blase. Dieser Stein war deutlich kleiner. Er konnte mit einem Laser zertrümmert werden.

1,9 Kilogramm schwer

Nicht so der grosse Blasenstein. Er musste mittels eines operativen Eingriffs entfernt werden. Doch so eindrücklich er war, es ist nicht der grösste je dokumentierte Blasenstein. Diese Ehre ging an einen Stein, den Ärzte 2003 einem 62-jährigen Krebspatienten in Brasilien entnahmen. Er wog 1,9 Kilogramm und war 17,9 Zentimeter lang, wie Guinness World Records schreibt.

Auch der 64-jährige Amerikaner war ein ehemaliger Krebspatient. Ihm musste vor zehn Jahren die Blase entnommen und durch eine sogenannte Neoblase ersetzt werden. Dieser Blasenersatz wird aus Dünndarmgewebe erstellt und bietet erfahrungsgemäss einen guten Nährboden für sehr grosse Blasensteine, da die Patienten lange keinerlei Beschwerden verspüren.

Blasensteine bilden sich, wenn der Körper dehydriert oder der Urin zu konzentriert ist. Dann bilden sich kleine Kristalle in der Blase, die sich mit der Zeit ansammeln und zu grösseren Steinen verbinden.

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Radiesli am 12.09.2017 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Wasser trinken beugt vor

    Wow, ein Grund mehr, mindestens 2 Liter Wasser am Tag zu trinken, egal welches Wetter draussen herrscht!

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  • Dr. Blass Steiner am 12.09.2017 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Calcium Oxalat Stein

    Die Begründung für die Entstehung von Blasen- und Nierensteinen ist nicht ganz korrekt und führt zu Verwirrung. Oft ist die Ernährung in Kombination mit vorangegangenen Infekten ursächlich für die Bildung von Steinen. In fast 90 % der Fälle findet man hierbei Calcium Oxalat Steine. Oxalsäure ist oft in Erdbeeren, Spinat, und vielen anderen Lebensmitteln vorhanden. In Verbindung mit einem zu hohen Calcium Anteil (viele Gründe) können sich Steine bilden. Veranlagung (erblich) spielt ebenfalls eine Rolle. Es braucht also mehr als nur das vielgerufene "wenig Trinken" als Ursachevon Blasensteinen.

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  • Amanda_X am 12.09.2017 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Autsch

    Ach du heilliger Bimbam muss der Mann gelitten haben. Unglaublich in Amerika. Hier lässt man sich öfters und rascher untersuchen in der Schweiz. Kaum vorstellbar hier. Und der oberschlaue Trump will auch Obamacare absetzen. Er fühlt sich jetzt bestimmt wie neu gebohren. Wirklich erstaunlich dieses Ding.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Urschweizer am 27.09.2017 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Habe meinen Vater durch einen Blasenstein verloren

    Mein Vater hätte auch so ein "Ding", es war etwa 10 cm lang und wog 72 g. Leider gab es nach der Operation eine Infektion die kurze Zeit später zum Tod führte.

  • as140 am 13.09.2017 19:36 Report Diesen Beitrag melden

    @Amandax

    Trump will es absetzen, weil die Mehrheit der Amerikaner Obamacare nicht wollte.

  • as140 am 13.09.2017 19:35 Report Diesen Beitrag melden

    @Radiesli

    Man soll täglich mindestens 2 Liter Wasser zu sich nehmen. Man muss aber bedenken, dass man bereits durch das Essen Wasser aufnimmt.

  • M.G. am 13.09.2017 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Im Alter prophylaktisch trinken

    auch wenn kein Durstgefühl da ist. Am besten früh mit einer Ritualisierung des Wassertrinkens anfangen, immer zu einer bestimmten Uhrzeit trinken. Das hilft nicht nur Harnsteinen vorzubeugen sondern sorgt auch für einen klaren Kopf (schon eine leichte Dehydrierung führt im Alter zu Desorientierung und Verwirrtheit).

    • Peter Müller am 13.09.2017 19:15 Report Diesen Beitrag melden

      Trinken im Alter

      Im Alter kann man nicht viel trinken, weil das Herz das nicht mehr bewältigen kann.

    • Das Brot am 16.09.2017 13:01 Report Diesen Beitrag melden

      Sie scheinen merkwürdig verkabelt...

      ... wenn Sie mit dem Herzen trinken...

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  • Nervensäge am 13.09.2017 06:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So wie im Universum

    Da haben wir auch Steine ;-)