Erhöhtes Krebsrisiko

23. September 2011 16:30; Akt: 19.12.2011 12:08 Print

Die Morgen-Zigarette ist die schädlichste

Je früher man sich am Tag die erste Zigarette anzündet, desto höher ist das Krebsrisiko. Wer direkt nach dem Aufwachen raucht, leidet Experten zufolge häufiger an Tumoren.

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Verschiedene Faktoren stehen im Verdacht, Krebserkrankungen zu begünstigen. Nachfolgend einige Beispiele... . Viele Sonnenschutzmittel enthalten gesundheitlich bedenkliche Stoffe. Trotzdem gilt: Lieber dick mit einer Creme mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen und somit das Hautkrebsrisiko minimieren. Sogenannte Azofarbstoffe werden auch zum Tätowieren verwendet. Sie stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Alkohol wird - wenn auch nur indirekt - zum Krebsrisiko: Seine Abbauprodukte können den Körper schädigen. Eine deutsche Studie brachte es ans Licht: Kinder, die in der Nähe von Atomkraftwerken aufwachsen, haben ein grösseres Risiko an Blutkrebs zu erkranken. Die genetische Disposition kann das Krebsrisiko erhöhen, wie zeigt. Schlanke Menschen leben gesünder - und verringern ihr Krebsrisiko (). Feuerwehrmänner leben auch langfristig wegen riskanter Einsätze gefährlich: Sie kommen regelmässig mit krebserregenden Stoffen in Kontakt. Diätexperten raten zum regelmässigen Verzehr von Fisch, Gemüse und Früchten. Wer viel rotes Fleisch (also Rind, Schwein, etc) zu sich nimmt und nicht auf eine ausgewogene Ernährung achtet, erhöht sein Darmkrebsrisiko. Das Rauchen eines Joints ist 20 Mal so krebserregend wie das Qualmen einer normalen Zigarette. Dies besagt eine Studie des Medizinischen Forschungsinstituts in Wellington, Neuseeland. Sogar in Kochutensilien wurden krebserregende Stoffe gefunden. gibts mehr zum Thema. Sogar Menschen, die regelmässig nachts arbeiten müssen, sind . Durch Raps erzeugter Treibstoff ist mit Vorsicht zu geniessen, wie in zu lesen ist.

Durch eine gesunde Lebensweise lässt das Krebsrisiko mindern.

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Raucher, die sich die erste Zigarette direkt nach dem morgendlichen Aufwachen anzünden, haben ein grösseres Risiko für Lungenkrebs beziehungsweise Tumoren im Kopf- und Halsbereich als Raucher, die erst später am Tag zur Zigarette greifen. Auf zwei entsprechende neue Studien weist der Lungenfacharzt Dieter Köhler von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hin: «Dadurch lassen sich Menschen identifizieren, die besonders stark tumorgefährdet sind und gleichzeitig offenbar auch besonders stark nikotinabhängig, so dass sie ein rigideres Entwöhnungsprogramm benötigen als weniger nikotinsüchtige Raucher», erklärt er.

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Insgesamt 896 Teilnehmer

Warum der frühere Griff zur Zigarette besonders gesundheitsschädigend sei, wisse man noch nicht, sagt Köhler. «Theoretisch könnte man erwarten, dass ein süchtigeres Rauchverhalten auch zu einem höheren Tabakkonsum führt. Das scheint aber nicht durchgehend der Fall zu sein - wer früher zur Zigarette greift, raucht also nicht unbedingt auch mehr Zigaretten am Tag.» Möglicherweise werde durch den früheren Zeitpunkt des Rauchens nach dem Aufstehen die Verstoffwechselung der aufgenommenen Schadstoffe beeinflusst, so dass sich bei den Betroffenen tendenziell mehr Schadstoffe beziehungsweise deren Abbauprodukte anreicherten.

(dapd)