Gute-Nacht-Programm

09. Juli 2009 12:11; Akt: 09.07.2009 15:16 Print

So einschläfernd kann das Internet seinSo einschläfernd kann das Internet sein

Augen auf, damit sie später besser zufallen: US-Forscher entwickelten ein Internet-Programm, mit dessen Hilfe sich Schlafstörungen offenbar einfach wegklicken lassen.

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Wenn Sie mittags schlafen, müssen Sie sich über fehlende Abendmüdigkeit nicht wundern. Versuchen Sie es statt dessen mit einem zehn- bis 15- minütigen Powernap - so tanken Sie neue Energie und fallen nicht in Tiefschlafphasen. Fettige und schwer verdauliche Mahlzeiten sollten Sie ca. vier Stunden vor dem Schlafengehen vermeiden. Essen Sie lieber über den Mittag etwas üppiger. Kaffee? Gerne, aber nicht nach 16:00 Uhr! Wenn Sie unter Schlafstörungen leiden, sollten Sie partout koffeinhaltige Getränke ab dem späten Nachmittag meiden. (Bild: Pixelio.de) Nutzen Sie Ihre «Schlafoase» nicht für Tätigkeiten wie Arbeiten oder Lesen am Tag: Ihr Bett ist zum Schlafen da! Ein paar Zeilen aus einem wenig aufregenden Buch sind allerdings abends vor dem Einschlafen erlaubt. Sportliche Verausgabung ist für den Schlaf förderlich - allerdings sollten Sie die Trainingseinheiten vor 20:00 Uhr beendet haben. (Bild: Pixelio.de) Stress vor dem Schlafengehen ist ein echter Garant für eine sogenannte Insomnia. Wenn Ihr Kopf im Bett «weiter arbeitet», kommen Sie nicht zur Ruhe. Verbannen Sie den Wecker von Ihrem Nachttisch: Wenn Sie immerzu auf die Uhr starren, machen Sie sich Ihre schlaflosen Stunden bewusst. Hören Sie vor dem zu Bett gehen entspannende Musik. (Bild: pixelio.de) Auch Enspannungsprogramme wie Yoga, autogenes Training, Qi Gong oder Progressive Muskel Relaxation können als Ritual vor dem Schlafengehen helfen. (Bild: Pixelio.de) Tun Sie sich vor dem Schlafengehen keinen packendem Thriller an. Am besten, Sie verzichten direkt vor dem Gang in die «Falle» aufs Fernsehen. (Bild: Pixelio.de) Gehen Sie immer zur selben Zeit zu Bett und versuchen Sie die ganze Woche über - auch am Wochenende - ungefähr zur gleichen Zeit aufzustehen. So gewöhnt sich Ihr Organismus an einen regelmässigen Schlafrythmus. (Bild: Pixelio.de) Gönnen Sie sich vor dem Zähneputzen eine Tasse heisse Milch mit Honig oder einen Kräutertee. Achten Sie darauf, dass das Getränk kein aufputschendes Teein oder Koffeein beinhaltet. (Bild: Pixelio.de) Lassen Sie sich am Abend ein Vollbad mit Lavendel- oder Melissenzusatz ein. Danach können Sie sich entspannt in Ihr Duvet kuscheln. (Bild: Pixelio.de) Lüften Sie vor dem zu Bett gehen gut durch und achten Sie darauf, dass Ihr Schlafzimmer dunkel ist. Falls Sie nachts von Lärm gestört werden könnten: Benutzen Sie Ohrstöpsel.(Bild: Pixelio) Sollten Sie trotzdem nicht gut schlafen: Andauerndes Hin- und Herwälzen macht es nur schlimmer: Stehen Sie auf, gehen Sie ein paar Schritte - aber lassen Sie das TV-Gerät aus! Warten Sie ruhig ab, bis Sie wieder müde werden. (Bild: pixelio.de) Führen Sie Buch über Ihre Schlafgewohnheiten. Schreiben Sie auf, wann Sie zu Bett gehen, nachts aufwachen und wann Sie aufstehen. So können Sie mit einem Experten Ihren Schlafstörungen auf den Grund gehen. (Bild: Pixelio.de)

HILFE BEI SCHLAFSTÖRUNGEN: Wer diese Tipps befolgt, wälzt sich nachts seltener im Bett hin und her.

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Wenn das Schäfchenzählen nicht weiterhilft oder nur noch Medikamente das Einschlafen fördern, könnte ein Internet-Programm zukünftig weiterhelfen. Die von Wissenschaftlern der Universität Virginia, USA, entwickelte Software hört auf den Namen «Sleep Healthy Using the Internet» - kurz SHUTi.


Na dann: Gute Nacht!

Frances Thorndike, einer der Verantwortlichen des Projektes ist davon überzeugt, dass SHUTi eine kostengünstige und zugleich gesunde Alternative für Patienten mit Schlafstörungen werden könnte. Das Programm basiert auf verschiedenen Modulen, die dem Anwender auf unterhaltsame Weise Tipps für einen ruhigen und tiefen Schlaf vermitteln. Neben dem Hauptbestandteil - einem Schlaftagebuch, mit dessen Hilfe sich sämtliche Gewohnheiten und Besonderheiten rund um die Nachtruhe dokumentieren lassen - kann sich der Benutzer durch interessante Lektüre lesen, die ein oder andere Quiz-Frage beantworten oder sich mittels Games spielerisch mit der Materie vertraut machen. «SHUTi ist ein interaktives und direkt auf die Bedürfnisse des Users abgestimmtes Programm», sagt Thorndike in einem Interview mit der Nachrichtenagentur «AP».

Eine im Zusammenhang mit SHUTi durchgeführte Studie, an der insgesamt 45 Probanden mit Schlafstörungen teilnahmen, schloss mit vielversprechendem Ergebnis ab: Die 22 Testpersonen, die das Programm ausprobierten, litten seltener unter nächtlichen Wachphasen als die «unbehandelte» Gruppe.

(rre)