Tabakemissionen

03. Dezember 2009 10:55; Akt: 03.12.2009 22:31 Print

Passivrauchen kostet jährlich 420 MillionenPassivrauchen kostet jährlich 420 Millionen

Passivrauchen verursacht in der Schweiz jährliche Gesundheitskosten von über einer halben Milliarde Franken. Das zeigen Studien des Schweizerischen Tropeninstituts in Basel. Tausende Lebensjahre gehen verloren, weil Menschen dem Tabakrauch anderer ausgesetzt sind.

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Wer raucht, gefährdet die eigene Gesundheit - doch leider nicht nur die eigene: Dadurch, dass das Rauchen in der Schweiz immer noch «salonfähig» ist, werden auch Nichtraucher den Tabakemissionen in öffentlichen Räumen - im Besonderen in gastronomischen Betrieben - ausgesetzt. Passivrauchen erhöht nachweislich das Risiko für Herzinfarkt, Lungenkrebs und andere respiratorische Erkrankungen.

Weniger Herzinfarkte dank Rauchstopp

Während viele Nachbarländer bereits ein mehr oder weniger einheitliches Rauchverbot in Cafés, Restaurants und Beizen eingeführt haben, wird in der Schweiz noch bis zum 1. Mai 2010 weitergequalmt. Dabei lohnt sich der Rauchstopp: Länder, in denen ein Rauchverbot für öffentliche Räume eingeführt wurde, verzeichneten einen Rückgang von durchschnittlich 16 Prozent für herzinfarktbedingte Spitaleintritte, wie das Institut für Sozial- und Präventivmedizin am Schweizerischen Tropeninstitut in Basel in einer jetzt veröffentlichten Studie festhält.

70 000 zusätzliche Spitaltage, 3000 verlorene Lebensjahre

Grundlage für die Untersuchung bildet die Situation des Jahres 2006. Damals waren 84 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz zumindest gelegentlich vom Passivrauchen in der Gastronomie betroffen. 21 Prozent waren in öffentlich zugänglichen Innenräumen durchschnittlich sogar mehr als eine Stunde pro Tag dem Tabakrauch anderer ausgesetzt. Das führt zu 70 000 zusätzlichen Spitaltagen und 3000 verlorenen Lebensjahren. Die damit verbundenen Gesundheitskosten betragen mindestens 420 Millionen Franken. Davon sind 45 Prozent auf passivrauchbedingte Herzinfarkte und 29 Prozent auf zusätzliche Lungenkrebsfälle zurückzuführen.

Nichtraucherbereich bringt wenig

Wie die Wissenschaftler herausfanden, bietet ein Nichtraucherbereich nur einen bedingten Schutz vor Passivrauch: Eine Messkampagne in Schweizer Restaurants und Bars zeigte, dass die Feinstaubbelastung im Nichtraucherbereich mehr als doppelt so hoch ist wie in einem reinen Nichtraucherbetrieb, selbst wenn nur in einem separat abgetrennten Raum geraucht wird. Wirklich sinnvoll seien deshalb nur komplett rauchfreie Räumlichkeiten.

(rre)

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  • Gianin May am 28.12.2009 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Rauchen in der Beiz

    Dass man in Bars, Restaurant etc. rauchen darf/durfte war nicht die Entscheidung der Raucher sondern die der Wirte und es gab kein Gesetz das dagegen sprach. Es gibt/gab Nichtraucherbeizen, aber die waren nicht die coolen Orte also war es einfacher dem anderen zu sagen, dass er nun nicht mehr rauchen darf, das ist einfacher als selbst was cooles auf die Beine zu stellen.

  • Tom am 09.12.2009 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    blöde Zahlenschubserei

    und wenn alle aufhören kommt die AHV und jammert. Ich rauche nicht und habe Atemprobleme. Rauchen ist nur eine einfachrere Erklärung als die Inhaltsstoffe E001 bis E999 und deren unerforschte Zusammenwirkung,Analoglebensmittel, Gentechnik, Ersatzstoffe, künstliche Aromen, transgene Fette und so weiter. Wenn das Rauchen weg ist wird man merken das dieser gepanschte Frass uns umbringt.

    • Hans Meier am 10.12.2009 13:10 Report Diesen Beitrag melden

      Fatalismus

      Das ist Quatsch. Rauchen schadet. Basta.

    einklappen einklappen
  • wo problem am 05.12.2009 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wo Rauchverbot

    herrscht wird nicht geraucht.Halten sich doch alle Raucher daran.