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Verheerender Missgriff
06. Oktober 2010 15:57; Akt: 06.10.2010 16:16 Print
Augentropfen mit Kleber verwechselt
Um ihre Augen nach einer Operation feucht zu halten, bediente sich eine Frau aus Arizona eines kleinen Fläschchens. Ein schlimmer Fehlgriff, wie sich schnell herausstellen sollte.
Im vergangenen Jahr unterzog sich Irmgard Holm aus Arizona (USA) einer Augenoperation, da sie unter dem Grauen Star litt. Um die Genesung zu unterstützen, benutzte sie täglich Augentropfen. Dass sie das Augenmedikament mit einem Fläschchen anderen Inhalts verwechselte, sollte für die ältere Damen schlimme Folgen haben: Anstatt sich der heilenden Tropfen zu bedienen, verwendete sie Sekundenkleber. Schon während der Applikation begannen Holms Augen zu brennen. «Die Fläschchen sehen gleich aus und ich bin auch nicht mehr die Jüngste – senil bin ich deshalb aber noch lange nicht», erklärte sich Holm im Interview mit «FoxPhoenix.com».
Um das Brennen in den Augen zu lindern versuchte die verzweifelte Frau, ihre Sehorgane mit Wasser auszuwaschen – vergeblich: der Sekundenkleber hielt leider, was er versprach. Nur wenige Momente nach der Anwendung vermochte Holm ihre Augen nicht mehr zu öffnen.
Erst im Spital konnte Holm geholfen werden: die Ärzte befreiten die aneinanderhaftenden Augenlider von der chemischen Masse und wuschen den Klebstoff rasch aus, um bleibende Schädigungen der Augen zu vermeiden.
Laut Food and Drug Administration (FDA), der Zulassungsstelle für Nahrungs- und Arzneimittel in den USA, ist das Schicksal der älteren Dame leider kein Einzelfall. Sie ruft Hersteller von Sekundenklebern deshalb auf, Form und Grösse ihrer Fläschchen dahingehend zu verändern, dass sie nicht mehr mit Augentropfen verwechselt werden können.
(rre)

























