Brustkrebs-Risiko

10. Juni 2017 21:49; Akt: 10.06.2017 21:49 Print

Deos mit Alu hinterlassen gefährliche Spuren

von Fee Riebeling - Frauen, die in jungen Jahren oft Deos mit Aluminiumsalzen nutzen, haben später ein deutlich erhöhtes Brustkrebs-Risiko.

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Deos, die Aluminiumsalze beinhalten, verschwinden zunehmend aus den Regalen. Dass diese Entwicklung richtig ist, berichten nun Forscher der Medizinischen Universität Innsbruck im Fachjournal «EBioMedicine».

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Demnach haben Frauen, die in jungen Jahren regelmässig und mehrmals täglich Deos mit Aluminiumsalzen verwendet haben, ein grösseres Brustkrebsrisiko als jene, die Produkte ohne Alu-Zusatz genutzt haben.

Wie viel Alu steckt im Brustgewebe?

Für die Studie befragte das Team um Caroline Linhard zunächst 418 Frauen zu den von ihnen verwendeten Deos. Die eine Hälfte litt an Brustkrebs, die andere hatte keinerlei Erfahrung mit einer Krebserkrankung.

Zusätzlich nahmen die Forscher bei 100 der Brustkrebspatientinnen und 52 gesunden Teilnehmerinnen Gewebeproben aus der Brust. Diese untersuchten sie auf ihre Aluminiumkonzentration hin.

Brustkrebs-Risiko steigt bei vermehrter Deo-Anwendung

Die statistische Auswertung der Daten zeigt, dass vor allem Frauen, die angegeben haben, in jungen Jahren sehr häufig, sprich mehrmals täglich, Deodorants verwendet zu haben, ein erhöhtes Brustkrebsrisiko aufweisen.

«Auch wenn von allen befragten Frauen nur sechs Prozent zu dieser Gruppe mit sehr häufiger Nutzung gehören, sind unsere Auswertungen statistisch signifikant», schreibt die Hochschule Linhart in einer Mitteilung.

Weiter zeigte sich, dass Frauen mit Brustkrebs eine signifikant höhere Aluminiumkonzentration im Brustgewebe aufweisen als die gesunden Frauen in der Studie. Dies gelte vor allem für Frauen mit Tumoren in Achselnähe.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Zwar verweisen Linhart und ihre Kollegen darauf, dass diese Erkenntnis kein definitiver Beweis dafür sei, dass Aluminiumsalze krebsauslösend sind. Doch ein Zusammenhang ist sehr wahrscheinlich.

Das zeigte eine Studie von Forschern der Clinique des Grangettes in Genf im Herbst 2016. In dieser bildeten Brustzellen von Mäusen, die mit Aluminiumchlorid behandelt worden waren, aggressive Tumore, die breit streuten.

Wie die Genfer Forscher kommen auch die österreichischen zu dem Schluss, dass man sich bis zur vollständigen Klärung der Bedeutung von Aluminiumsalzen als potenziell krebsauslösender Stoff von aluminiumhaltigen Deos fernhalten sollte.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Betroffene am 10.06.2017 22:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brustkrebs

    Was dürfen wir noch gebrauchen oder essen? Nichts! Alles löst Krebs aus. Warum immer diese Angstmacherei? Könnte es nicht auch an fehlenden Hormonen liegen? Wer untersucht das?

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  • Dr. Djokovic am 10.06.2017 22:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verschwörungstheorie

    Vor nicht all zu langer Zeit galt man als Verschwörungstheoretiker wenn man dieses Thema aufgriff. Welche Verschwörungstheorien werden in der Zukunft noch als wahr entlarvt? Denkt nach.

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  • EMM am 10.06.2017 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zitat

    ((Zwar verweisen Linhart und ihre Kollegen darauf, dass diese Erkenntnis kein definitiver Beweis dafür sei, dass Aluminiumsalze krebsauslösend sind. Doch ein Zusammenhang ist sehr wahrscheinlich)) Es soll also kein beweis sein dass Aluminiumsalze Krebsauslösend sind. Und trotztem landen sie bei unserem Regalen. Nun, wenn der Profit stimmt, Verschwindet der Moral. Ich will mich gar micht vorstellen, welche bedenkliche Produkte sonst noch gibt. Letztendlich, muss jeder selbst Wissen was man Konsumiert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mar Gotta am 16.06.2017 13:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und doch

    Nichts geht über Borotalco. Der beste Deo gegen Schweiss. Pupertierende schwören drauf ! Hält lange an.

  • Marianne am 14.06.2017 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Hersteller wussten Bescheid

    es ist schon unglaublich was uns Konsumenten alles untergejubelt wird. Jahrelang haben wir DEOs mit Aluminium benutzt und wussten nicht das Gesundheitsschädigende Bestandteile drin sind. Erst als der Fall Bublik wurde von einer Frau die bis Amerika gereist ist um zu Beweisen dass ihr Brustkrebs von DEOs ist.

  • Leider am 12.06.2017 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jo

    Ja wenn man Deo's ohne Aluminium nimmt hat es dafür sonst irgend welche Stoffe drin die niemand kennt und sowieso auch giftig sind so wie diese Namen klingen

    • nini am 12.06.2017 18:14 Report Diesen Beitrag melden

      Quatsch

      @Leider Nein, nicht unbedingt. Man soll sich nur mit der Thematik auseinandersetzen, sich informieren und dann weiss man, was drin steckt und womit man es zu tun hat.

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  • Romina am 12.06.2017 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    Warum erst jetzt das Umdenken?

    Das ist eine Tatsache, über die seit Jahren geschwiegen wird, obwohl man das schon lange wusste, bzw. im Verdacht hatte. Auch ich bekam Brustkrebs... Warum erst jetzt das Umdenken?

    • anita am 17.06.2017 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Romina

      besser jetzt als nie... das mit Aluminumsalz ist seit Jahren bekannt aber wenn die Leute alles kaufen ohne zu interfragen, dann dauerts länger bis sie aufgeklärt werden...

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  • Was soll das am 12.06.2017 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kindergartenstudie

    Es ist schwer zu glauben, dass die Resultate erst im 2017 bekannt sind, wenn sie denn stimmen. Die schädliche Wirkung von FCKW auf die Ozonschicht konnte vor Jahrzehnten belegt werden, ein hochkomplexes Problem. Was soll diese neue Studie nun bewirken?