Neue Studie

14. März 2017 04:52; Akt: 16.03.2017 12:01 Print

Eltern leben länger als Kinderlose

Wer Kinder hat, kann mit zwei Jahren mehr Lebenserwartung rechnen, wie eine neue Studie herausgefunden hat.

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Haben einen gesünderen Lebenswandel als Kinderlose: Eltern mit ihrem Nachwuchs. (Archivbild) (Bild: Keystone)

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Sicher, viele Eltern quält der Schlafmangel der Babyjahre. Und dann wären da die nervigen Quengeleien ihrer Kleinkinder, gefolgt von den Revolten und Launen der Kindheit. Ganz zu schweigen von der Hölle der Pubertät. Dennoch: Elternschaft geht einer am Dienstag veröffentlichten Studie zufolge mit einer längeren Lebenserwartung einher – insbesondere in höherem Alter.

Bis zum Alter von 60 Jahren beträgt der durchschnittliche Zugewinn an Lebenserwartung bei Menschen mit Kindern im Vergleich zu kinderlosen rund zwei Jahre, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift «Journal of Epidemiology & Community Health» schreiben. Allerdings sind die Gründe vielschichtig, Kinderhaben allein sei es nicht.

Niedrigeres Sterberisiko dank einem Kind

Die Forscher untersuchten die Lebenszeit von zwischen 1911 und 1925 in Schweden geborenen Frauen und Männern; insgesamt 1,4 Millionen. Unterschieden wurde zwischen Kinderlosen und Menschen mit Nachwuchs sowie Verheirateten und Unverheirateten.

Das Ergebnis lautet: Wer mindestens ein Kind hatte, wies ein niedrigeres Sterberisiko auf, wobei Männer absolut gesehen besser wegkamen als Frauen. «Im Alter von 60 Jahren betrug die Differenz bei der Lebenserwartung zwei Jahre bei Männern und eineinhalb bei Frauen», heisst es in der Studie.

80 Jahre alte Väter konnten demnach noch auf sieben Jahre und acht Monate Lebenszeit hoffen, während kinderlosen Altersgenossen nur noch sieben Jahre blieben. Für gleichaltrige Mütter waren demnach noch neuneinhalb Jahre möglich, während ihren Altersgenossinnen nur noch durchschnittlich acht Jahre und elf Monate blieben. Eine höhere Lebenserwartung wiesen dabei sowohl verheiratete als auch unverheiratete Menschen mit Kindern auf. Besonders auffällig war die Differenz dagegen bei alten, allein lebenden kinderlosen Männern.

Verschiedene Faktoren spielen zusammen

Die Forscher räumten ein, dass die Studie lediglich verschiedene Faktoren in Beziehung zueinander setze. Es lasse sich daraus nicht die Schlussfolgerung ziehen, dass Kinderhaben an sich lebensverlängernd wirke. Es kämen auch andere Faktoren infrage: So müsse etwa auch in Betracht gezogen werden, dass Eltern möglicherweise von der finanziellen Unterstützung ihrer Kinder im Alter profitierten oder einen insgesamt gesünderen Lebensstil pflegten als Kinderlose.

Ergebnisse früherer Studien, wonach Töchter sich angeblich noch vorteilhafter auf die Lebenserwartung auswirken als Söhne, sahen die Wissenschaftler auch nicht bestätigt.

(chk/afp)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Travelin am 14.03.2017 05:37 Report Diesen Beitrag melden

    Statistik

    Und wo die meisten Störche leben, ist die Geburtenrate am höchsten. Hat auch schon jemand statistisch bewiesen ;-)

  • Rosenau am 14.03.2017 05:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Laut einer Studie

    sind Alle Studien falsch

  • Fragender am 14.03.2017 05:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragen über Fragen

    Sind diese 2 Jahre Unterschied auch statistisch signifikant? Spielt es eine Rolle, ob man 88 oder 90 Jahre alt wird?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Reto Hug am 17.03.2017 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt nicht....

    .... sie sehen nur älter aus:-))

  • MArtin am 16.03.2017 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Studie von 1911 bis 1925. Heute is 2017

    also eine Studie, die die Lebensituationen von vor über 100 Jahren untersuchten, ähm was bringt uns das bitte in der Heutigen Zeit. Dinge die dort getan und gemacht wurden, gibs heute schon garnicht mehr und werden komplett anderst gemacht. Nur mal so als Denk anstoss. Totaler Realitätsverlust.

  • thomas am 15.03.2017 20:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Viele Menschen gehen in die Kirche und haben einen Glauben und glauben an etwas. Die Wissenschaft lernt uns Fakten. Umfragen und Studien schliesse ich regelmässig aus. Diese sind nicht immer Faktisch relevant oder korrekt.

    • Ungläubige am 15.03.2017 23:54 Report Diesen Beitrag melden

      @thomas

      Welche Wissen-schaft? Die auftragsbasierte Wissen-schaft, die Resultate so erscheinen lässt, wie es der Auftraggeber wünscht, um so Menschen zu täuschen, zu manipulieren, abhängig zu machen und die Legitimation sie immer mehr zu bevormunden und ihre Freiheiten einzuschränken? Es wird doch auch immer wieder bewusst im Nachhinein, dass die sog. wissenschaftlichen Errungenschaften der Irrtum von Morgen sind. Noch nie aufgefallen? Stichwort: Experten, Impf- und InfektionsTHEORIE, Geschichtsfäschungen, Milch-/Klima-/Fluor-/Jod-/Krebslüge, Geheimdienste usw. Gute Nacht :-)

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  • Rudi Ratlos am 15.03.2017 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    Muki

    Dafür habe ich in meinem zwei Jahre weniger dauernden Leben die Nerven geschont.

  • Dc am 14.03.2017 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ursache und Wirkung

    Vielleich haben gesündere (mit höherer Lebenserwartung) einfach häufiger Kinder.

    • Lupo am 15.03.2017 07:50 Report Diesen Beitrag melden

      Glaub ich nicht

      Komisch ich sehe oft immer ziemlich dicke Eltern. Die Frauen meist nur noch in Leggins - gesünder, echt jetzt?

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