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EHEC-Infektionen
31. Mai 2011 15:20; Akt: 08.06.2011 11:43 Print
Es waren nicht die spanischen Gurken
Die in den untersuchten Gurken aus Spanien gefundenen EHEC-Keime sind doch nicht der Auslöser für die EHEC-Erkrankungen. Die Behörden tappen weiter im Dunkeln.
EHEC: Zehn Fragen - zehn Antworten.
Die Ursache für die EHEC- Erkrankungswelle ist wieder völlig offen. Auf zwei spanischen Gurken in Hamburg, die zunächst als eine Quelle der Erreger galten, fanden sich zwar EHEC-Keime - aber nicht die des derzeit grassierenden Typs O104.
«Unsere Hoffnung, die Quelle der schweren Komplikationsfälle mit HUS-Syndrom zu entdecken, hat sich bei diesen ersten Ergebnissen leider nicht erfüllt», sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks am Dienstag.
Veröffentlichung war richtig
Dennoch sei es vor einigen Tagen richtig gewesen, die Untersuchungsergebnisse zu veröffentlichen, betonte Prüfer-Storcks. «Denn die Verunreinigungen können sehr wohl EHEC auslösen.» Es wäre unverantwortlich gewesen, bei einer solchen Zahl von Erkrankungen, einen begründeten Verdacht zurückzuweisen.
Neben der weiteren Suche nach der Infektionsquelle werde nach wie vor auch die Ursache für die Kontamination dieser zwei Gurken untersucht. EHEC-Bakterien stellten, unabhängig vom Serotyp, immer eine Gesundheitsgefahr dar.
Die Behörden tappen damit bei der Suche nach der Herkunft des gefährlichen Keims weiter im Dunkeln. Das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt hatte vergangene Wochen spanische Gurken als Quelle des Bakteriums identifiziert. Allerdings musste zur Bestimmung des Erregertyps zunächst eine Reinkultur angezüchtet werden.
Erste Tote ausserhalb Deutschlands
Die jüngste Erkrankungswelle mit dem gefährlichen Durchfallerreger EHEC hat das erste Todesopfer ausserhalb von Deutschland gefordert. In Schweden erlag nach Krankenhausangaben eine Frau einer EHEC-Infektion. Es ist der erste EHEC-Todesfall ausserhalb Deutschlands. Die Patientin war nach einer Reise nach Deutschland am 29. Mai erkrankt und in das Krankenhaus in Boras in Südwestschweden eingeliefert worden.
In Nordrhein-Westfalen gab es unterdessen einen dritten Todesfall. Damit erhöhte sich bundesweit die Zahl der im Zusammenhang mit einer EHEC-Infektion gestorbenen Menschen auf 15. Die genaue Ursache der Infektion ist bislang unbekannt. Der Erreger wurde an Gurken gefunden, die aus Spanien importiert wurden. Auch in anderen europäischen Ländern erkrankten in jüngster Zeit Hunderte Menschen. Russland stoppte am Montag bis auf weiteres den Import von Gurken, Tomaten und frischem Salat aus Spanien und Deutschland.
Schnelltest entwickelt
Im Kampf gegen den gefährlichen Darmkeim EHEC haben Forscher des Universitätsklinikums Münster einen Schnelltest zum Nachweis des EHEC-Erregers entwickelt. Bei dem Test könnten spezifische Gene des Ausbruchsstammes vervielfältigt und somit nachgewiesen werden, teilte das Universitätsklinikum mit. An dem Verfahren gab es indes sofort Kritik vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE): Der Test sei derzeit wenig hilfreich. Derweil wurde in Nordrhein-Westfalen ein weiteres Todesopfer gemeldet.
Ein Sprecher des Universitätsklinikums Münster teilte mit, mithilfe des neuen Schnelltests sei es möglich, schon kleinste Mengen von EHEC-Erregern innerhalb weniger Stunden auf die speziellen Eigenschaften des Ausbruchsstammes zu untersuchen. Der Test könne in jedem molekularbiologischen Labor durchgeführt werden. Einzelheiten sollten bei einer Pressekonferenz um 14.00 Uhr mitgeteilt werden.
Der ärztliche Direktor des UKE, Jörg Debatin, kritisierte im ZDF-«Morgenmagazin», der Schnelltest bringe in der aktuellen Situation nicht viel. Im Augenblick sei es so, dass Patienten, die mit den klassischen Symptomen wie Bauchkrämpfen und blutigem Durchfall ins Krankenhaus kämen, ohnehin ausnahmslos mit EHEC infiziert seien. Bei eventuellen künftigen Ausbrüchen könne der neue Test aber eine Hilfe sein.
Klinik besorgt über neurologische Komplikationen
In den sieben grossen Asklepios Kliniken in Hamburg wächst die Sorge um neurologische Komplikationen bei EHEC-Patienten. Beunruhigend sei, dass etwa die Hälfte aller schweren Verlaufsfälle mit dem Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS) nach drei bis fünf Tagen neurologische Ausfallerscheinungen entwickelten, sagte Joachim Röther, Chefarzt der Neurologischen Abteilung in der Asklepios Klinik Altona, am Dienstag in Hamburg.
Als Grund dafür nennt der Mediziner das Ansteigen der giftigen Stoffe in den Gefässen der Patienten. «Schwellungen und kleine Blutverklumpungen verstopfen die Blutbahnen. Ähnliche Verläufe sind in der Literatur vereinzelt bei Patienten mit Rota-Viren beschrieben worden», sagte Röther.
(sda/dapd)
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veröffentlichung war richtig!!!
ich finde es super, dass wir informiert wurden über die vermutung. In Tschernobyl haben sie das fasch gemacht, weil die Leute schon verseucht waren als sie Informiert waren, obwol die Forscher wussten wie gefährlich das ist.
Wer zieht einen Nutzen daraus?
Jede Grippewelle rafft mehr Leute hin als ein Gemüse. Ich frage mich wer Nutzen daraus zieht? Wohl wieder die Pharmaindustrie. Eine "Fastfalschmeldung" und die Welt hört auf Gurken oder Sprossen oder Bananen oder.... zu essen. Konsumiert Gemüse vom regionalen Produzenten, denn die Regionalen Bakterien gehören zu unserer Darmflora. Hört auf Gemüse durch die Welt zu karren. Das spart nicht nur Energie....
naja
Also: die gehören nicht zu unserer Darmflora.. es sei denn, man ist ein Wiederkäuer.... aber regionales Gemüse esssen ist schon gut, nutzt in Norddeutschland im Moment aber auch nix, solange mann nicht weiss, wie das bakterium auf die Menschen übertragen wird/ wurde. Für die Pharma lohnt das allerdings kaum.. dafür sinds dann doch viel zu wenige, wenn man so zynisch sein will
Quelle doch gefunden?
Es gibt in Norddeutschland ein Gericht namens Moppelkotze (vgl. Wikipedia), welches die Quelle des Erregers sein könnte!
eher nicht
Eher nicht. kochen zerstört das Bakterium.