Bundesamt für Gesundheit

08. Februar 2012 17:25; Akt: 08.02.2012 17:36 Print

Grippewelle erfasst die SchweizGrippewelle erfasst die Schweiz

Jetzt ist die Grippe da: Die Zahl der Arztbesuche hat vergangene Woche erstmals den Epidemie-Schwellenwert überschritten. Am häufigsten sind 15- bis 29-Jährige von der Grippe betroffen.

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Überraschung! Wie , England, herausgefunden haben. Das Dumme: Alkohol schwächt das Immunsystem und produziert giftige Abbauprodukte, die Krebs oder andere schwere Erkrankungen begünstigen können. Da ist man mit einer Erkältung vergleichsweise gut bedient, oder? Eine Erkältung bekommt man, wenn man friert. Das ist nicht oder zumindest nicht ganz korrekt. Frieren kann das Immunsystem schwächen - so wird man empfänglicher für eine Infektion, die (unter anderem) durch sogenannte Rhinoviren ausgelöst wird. Ohne Viren keine Erkältung! Andererseits kann Frieren ein mögliches Anzeichen für eine Erkältung sein, die man sich bereits eingefangen hat. «Pass auf dich auf, sonst wird aus deiner Erkältung noch eine Grippe!» Liebes Grosi, mit diesem Rat liegst du daneben! Grippe- (Influenza-) und Erkältungserreger (Rhino-, Adeno- und Coronaviren) haben nichts miteinander zu tun. Denkbar ist allerdings, dass das Immunsystem - zum Beispiel durch eine Erkältung - derart geschwächt ist, dass es sich für Grippe-Viren anfälliger zeigt. «Küss mich nicht, sonst steck ich dich noch an!» Diese Angst ist - zumindest teilweise - unbegründet, wenn man einer Studie der Glauben schenken darf. Sogenannte Rhinoviren (sie sind besonders häufig für eine Erkältung verantwortlich) führen, wenn sie in den Mundraum gelangen, eher selten zu Infektionen. Küssen stärkt das Wohlbefinden und damit auch das Immunsystem. Wer weiss, vielleicht reicht das aus, um dem «Pfnüsel» Paroli zu bieten? Vitamin C hilft gegen Erkältungen? Leider nur eine Mär! Vitamine, zugeführt durch eine ausgewogene, gesunde Ernährung, sind für den Organismus zwar essentiell. Hat man sich das Virus aber bereits eingefangen, kann man sich eine zusätzliche Vitaminzufuhr getrost sparen. Auch auf die ist kein Verlass! Zink hingegen hilft einer im Februar 2011 veröffentlichten Meta-Studie der zufolge bei Erkältungen. Durch die Einnahme des Spurenelements werden die Symptome abgeschwächt und die Dauer der Erkrankung verkürzt. Doch selbst auf solche Meta-Analysen ist offenbar kein Verlass, wie ein Artikel zeigt, der sich kritisch mit der Cochrane-Untersuchung Ab in die Wäsche und die Viren sind abgetötet. Stimmt leider nicht! Einige Erkältungsviren sind derart hartnäckig, dass sie sogar die 30-Grad-Wäsche überleben. Während der Erkältungsphase also lieber Textilien tragen, die sich auch bei höheren Waschtemperaturen reinigen lassen.

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Die Grippewelle hat die Schweiz erfasst: Der Epidemie- Schwellenwert für Arztbesuche wurde in der vergangenen Woche erstmals in der Saison 2011/12 überschritten. Dies teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA mit.

Laut BAG-Sprecherin Eva van Beek wurden in der fünften Woche des Jahres 86 Grippeverdachtsfälle auf 100'000 Bewohner gemeldet. Der diesjährige epidemische Schwellenwert liegt bei 67 Verdachtsfällen.

Tessin und Graubünden besonders betroffen

Die Verbreitung von Influenza schwankt jedoch je nach Region stark: Besonders betroffen sind Graubünden und das Tessin sowie der Nordwesten der Schweiz. In allen anderen Gebieten blieb die Zahl der Verdachtsfälle konstant und lag sogar unter dem Schwellenwert.

Am häufigsten sind 15- bis 29-Jährige an Influenza erkrankt. Die meisten anderen Länder in Europa sowie die USA verzeichneten in der vergangenen eine niedrige oder mittelhohe Grippeaktivität, hiess es.

Wie die Grippewelle in der Schweiz weiter verlaufen wird, kann das BAG nicht beurteilen. Der bisherige Verlauf sei vergleichbar mit früheren saisonalen Grippewellen, so van Beek.

Grippe-Epidemie dauert mehrere Wochen

2011 hatte die Grippe-Epidemie rund 13 Wochen gedauert und war erst im März abgeklungen. Auf dem Höhepunkt stieg die Zahl der grippebedingten Arztbesuche auf über 300 pro 100 000 Einwohner.

Der epidemische Schwellenwert wird jedes Jahr neu berechnet. Dabei werden die Meldung der letzten zehn Grippesaisons berücksichtigt.

Insgesamt 142 Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz nehmen im Rahmen des sogenannten Sentinella-Meldesystems an der Überwachung von Influenza teil. Sie erfassen Woche für Woche Grippeverdachtsfälle und melden diese dem Bund.

(sda)

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  • T. Zaugg am 08.02.2012 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    Zugfahrt

    Ein Grund, in den nächsten Wochen mit einem sehr frühen Zug zur Arbeit zu gehen. Mag keine Bazillenschleudern im Zug, ganz schlimme Sache! Die SBB müsste Quarantäne-Waggons einführen.. mit Biohazard-Warntafeln. =)

  • Broke82 am 08.02.2012 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder...

    Wundert mich nicht, das zwischen 15-29 jährigen eher ins Bett haut, beobachtet man diese auf der Strasse wie cool sie angezogen sind und sich nur von Redbull und Fastfood ernähren.. Da können ja keine Abwehrstoffe entwickeln...

    • Klara am 09.02.2012 20:47 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht alle

      Da kannst du aber nicht alle Jugendlichen in den selben Topf schmeissen! Noch lange nicht alle sind so!!!!!

    einklappen einklappen
  • becki am 08.02.2012 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    schon wieder?

    die wievielte Grippewelle ist das denn schon diesen Winter? Haben sie immer noch übrige Impfungen?