Prävention

29. Juli 2014 13:00; Akt: 29.07.2014 13:00 Print

Hip-Hop-Gruss hilft gegen Grippe

Um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden, sollen sich die Menschen nicht mehr die Hand geben, sondern sich wie junge Leute mit High-Five oder geballter Faust begrüssen.

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Den Knigge-Fans dürfte die Idee von Forschern der Aberystwth Universität in Wales sauer aufstossen. Denn die schlagen vor, sich zur Begrüssung künftig nicht mehr die Hand zu geben, sondern sich – wie bei Jugendlichen und in der Hip-Hop-Szene üblich – High-Five zu geben, oder noch besser: die Fäuste aneinanderzustossen. Und zwar aus hygienischen Gründen, wie die Hochschule mitteilt. Grund für den ungewöhnlichen Vorschlag: Beim klassischen Handschlag werden nicht nur Höflichkeiten, sondern auch jede Menge Bakterien ausgetauscht.

Um herauszufinden, wie gross die Ansteckungsgefahr ist, tunkte das Team um Dave Whitworth seine behandschuhten Hände in eine mit E.coli-Bakterien angereicherte Flüssigkeit und prüfte anschliessend, wie viele Erreger bei unterschiedlichen Formen der Begrüssung übertragen werden. Ergebnis: Je intensiver und fester der Händedruck war, desto grösser war die Übertragungsrate. Beim High-Five waren es nur noch halb so viele. Beim Faustgruss sogar 90 Prozent weniger.

Grosses Potenzial

«Die Menschen denken nur selten über die gesundheitlichen Auswirkungen des Händeschüttelns nach», so Whitworth. Würde man aber eine breite Öffentlichkeit dazu auffordern, sich künftig per Faust zu begrüssen, bestünde ein echtes Potenzial, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu senken. Die Ergebnisse könnten vor allem bei der Eindämmung von Infektionskrankheiten wie MRSA und Grippe zuträglich sein. Für Spitäler empfiehlt Withworth sogar die vollständige Vermeidung von Körperkontakt bei der Begrüssung.

Unterstützung bekommen die Waliser unter anderem aus den USA. Laut dem Center for Disease Control and Prevention werden rund 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände weitergereicht. Die Information wird in entsprechenden Kampagnen kommuniziert. Auch in Deutschland ist dieser Übertragungsweg Thema. Dies dank der Initiative No-Hands. In der Schweiz weiss man spätestens seit der Schweinegrippe 2009, wie wichtig die Handhygiene ist. Damals wurden hierzulande nicht nur überall in öffentlichen Gebäuden Dispenser mit Desinfektionslösung installiert, sondern in TV-Spots auch Tipps zum richtigen Händewaschen gegeben.

(fee)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr R. am 29.07.2014 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Salutieren!

    Warum das, Salutieren wie im Militär, und dabei wird immer 1 Meter abstand gehalten.

    einklappen einklappen
  • Yves am 29.07.2014 13:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alternative

    oder wie die asiaten und inder, sich einfach verbeugen oder namaste.

  • howard huges am 29.07.2014 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    kein sex

    wäre noch besser. oder nicht mehr aus dem haus gehen. solange pc eine Internetverbindung hat. das allerbeste allerdings wäre nicht geboren zu werden oder sich gleich umzubringen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Clever-Smart am 01.08.2014 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Krank?

    Seit mehreren Jahren achte ich peinlich darauf, nach Händeschütteln, Türgriffen/Geländer/Einkaufswägeli usw. an öffentlichen Orten, mir nie mit den Händen ins Gesicht zu fassen. Ich wasche mir ca. 10-15 mal am Tag die Hände. Seit über 10 Jahren keine Grippe, Erkältung, oder sonst wie krank. Vielleicht hat's auch einen anderen Grund ;-)

  • Joggeli am 30.07.2014 00:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie wäre es,

    wenn man sich zum Beispiel nach einem Toilettenaufenthalt, oder nach dem schneuzen einfach mal die Hände waschen würde? Ihr glaubt gar nicht, wieviele Leute das nicht tun..

    • Radikk am 31.07.2014 07:57 Report Diesen Beitrag melden

      Danke!

      Endlich sagts mal einer!

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  • Studentin am 29.07.2014 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte ja!

    Ich würde das sehr begrüssen! Oder auch gar kein Körperkontakt. Bei einigen Menschen ekelt es einen richtig die berühren zu müssen. Man will nicht, aber aus Höflichkeit muss man.

    • Maria Stark am 03.08.2014 13:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Da brauchen...

      ... Sie halt einen Desinfektionsspray, damit Sie ihr Gegenüber desinfizieren können , bevor Sie ihm die Hand schütteln. Ich mag übrigens Leute nicht, die sich so schnell ekeln. Wenn ein Bekannter den Stuhl bei mir zuhause abwischt, bevor er sich drauf setzt, war er zum letzten Mal bei mir zu Besuch. Übrigens sind viele Menschen ungepflegt, weil es ihnen schlecht geht. Die haben es am nötigsten, dass sie mal berührt werden. Vielleicht machen Sie sich darüber mal ein paar Gedanken.

    einklappen einklappen
  • Yo! Mr.White am 29.07.2014 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    Das nennt sich "Ghetto-Faust"

    Das nennt sich "Ghetto-Faust"

  • michael bucher am 29.07.2014 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie geil ist das denn

    ich als hip hop fan muss sagen das mir die idee gefällt. ich freu mich schon auf 2050 wo sich alle nurnoch mit der faust begrüssen