Todesursachen

24. November 2011 10:15; Akt: 24.11.2011 11:47 Print

Immer mehr Krebs-Tote in der SchweizImmer mehr Krebs-Tote in der Schweiz

Die neuste Statistik zu Todesursachen in der Schweiz zeigt: Krebserkrankungen sind auf dem Vormarsch. Herzkreislaufkrankheiten und Demenz sind zudem die häufigsten Todesursachen.

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Krebs kostete am meisten vorzeitig verlorene Lebensjahre der Schweizer Wohnbevölkerung. (Bild: Keystone)

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Herzkreislaufkrankheiten, Krebs und Demenz sind die drei häufigsten Todesursachen in der Schweiz. Die Statistik stellt eine Zunahme der Demenz-bedingten Todesfälle fest. Allgemein werden die Menschen älter, die Sterberaten sinken.

Laut der am Donnerstag veröffentlichten Todesursachen-Statistik 2009 des Bundesamtes für Statistik beträgt das mittlere Sterbealter bei Männern 74,4 und bei Frauen 81,2 Jahre (1999: 72,6 respektive 79,9 Jahre). 57 Prozent der Verstorbenen erreichten ein Alter von 80 Jahren oder mehr, 78 Prozent wurden mindestens 70-jährig.

Bei einer wachsenden Bevölkerung bleibt die Sterberate über die Jahre relativ stabil. 2009 starben rund 62 500 Menschen, etwa gleich viele wie im 1999. Kamen 1999 auf 100 000 Einwohner 590 Todesfälle, so lag diese Rate 2009 bei 476.

Die Sterbewahrscheinlichkeit nahm in allen Altersklassen ab. Bei den über 80-Jährigen hat sich die Anzahl Todesfälle seit 1970 verdoppelt, die Altersgruppe nahm aber um das 3,3-fache zu.

Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Demenz

36 Prozent aller Todesfälle wurden durch Krankheiten des Herzkreislaufsystems verursacht - Tendenz sinkend. 26 Prozent sind auf Krebs zurück zu führen, mit steigender Tendenz. Die meisten Krebs-Todesfälle werden durch Lungenkrebs verursacht.

Vor allem bei den jüngeren Verstorbenen stand Krebs als Todesursache im Vordergrund. Krebs kostete am meisten vorzeitig verlorene Lebensjahre, Unfälle standen an zweiter Stelle und Herzkreislauf-Krankheiten an dritter.

8 Prozent der Todesfälle gingen laut Statistik 2009 auf Demenz zurück, 1999 waren es noch 4 Prozent. Allerdings wird diese Diagnose von Ärzten heute häufiger gestellt als früher, schreibt das BFS. Demenz selbst gilt nicht als Todesursache. Die Krankheit begünstigt aber andere Erkrankungen wie etwa Lungenentzündungen, welche dann zum Tod führen.

7 Prozent der Todesfälle gehen auf Atemwegserkrankungen zurück, 1999 waren es 8 Prozent. Dabei nahmen die Todesfälle wegen chronischer Bronchitis bei Frauen in den letzten 10 Jahren zu, bei Männern gingen sie zurück.

Unfälle und Gewalt: sinkende Sterberaten

Wie schon 1999 starben 2009 sechs Prozent der Menschen an der Folge von Unfällen und Gewalteinwirkung. Im Verhältnis zur Bevölkerung nahmen diese Todesursachen in den letzten 10 Jahren ab. Diese sinkende Sterberate weise auf Erfolge der Präventionsbemühungen hin, besonders bei Strassenverkehrsunfällen und Selbsttötungen, schreibt das BFS.

In einer alternden Bevölkerung gibt es mehr Todesfälle. Laut BFS-Szenarien wird die Zahl der Todesfälle bei über 80-Jährigen von derzeit rund 36 000 bis 2025 auf 46 000 steigen, bei den unter 80- jährigen wird sie sich bei etwa 25 000 stabilisieren (2009: 26 600).

(sda)

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  • Markus Meier am 25.11.2011 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Schöne Statistik!

    Wieviele "Gesunde" in Prozent sterben nun? Egal, am Ende stirbt jeder. Somit ist das Leben zu 100% tödlich. Das ist der Kreis des Lebens. Am Ende ist nur eines wichtig. Sich die Frage zu stellen: "Habe ich richtig gelebt?"

  • selbermachen am 24.11.2011 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    alles hat ein ...

    Hauptsache wir alle sterben einmal. Stellt euch mal die Welt vor, wenn wir alle ewig leben.

  • Dani am 24.11.2011 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Lebensgewohnheiten

    Das grosse Problem heute ist Übergewicht verbunden mit zuwenig Bewegung und ungesunder Ernährung! Kurz und bündig auf den Punkt gebracht.

    • Realist am 26.11.2011 09:23 Report Diesen Beitrag melden

      Man weiss warum, darf man nicht laut sag

      Ungesunde Ernährung, RICHTIG! Wir konsumieren alle die Giftcocktails, (Pestiziden, Antibiotika, Konservierungsmittel, genmanipuliertes Saatgut, etc.) - da muss man sich auch nicht wundern. Man weiss schon längst, dass manche Substanzen in der Nahrungsmittel bei manchen Menschen z.B. Gluten Demenz erzeugen, oder gar Krebs.

    • Toni S. am 28.11.2011 00:01 Report Diesen Beitrag melden

      Oder auch nicht...

      Nicht zu vergessen Alkohol, Tabak, gefährliche Sportarten, Drogen, psychische Belastung, Gewalt und Pech. Kurz und bündig auf den Punkt gebracht...

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