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Aktuelle Studie
29. Dezember 2011 10:35; Akt: 29.12.2011 10:39 Print
In der Schweiz gibts immer mehr Drillinge
Wegen künstlicher Befruchtung kommen heute in der Schweiz 40 Prozent mehr Drillinge auf die Welt als noch vor 20 Jahren. Das ist nicht ungefährlich.

Etwa die Hälfte der Drillingsschwangerschaften ist auf eine In-Vitro-Fertilisation zurückzuführen: Drillinge, die 2011 zur Welt kamen. (Bild: Keystone)
Die Zahl der Drillingsgeburten in der Schweiz steigt weiter an. Heute kommen laut einer Studie 40 Prozent mehr Drillinge zur Welt als noch vor 20 Jahren - vor allem wegen künstlicher Befruchtung. Die Forscher warnen vor dem Risiko solcher Schwangerschaften.
Forscher um Romaine Arlettaz Mieth vom Universitätsspital Zürich trugen die Zahl der Drillings-, Vierlings- und Fünflingsgeburten in der Schweiz in den Jahren 2005 bis 2008 zusammen. Die Resultate verglichen sie mit zwei früheren Untersuchungen, die sie in den Jahren 1985 bis 1988 respektive 1995 bis 1998 durchgeführt hatten.
Insgesamt gab es von 2005 bis 2008 in der Schweiz 105 Drillings-, zwei Vierlings- und eine Fünflingsgeburt, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin «Swiss Medical Weekly» schreiben. Das ist zwar nur ein Bruchteil der insgesamt rund
Embryonentransfer
Doch gemessen an der Anzahl Lebendgeburten sind Drillinge heute rund 40 Prozent häufiger als noch vor 20 Jahren, wie die Forscher schreiben. Bei den Vierlings- und Fünflingsgeburten sind die Zahlen so gering, dass Vergleiche schwierig sind. Vierlingsgeburten scheinen aber gegenüber den 1980er-Jahren etwas seltener geworden zu sein.
Der Hauptgrund für die starke Zunahme der Drillingsgeburten liegt gemäss den Forschern in künstlichen Befruchtungsmethoden. Rund drei Viertel der Drillingsschwangerschaften und alle Vierlings- und Fünflingsschwangerschaften in der aktuellen Untersuchung waren das Resultat eines solchen Eingriffs.
Etwa die Hälfte der Drillingsschwangerschaften ist auf eine In-Vitro-Fertilisation (IVF) zurückzuführen. Es ist seit Jahren bekannt, dass es nach einer IVF mehr Mehrlingsschwangerschaften gibt. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit umso höher, je mehr befruchtete Embryonen in die Gebärmutter transferiert werden.
Hormonbehandlung
Zu ungefähr einem Viertel aller Mehrlingsschwangerschaften kam es nach einer Ovulationsinduktion - also eine Hormonbehandlung, die Ärzte oft als ersten Schritt verordnen, wenn bei einer Frau der Nachwuchs ausbleibt. Laut den Forschern zeigen die hohen Zahlen, dass die Schweiz die künstliche Befruchtung noch nicht richtig unter Kontrolle hat.
Denn Mehrlingsschwangerschaften sind laut ihnen ein Problem: Sie gehen einher mit einer ganze Reihe von Komplikationen. Die in der Studie untersuchten Babys waren allesamt Frühgeburten - Drillinge zum Beispiel waren bei der Geburt im Mittel in der frühen 33. Schwangerschaftswoche. Ihr Geburtsgewicht betrug im Durchschnitt 1614 Gramm.
Künstlich beatmet
Das häufigste Gesundheitsproblem der Neugeborenen war Atemnot. 70 Prozent litten daran - und 64 Prozent mussten während einer mittleren Behandlungszeit von sechs Tagen beatmet werden. Die Rate dieser Probleme habe in den letzten 20 Jahren nicht abgenommen, schreiben die Forscher.
Künstliche Befruchtungen sollten in der Schweiz deshalb nur von anerkannten Spezialisten durchgeführt werden, fordern die Forscher. Diese müssen entscheiden, ob eine Schwangerschaft überhaupt möglich und welche Behandlung angebracht sei. Zudem ist es an ihnen, die Patienten korrekt über Risiken und Konsequenzen der Behandlung zu informieren.
(sda)
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Alle 54 Kommentare





























so so
anscheinend ein heisses thema... ich finde auch, wenn man keine kinder bekommen kann sollte man sich in gottes namen anderen lebensthemen widmen. es kann jeden treffen... und zudem kann sich nicht jeder solchebehandlungen leisten. das zahlt doch nicht die kasse oder täusche ich mich?
Wer von euch hat ne ahnung?
Jeder der weiss was es heisst einen kinderwunsch zu haben,diesen aber auf natürlichem weg nicht erfüllen kann, kann bei dieser diskusion mitreden. Ich finde es beschämend von all jenen die glauben urteilen zu können, ohne die geringste ahnung zu haben warum weshalb wiso es bei gewissen nicht klappt. Wenn diese "alleswisser" nur ein bisschen mehr denken und vorher überlegen würden bevor sie reden, wäre der welt schon sehr geholfen
das wusste man vom anfang an
nur keine panik machen. das sind genau dieselben ,die gott spielen wollten.und jetzt jammern ,panik verbreiten.wer pfuscht , denn soooo in die natur.schade können uns diese kinder nicht ihre meinung sagen.ob sie so auf die welt kommen möchten.
Entscheid
Könnten die Kinder wählen, so gäbe es deutlich weniger Kinder. Wer will schon zwar auf natürlichem Weg aber in eine schlechte Umgebung kommen?