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Mehr Fett und Kalorien
18. Dezember 2012 18:14; Akt: 18.12.2012 18:14 Print
Jamies Meals sind mieser als Fertigmahlzeiten
von Manuel Jakob - Seit Jahren versucht Jamie Oliver die britische Küche zu retten. Doch jetzt kommts für den TV-Koch ganz dick: Viele seiner Menüs sind ungesünder als Fertiggerichte.
Er hat die britische Küche neu erfunden. Wo man früher nur an Fish & Chips, Black Pudding und Lammfleisch mit Minzsauce dachte, wurde plötzlich die mediterrane Küche zelebriert. Vor zehn Jahren trat er in Erscheinung – und ist seither aus den TV-Kochsendungen und den Auslagen in der Buchhandlung nicht mehr wegzudenken: Die Rede ist von Jamie Oliver.
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Jamie Olivers Food Revolution (Huntington USA
Er rühmte sich damit, mit den frischesten Zutaten vom Markt zu kochen, dabei aber weder auf den Geschmack noch ein ordentliches Stück Fleisch zu verzichten. Und der ordentliche Geschmack wird nun mal durch Fett transportiert – das weiss auch die italienische Nonna, die ihre Pasta in einer Sauce ertränkt, die nur so vor Ölivenöl strotzt.
Das wird Jamie Oliver jetzt zum Verhängnis. Eine britische Studie, die im «British Medical Journal» veröffentlicht wurde, attestiert den TV-Köchen wie Jamie Oliver oder Nigella Lawson, dass ihre Speisen einem Fertig-Menü in Sachen Fett und Kalorien in nichts nachstehen.
Mehr Fett, mehr Kalorien, weniger Ballaststoffe
Die Forscher um Professor Martin White weisen in 100 Rezepten der beliebtesten Fernsehköche Englands nach, dass sie in verschiedenen Messbereichen weniger gesund waren als zufällig ausgewählte Fertiggerichte. Sie enthielten pro Portion merklich mehr Kalorien, Eiweisse und Fett und dafür weniger Ballaststoffe. «Es war überhaupt nicht unsere Absicht, mit der Studie verbal auf die TV-Köche einzudreschen», sagte White gegenüber dem «Guardian». «Viele von ihnen schauen durchaus darauf, gesund und ausgewogen zu kochen.»
Ausgerechnet Jamie Oliver. Der Starkoch hat vor fünf Jahren eine Kampagne lanciert, um an britischen Schulen gesunde Kost zu offerieren, damit die britische Jugend weg von den fettigen Speisen kommt. «Feed me better» hiess diese. 250'000 Menschen unterschrieben die Online-Petition. Erfolg bei den Direktbetroffenen hatte Oliver damit allerdings wenig; viele der Schüler, in deren Kantinen das Essen von Jamie Oliver serviert wurde, genossen ihre Mittagessen fortan auswärts, wie der «Spiegel» damals berichtete.
Kampagne steht auf der Kippe
Mittlerweile ist die Kampagne gefährdet. Gesundheitsminister Andrew Lansley bezeichnete vor wenigen Monaten die Kantinenrevolution öffentlich als gescheitert «Wenn wir ständig versuchen, den Leuten etwas vorzuschreiben, ist das eher kontraproduktiv», sagte er gemäss dem Ernährungsmagazin «Eat Smarter».
Jamie Olivers Marketingverantwortliche reagierte prompt auf die Resultate der jüngsten Studie: «Wir werden uns bemühen, auf der Jamie-Oliver-Webseite künftig Kalorienwerte und weitere Ernährungstipps transparent zu machen. Damit kann jeder selber sehen, welche Menüs problemlos täglich genossen werden können und welche eher für besondere Anlässe gedacht sind.»
Ich ziehe eine Mahlzeit mit frischen Zutaten aus Jamie's Kochbuch einem mit ungesunden Zusatzstoffen versehenes Fertiggericht vor. Sorry! Dann lieber mal etwas deftiger, als diesen überzuckerten Schrott zu essen. Eines wird hier wohl vergessen: Jamie hat unglaublich tolle Salate und diverse Gemüsegerichte in seinen Büchern. Es ist im Endeffekt ohnehin die Ausgewogenheit, die wirklich gesund ist, und diese lässt sich bei Fertiggerichten ja wohl kaum bejahen. – F. Sterina
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Frische Küche oder Konserviertes Fabrik Essen
Bei frisch zubereiteten Gerichten ohne E Stoffe, schaden Butter oder Creme nicht. Kalorien können auch gesund sein. Wer mit Essen einen Traum Körper sucht, der möge weiter träumen. Die Rechnung ist simpel... Zugeführte Kalorien - verbrannte Kalorien = abnehmen oder zunehmen ....
Endlich merkt man was...
Fragt mal die Köche, die zusammen mit J.O. gelernt haben......denn sie alle sagen, dass er ein höchst durchschnittlicher Koch ist, und der nur wegen seiner selbstdarstellerischen Leistung bekannt geworden ist. Wir selber haben ein Buch von J.O. gekauft.....und können bestätigen: Seine englische Küche ist gar nichts Besonderes, dafür oft ein völliges Durcheinander.
Frisch alleine ist nicht wichtig
Alle die hier dauernd schreiben, frisch sei besser als irgendwelches Fertigzeug: Zu beachten ist hier aber, dass z.B. Salat und diverse Gemüse falsch zubereitet "schlechter" sein können, als z.B. tiefgekühltes Gemüse welches richtig zubereitet wird. Und vieles das "frisch" verkauft wird, hat oft auch schon einige Tage Lagerung hinter sich. Und dann fallen alle noch auf den Bioschwindel rein und meinen das sei besonders gesund. Wichtiger als frisch ist eine abwechslungsreiche Ernährung in der richtigen Menge. Unter diesen Umständen gesehen ist nicht einmal Mc Donalds oder Fertigpizza ungesund.