Gute Nacht

01. November 2016 19:58; Akt: 01.11.2016 20:00 Print

Mit diesen Schlaf-Tipps sind Sie fit für die Arbeit

von Fee Riebeling - Viele Menschen in der Schweiz sind übermüdet. Dabei ist ein gesunder Schlaf unendlich wichtig – aus zahlreichen Gründen.

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Auf süsse Träume kann die Mehrheit der Schweizer nur hoffen: Sie kämpft mit Einschlafstörungen, Durchschlafschwierigkeiten, langen Wachphasen in der Nacht oder einfach zu wenig Zeit zum Schlafen. Doch diese Probleme lassen sich - in der Regel - ganz einfach in den Griff bekommen. Ein heisses Bad wirkt nachweislich entspannend. Vor allem dann, wenn es mit einem Badeöl oder -salz angereichert ist, das einschlaffördernde Substanzen enthält. Weil in der Traumphase der Körper wie gelähmt ist, wird auch die Temperaturregulation abgeschaltet. Daher droht die Unterkühlung. Deshalb raten Schlafmediziner immer leichte Kleider zu tragen, die Arme und Schultern vor dem Auskühlen schützt. Ideal ist eine Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad Celsius. Wenn der Körper mit der Verdauung beschäftigt ist, findet er keine Ruhe. Die Folge sind Einschlafschwierigkeiten, unruhiges Umherwälzen und Wachphasen. Wer im Bett liest oder fernsieht, muss sich nicht wundern, wenn er nicht einschlafen kann. Denn dadurch lernt der Körper, das Bett auch mit anderen Tätigkeiten als Schlafen in Verbindung zu bringen und stellt sich auf all diese Möglichkeiten ein. Schlaf interessiert ihn dann weniger. Wer in seinen Körper hineinhorcht, ob nun schon der Schlaf kommt, verstärkt den Stress nur. Deshalb empfehlen Schlafmediziner Entspannungsübungen wie autogenes Training. Wer schlafen will, sollte sein Zimmer verdunkeln. Doch Vorhänge zuziehen reicht laut Chronobiologen nicht. Sie befürchten, dass auch das Licht von beispielsweise Displays die innere Uhr verstellen und zu Schlafschwierigkeiten führen kann. Warum bei der Suche nach ausreichend Schlaf nicht auf alte Hausmittel setzen? So soll man beispielsweise besser in den Schlaf finden, wenn neben dem Bett ein Apfel lagert. Sein Duft fördert die Entspannung. Zählen Sie Schäfchen! Was lächerlich klingt, bringt tatsächlich etwas. Denn die Monotonie einer sich wiederholenden Tätigkeit lenkt die Gedanken ab. Der Geist kann entspannen und der Mensch findet rasch in den Schlaf. Nicht nur von Kaffee, auch von Alkohol sollte man gen Abend besser die Finger lassen. Zwar wirkt er zunächst beruhigend, wodurch viele Menschen besser einschlafen können. Aber: Sobald die Wirkung nachlässt, kommt es zum Entzug. Man schläft schlechter, wacht immer wieder auf und ist am nächsten Tag gerädert. Schläft der Mensch ein, sinkt seine Körpertemperatur leicht ab. Verhindert eine zu hohe Temperatur im Schlafzimmer das, wühlt sich der Mensch auf der Suche nach kühlen Stellen kontinuierlich durchs Bett. Ideal sind Temperaturen zwischen 16°C bis 20°C. Nicht nur die Raumtemperatur kann guten Schlaf begünstigen, sondern auch die richtige Luftfeuchtigkeit. Ideal ist es, wenn eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 50 Prozent herrscht und die Luft die Möglichkeit hat, zu zirkulieren. Wenn man jeden Morgen zur gleichen Zeit aufsteht, gewöhnt sich der Körper daran. Das ist gut: Denn wenn die innere Uhr weiss, wann es Zeit zum Aufstehen ist, wird sie Sie mit der Zeit auch abends rechtzeitig auf die Schlafenszeit hinweisen. Wer zu wenig schläft, schadet seiner Gesundheit. Doch auch zu lange Ruhephasen sind laut Forschern der Cambridge University schädlich. Wer länger als acht Stunden pro Nacht schläft, hat ein um 46 Prozent höheres Risiko für Schlaganfälle als die, die es auf sechs bis acht Stunden Nachtruhe bringen. Wer nachts nicht genügend Schlaf bekommt, sollte sich täglich Zeit für ein kleines Nickerchen nehmen. Dieses sollte laut dem deutschen Schlafforscher Jürgen Zulley nicht länger als 30 Minuten dauern. Denn danach setzt die Tiefschlafphase ein und das Erwachen daraus fällt entsprechend schwer. Vor einem langen Festivalwochenende oder einer wilden Partynacht besonders viel zu schlafen, bringt nichts. Denn der Körper kann Erholung nicht speichern. Das heisst: Er wird genauso müde sein wie ohne den Extraschlaf.

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Obwohl dem Menschen die Fähigkeit, zu schlafen, eigentlich in die Wiege gelegt wird, haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit. So geben in der Schweiz nur fünf Prozent der Bevölkerung an, keine Schlafprobleme zu haben.

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Die Mehrheit hingegen kämpft mit Einschlafstörungen, Durchschlafschwierigkeiten, langen Wachphasen in der Nacht oder einfach zu wenig Zeit zum Schlafen. Das hat Folgen, wie zahlreiche Studien zeigen. Und auch viele Arbeitgeber reagieren mittlerweile. Schliesslich ist gesunder Schlaf aus vielerlei Gründen wichtig, wie die folgende Bildstrecke zeigt:

Nachteulen haben mehr Spass im Bett

Was Ihnen dabei hilft, künftig besser einzuschlafen, erfahren Sie hingegen in der obigen Bildstrecke.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bongo am 01.11.2016 20:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausgepresste Zitrone

    Da können noch so viele Tipps kommen. Wenn die Betriebe nicht endlich merken dass man Zitronen nicht endlos auspressen können kann auch ein gesunder Schlaf die Zitrone nicht wieder saftig und frisch machen...

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  • Geissenpeter am 01.11.2016 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das wichtigste ist eine gute Matratze

    meine Federmatratze war 10 Jahre alt und völlig weich geworden. Ich lag wie in einem Loch. Jeden Morgen war ich müde trotz langem Schlaf. Seit ich eine härtere Schaummatratze für 600Fr. gelauft habe schlafe ich wie auf Wolke 7. Jeden Morgen bin ich fit, auch mit wenig Schlaf. Kann ich nur empfehlen.

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  • Lemlem am 01.11.2016 20:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Priorität

    Man muss eben Prioritäten setzten. Dann geht man eben auch mal früher zu Bett und "entspannt" nicht die halbe Nacht hindurch.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schlaf-Fee am 02.11.2016 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gäääääääähhhhhhn

    Einschlaf-Garantie: Genüsslich gähnen, 5 sec warten, wieder genüsslich gähnen und 5 sec warten, etc. Beim 7. mal schläft jeder garantiert.

  • Zoe. am 02.11.2016 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebe leute

    Bevor ihr schlaftabletten nimmt, ich meine, es ist eure entscheidung, aber geht doch lieber mal der ursache auf den grund. Meistens ists psychisch muss aber nicht sein. Vielleicht ists zuleise, zulaut, zuhell, zudunkel, zuspät essen, zuviel elektronik umsich. Aber okay, ist euer ding, wenn ihr lieber tabletten nehmt, aber hört auf, schlafmangel als krankheit zu bezeichnen...

  • Frau am 02.11.2016 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ist vom Problem abhängig

    Die Tipps sind ja ganz nett,die bringen aber nichts,wenn Menschen aus lauter Druck oder vor lauter Sorgen nicht einschlafen können.Bei mir trifft nur dies nämlich zu,da kann ich alle Tipps oben befolgen und nichts nützt.Ich z.b. habe den Druck,nun 30 zu sein,nach wie vor keine Kinder zu wollen (da ich keine Tochter in diese rückständige frauenverachtende Schweiz stelle),einen tollen Partner habe,von dem ich weiss,dass er das möchte und ich auch permanent darauf angesprochen werde (was den Druck für mich noch schlimmer macht).Da hilft nicht mal ein Psychiater :)

    • Biene M. am 02.11.2016 19:13 Report Diesen Beitrag melden

      Lösung für Problem?

      triff deine entscheidung und zieh sie durch. selber mal loslassen hilft auch, egal ob job, partner oder was auch immer. vielleicht ist der entscheid im moment nicht leicht, aber es kann helfen den druck los zu werden und auch wieder besser zu schlafen. (bin ü30, w, kinderlos)

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  • ein Trinker am 02.11.2016 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Das Richtige trinken

    Genau, darum höre ich überhaupt nicht mehr auf, Alkohol zu trinken ...

    • auch trinker am 02.11.2016 14:36 Report Diesen Beitrag melden

      wohl kaum

      alkohol bewirkt genauso das gegenteil wie tabak.

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  • Trix am 02.11.2016 10:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    von wegen...

    .... lesen bringt nichts, genau das lesen wiegt mich in den schlaf, man muss halt Geschichten lesen die einen nicht aufputschen, ich lese immer die drei Fragezeichen, ja es sind Kinderbücher und? interessant aber keine Gewalt, man kann sich gut drauf einlassen und trotzdem fesselt es nicht so das man nicht aufhören kann, ich mache das seit x Jahren so und ich schlafe prima ein und durch

    • Mariza am 02.11.2016 14:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Trix.

      Und beispielsweise im Telefonbuch lesen hilft auch. Mein Rezept.

    • Clöidä am 02.11.2016 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Trix

      Ich höre die Kassetten und kann herrlich dazu einschlafen.

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