Neuartige Samenbank

21. Juli 2010 13:23; Akt: 21.07.2010 14:13 Print

Robert-Pattinson-Verschnitt auf Bestellung?Robert-Pattinson-Verschnitt auf Bestellung?

Das Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten wartet mit einer neuen, zweifelhaften Attraktion auf: Eine Samenbank in den USA bietet Sperma von Männern an, die Prominenten ähnlich sehen.

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Ein Doppelgänger ihrer selbst von der Samenbank? Die Hollywood-Stars sind entsetzt.
(Quelle: youtube.com)
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Wenn der Ehemann zeugungsunfähig ist oder Träger einer schweren Erbkrankheit, dann können sich Frauen mit Hilfe einer Samenbank den Wunsch, Mutter zu werden, erfüllen. Wählerisch sein dürfen sie dabei allerdings nicht, denn der Spender bleibt in der Schweiz anonym - zumindest vorerst: sollte der Nachwuchs einmal Interesse daran haben, seinen leiblichen Vater kennenzulernen, kann er sich ab dem 18. Lebensjahr beim Bundesamt für Zivilstandswesen erkundigen. Dort wird der Spender registriert.

Doch wie wird das eigene Kind einmal aussehen? Die werdenden Eltern erfahren nichts über Äusserlichkeiten des Sperma-Spenders. Einzig der Reproduktionsmediziner achtet bei der Auswahl des Ejakulats darauf, dass sich Augen-, Haar- und Hautfarbe des Spenders mit den optischen Merkmalen der zukünftigen Eltern vereinbaren lassen.

Der sieht doch aus wie ....

Für eine geschäftstüchtige US-Samenbank ist das zu wenig Auskunft. Neben Informationen über den Spender wie Blutgruppe, Lieblingsfarbe und Bildungsgrad bietet die Cryobank im kalifornischen Brentwood ihren Kunden einen ganz besonderen Service: Das Sperma von Samenspendern, die äusserlich einem Prominenten gleichen. Ein kleiner Brad Pitt, ein schnuckeliger Robert Pattinson oder ein herziger Roger Federer in Miniaturausgabe auf Bestellung? Von der Bereitstellung von Sperma, dessen Spender einer allzu beliebten Showgrösse ähnelt, nimmt die Cryobank Abstand - dem Ansturm wäre die Samenbank momentan nicht gewachsen. Stattdessen erfüllt das Unternehmen aber gerne einen Kinderwunsch mit dem Ejakulat von «Look-Alikes» weniger bekannter Stars, darunter Doppelgänger von Steven Colbert, John Hamm oder Scott Bakula.

Dass der Nachkomme tatsächlich Ähnlichkeit mit einem bekannten Schauspieler, Sportler oder Sänger hat, ist aber zu bezweifeln. Das System sei «unwissenschaftlich», wie man bei der Cryobank laut «foxnews.com» zugibt. Immerhin ein guter Werbegag: Neben tiefgefrorenem Sperma dürfte das kalifornische Unternehmen auch jede Menge Geld anhäufen ...

(rre)