Erholung pur

05. Januar 2012 22:25; Akt: 05.01.2012 19:55 Print

Schlaf macht gescheit und glücklichSchlaf macht gescheit und glücklich

von Martina Huber - Im neuen Jahr rechtzeitig zu Bett gehen und genügend schlafen – das sind tatsächlich gute Vorsätze, denn sie könnten uns gesünder, leistungsfähiger und zufriedener machen.

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Das menschliche Gehirn setzt das Bewusstsein durch aktive Signale aus. Foto: istock

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Schlaf ist nicht einfach eine Art Stand-by-Modus, bei dem Gehirn und Körper herunterfahren. Vielmehr sind es aktive Signale des Gehirns, die uns zeitweilig unser Bewusstsein nehmen. Sie setzen auch eine ganze Reihe von Prozessen in Gang, die dafür sorgen, dass wir am nächsten Morgen wieder erholt aufwachen. Wie das genau funktioniert, versuchen Forscher seit Generationen zu entschlüsseln – mit Hirnstrommessungen (siehe Box) und immer leistungsfähigeren Computern. Wir geben Einblicke in Themen rund um den Schlaf und zeigen auf, weshalb es sich lohnt, ihn zu pflegen.

Umfrage
Wie viele Stunden schlafen Sie normalerweise?
2 %
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Schlafstörungen können depressiv machen

Viele Depressive können nicht einschlafen. Oder sie wachen Stunden vor dem Klingeln des Weckers auf und finden trotz Müdigkeit nicht mehr in den Schlaf zurück. Laut Studien leiden 50 bis 90 Prozent der Leute mit einer Depression zusätzlich an einer Schlafstörung.

Früher habe man angenommen, dass Schlafprobleme bei depressiven Patienten die Folge ihrer psychischen Probleme seien, sagt Helena Shang Meier, Leitende Ärztin der Höhenklinik Montana. «Heute gibt es aber immer mehr Hinweise darauf, dass es in manchen Fällen gerade umgekehrt ist.»

So hat jemand mit einer so genannten Schlaf-Apnoe nachts Atemaussetzer und ist darum tagsüber sehr müde sowie anfälliger für depressive Verstimmungen. «Solchen Patienten kann man nicht allein mit Antidepressiva und Psychotherapie helfen», sagt Shang Meier, «man muss auch ihre Atemaussetzer beheben, damit es ihnen psychisch wieder besser geht.» Deshalb sollten Ärzte und Psychiater bei Personen, die sie wegen einer Depression aufsuchen, auch schlechten Schlaf als mögliche Ursache für das Leiden in Betracht ziehen.

Der Schlaf hilft beim Lernen

Wer träumt nicht davon, einfach über Nacht das Buch unters Kissen zu legen und am Morgen mit neuem Wissen im Kopf aufzuwachen? So einfach ist es natürlich nicht. Zum Lernen selbst müssen wir wach sein: «Nur das wache Gehirn kann effizient neue Verbindungen knüpfen», sagt Schlafforscher Reto Huber von der Uni Zürich. Aber beim Lernen mithelfen kann der Schlaf allemal:

■ Vor dem Lernen gut zu schlafen lohnt sich. Verschiedene Studien zeigen, dass man neue Inhalte in ausgeschlafenem Zustand besser aufnimmt.

■ Auch danach sollte man gut schlafen: Die Forschungsarbeiten von Reto Huber deuten darauf hin, dass Gelerntes im Tiefschlaf gefestigt wird – und dass der Lerneffekt grösser ist, je tiefer die betreffende Gehirnregion über Nacht geschlafen hat.

Nun wollen Huber und sein Team in einer neuen Studie untersuchen, wie sich intensives Lernen über einen längeren Zeitraum auf Schlaf und Gedächtnis auswirkt. Dazu suchen die Forscher noch Kinder und Jugendliche, die mitmachen.

Weitere Informationen und Teilnahme unter www.schlafstudie.20min.ch

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  • Gaby am 08.01.2012 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Schlafen...

    ...kann ich, wenn ich tot bin.

  • Pit Rorschach am 07.01.2012 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Nochmals darüber schlafen...

    Wenn ich nicht mindestens meine 8 bis 9 Std. habe, bin ich am Tag danach zu nichts zu gebrauchen. Im Schlaf verarbeite ich oft, was mir am Tag zuvor Räzel aufgegeben hat und finde anderntags die Lösung zum Problem. So stimmt der Volksmund: "Nochmals darüber schlafen"...und dann die Entscheidung treffen.

  • Hans am 07.01.2012 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Schlafe's Bruder

    Ich schlafe nie denn der Schlaf ist der Bruder vom Tod.