Rezeptpflicht gefordert

28. Dezember 2011 22:54; Akt: 29.12.2011 02:56 Print

Schmerzmittel vergiften die LeberSchmerzmittel vergiften die Leber

von Cécile Blaser - Paracetamol ist ein beliebtes Schmerzmittel, Schweizer greifen zu oft nach der Tablette: Doch häufig kommt es damit zu Vergiftungen – Tendenz steigend. Toxikologen schlagen Alarm.

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Schmerzmittel mit Wirkstoff Paracetamol. (Bild: rom)

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Paracetamol ist unter den Schmerzmitteln einer der beliebtesten Wirkstoffe überhaupt: «Paracetamol hat kaum Nebenwirkungen und kann anders als Aspirin sogar bei Kindern und Schwangeren verwendet werden», so die Ärztin und Nationalrätin Yvonne Gilli (Grüne). Voraussetzung sei aber die richtige Dosierung. Was viele nicht wissen: Zu viel Paracetamol vergiftet die Leber so stark, dass eine Transplantation notwendig werden kann.

Das ostdeutsche Giftinformationszentrum in Erfurt schlägt deswegen Alarm und fordert eine generelle Rezeptpflicht für das Schmerzmittel: «Das ist längst überfällig», so Helmut Hentschel, Leiter des Giftnotrufs, zum deutschen TV-Sender N-TV. Obwohl in Deutschland die Abgabevorschriften verschärft worden seien, hätten sich die Vergiftungszahlen nicht verbessert.

«Das Problem existiert auch in der Schweiz: Hier kommt es täglich zu Paracetamol-Vergiftungen, und die Anzahl nimmt stetig zu», so Dr. med. Hugo Kupferschmidt, Direktor des Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrums. «Wenn man Paracetamol rezeptpflichtig machen würde, könnte man diesem Trend entgegenwirken», so Kupferschmidt.

Allerdings sei das Medikament grundsätzlich sehr sicher und wäre in der Hausapotheke schwierig zu ersetzen, so der Toxikologe. Wichtiger als eine Rezeptpflicht findet Nationalrätin Gilli ein Werbeverbot: «Medikamente sind keine Konsumgüter wie Bonbons, sondern giftige Substanzen.» Ähnlich sieht das Patentenschützerin Margrit Kessler: Sie fordert seit Jahren eine Rückstufung von Paracetamol in eine strenger regulierte Medikamentenklasse, für die Werbung nicht zulässig ist.

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  • Dr House am 29.12.2011 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    Der Wirkstoff heisst in den USA übrigens

    Acetaminophen; welcher in Tylenol enthalten ist. Welches ja ein beliebtes Mitbringsel ist da man in den USA für eine Dose mit 375 Tabletten (500mg) ja nur 18$ bezahlt, anstatt 1CHF pro Tablette in der Schweiz. Mein Rat an alle; sowenig Medikamente wie möglich, aber soviel wie es braucht.

  • regiorider am 29.12.2011 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    alles was dieK.K nichr bezahlt ist in D

    soll doch jeder wissen was er tut, aber deswegen die Ärtze und Aphotheken, wo dann noch höhere Preise verlangen! ich geh die selbst zu bezhlende Medis in D einkaufe,, der Basler Oralchirurg hatte 700.- für nen Weissheitszahn ziehen wollen, der Deutsche verlangte nur 160.- fr. inkl. Medis

  • s.k. am 29.12.2011 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    die meisten können mit medis umgehen

    tagelang habe ich bis zu 30 schmeztabletten täglich geschluckt, denn meine schmerzen waren unerträglich und die ärzte gaben mir am anfang keine morphinhaltige schmerzmittel, denn sie meinten, man könnte davon süchtig werden. ich bin nicht süchtig geworden, doch wenn ich an die schmerzen zurückdenke, verstehe ich bis heute nicht, warum die ärzte mich so lange leiden liessen. die meisten können mit medikamenten umgehen.