Ach Schatz, der Chef...

14. November 2012 13:51; Akt: 14.11.2012 14:35 Print

So bleiben Paare trotz Stress im Job happy

von Till Hirsekorn - Die Psychologin Corina Merz hat lange geforscht. Jetzt hat sie die Zauberformel für eine harmonische Beziehung gefunden.

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Wer richtig kommuniziert, rettet die Beziehung, trotz Stress im Beruf. (Bild: Sophie Bengtsson)

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Das Risiko, dass die Beziehung von berufstätigen Paaren zerbricht, ist besonders gross, denn: «Kommt man unzufrieden und gestresst von der Arbeit nach Hause, kommuniziert man auch schlechter», sagt Corina Merz vom Institut für Klinische Psychologie der Uni Zürich. Und daran würden Beziehungen langfristig zerbrechen.

Richtige Worte für lange Beziehungen

Merz und ihr Forscherteam haben das Kommunikationsverhalten von 131 berufstätigen Paaren beobachtet und herausgefunden, wie Paare die Doppelbelastung von Arbeitsstress und Beziehung am besten managen können.

Dos und Don'ts nach Feierabend

Das sind die Dos and Don't›s – erklärt am konkreten Beispiel, wenn der Partner zu Unrecht vom Chef gerüffelt und vor seinen Berufskollegen blossgestellt wird.

Die «Dos»:

- Seien Sie aufmerksam und zeigen Sie Verständnis. Relativieren Sie die Schuld des Partners: «Dich trifft keine Schuld, du hast nichts falsch gemacht.»
- Solidarisieren Sie sich: «In einer solchen Situation würde ich mich auch mies fühlen.»
- Machen Sie Ihrem Partner Mut: «Bauch rein, Brust raus!»
- Signalisieren Sie Zusammenhalt und nehmen Sie Ihren Partner in die Arme: «Wir schaffen das, wie immer!»
- Versuchen Sie, die Situation umzudeuten: «Im Grossen und Ganzen lobt dich dein Chef mehr, als dass er dich rüffelt.»
- Um ein Gespräch auch nach einem langen Tag entspannt anzugehen, empfiehlt Corina Merz, akuten Stress nach der Arbeit gezielt abzubauen: «Zum Beispiel mit Sport oder einem entspannenden Bad mit dem Partner.»

Die «Don'ts»:

- Sie reagieren desinteressiert, benutzen leere Floskeln: «Was du nicht sagst!»
- Sie stellen Ihren Partner als stressanfällig dar: «Beruhige dich mal! Andern geht es genau so.»
- Sie verhöhnen ihn gar: «Und du hattest nicht den Mumm, deinem Chef die Meinung zu sagen?»

Corina Merz sucht für weiterführende Experimente berufstätige Paare. Interessierte können sich über beruf@psychologie.uzh.ch informieren.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andy R. am 15.11.2012 07:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Naja, die Sache mag lächerlich klingen, aber ich glaube, wir würden uns alle wundern, wie viele Menschen diese einfachen empathischen Verhaltensweisen nicht beherrschen...

  • lehner alessandra am 14.11.2012 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bewegend ... 

    Auf diese Erkentniss hat die Welt gewartet!

  • Simon Kaiser am 14.11.2012 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Was für Erkentnisse...

    Also dann ist Unterstützung und Rücksichtnahme besser als verhöhnen?! Wäre ich auch so darauf gekommen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Antidoc am 17.11.2012 07:28 Report Diesen Beitrag melden

    Verakademisiert

    Einfachstes Wissen, wird ohne Studie einfach nicht mehr anerkannt.

    • Martin Müller am 18.11.2012 08:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      0815

      Genau! 0815-Erkenntnisse, dieit gesundem Menscheverstand jeder weiss. Tragisch, dass immer eine teure Studie notwendig ist...

    einklappen einklappen
  • Lachnummer am 15.11.2012 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    Menschenforschung

    Das kommt wohl dabei heraus, wenn Menschen, die nichts von Menschen verstehen, versuchen das Verhalten von Menschen zu erforschen ^^

  • Gioia am 15.11.2012 07:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    erleuchtung

    dafür zahle ich gerne steuern. danke.

  • Andy R. am 15.11.2012 07:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Naja, die Sache mag lächerlich klingen, aber ich glaube, wir würden uns alle wundern, wie viele Menschen diese einfachen empathischen Verhaltensweisen nicht beherrschen...

  • Kevin M. am 15.11.2012 00:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht gerade neu, aaaber:

    Viele Damen und Herren haben es leider nicht mehr drauf, in ihren Beziehungen auf diese Art Mitgefühl zu zeigen, Ichbezogenheit ist weit verbreitet. Deshalb: danke für die Anleitung.