Bayer

01. Dezember 2017 03:33; Akt: 01.12.2017 09:32 Print

Vermehrte Todesfälle bei Krebsstudie

Ein Datenüberwachungsgremium hat dem Pharmakonzern die Offenlegung einer Phase-III-Studie empfohlen, da es bei den Tests zu ungleich mehr Todesfällen und Knochenbrüchen kam.

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«Unsere oberste Priorität gilt der Sicherheit der Patienten»: Der Pharmakonzern Bayer legt offen, welcher Teilnehmer welche Behandlung erhielt. Foto: Aufnahme eines Ganges im Krebsforschungsinstitut (IOR) in Bellinzona. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

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Bayer hat einen Rückschlag bei einer Krebsstudie erlitten. Bei Behandlungen gegen Prostatakrebs mit Radium-223 in Kombination mit zwei weiteren Wirkstoffen kam es bei Patienten zu einem Ungleichgewicht in Bezug auf vermehrte Todesfälle und Knochenbrüche.

Ein unabhängiges Datenüberwachungsgremium habe empfohlen, eine Phase-III-Studie mit Radium-223-dichlorid in Kombination mit Abirateronacetat und Prednison/Prednisolon bei Prostatakrebs zu entblinden, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Das bedeutet, es soll offen gelegt werden, welchem Teilnehmer welche Behandlung zugewiesen wurde.

Bayer entblinde die Studie jetzt, um die Ergebnisse sorgfältig zu analysieren. «Unsere oberste Priorität gilt der Sicherheit der Patienten», sagte Mike Devoy, Mitglied im Executive Committee der Pharmaceuticals Division von Bayer laut Mitteilung. Die zuständigen Gesundheitsbehörden und Prüfärzte hat Bayer nach eigenen Angaben informiert und bereitet die entsprechenden Informationen für Ärzte vor.

(foa/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr. Tod am 01.12.2017 07:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    systemwechsel notwendig

    Die heutigen anerkannten krebstherapien sind meiner Meinung nach organisierter Mord. Es geht nur noch darum Geld zu verdienen. Man sollte das gesundheitssytem verstaatlichen und als reine non Profit Institution betreiben. In einem solchen System kommen die effizientesten und kostengünstigsten Therapien zum Zuge. Am Leid der Menschen soviel Geld zu verdienen ist in höchstem Masse unsozial und moralisch sehr bedenklich.

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  • Huch? am 01.12.2017 07:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist tragisch,...

    ...aber genau darum macht man ja solche Studien. Um die Wirksamkeit und allfällige Nebenwirkungen zu überprüfen. Schade, dass es hier zu einem solchen Resultat geführt hat.

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  • Maler50 am 01.12.2017 06:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Untersuchung nötig

    Da sollte der Staat eine unabhängige Untersuchung einleiten. Scheint unbedingt von Nöten zu sein!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Andi Vogel am 01.12.2017 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tod oder Leben?

    Bayer war in braunen Zeiten bekannt als IG-Farben. Diese Firma war besonders erfolgreich im Entwickeln von tödlichen Chemikalien (Cyklon B). Im Vietnamkrieg steuerten sie Agent Orange bei, womit längerfristig mehr Schaden an Natur und Leben angerichtet worden ist, als mit konventionellem Kriegsmaterial. Sollte sich die Die Direktive auf einmal geändert haben? Statt Richtung Profit und Dezimierung der Menschheit soll es jetzt um Lebenserhaltung gehen? Die Höllenhochzeit mit Monsanto spricht wohl eher dagegen.

  • PS;L am 01.12.2017 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    was mehr Geld bringt wird gemacht

    Als Ökonom gesagt - eine Heilung ist nicht attraktiv - eine lebenslange chronische Behandlung aber um so mehr! Schlussendlich haben die Kapitalgeber das Sagen, denen geht es aber in 99/100 Fällen nur darum, noch mehr Kapital zu erwirtschaften.

  • Ben Miller am 01.12.2017 11:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Normaler Vorgang

    Das ist genau der Sinn einer Doppelblinden und Randomisierten Studie welche durch ein unabhängiges Komitee überwacht wird. Nur so werden Therapien und Kombinationen gefunden welche wirken. In dieser Studie ist die Kombination offenbar gefährlicher als die Monotherapie was letztlich auch wesentlich günstiger kommt. Das ist eigentlich Standard und überhaupt nichts aussergewöhnliches. Das weniger oft mehr ist haben wir auch in der Kardiologie etc. gesehen. Nur so finden wir was wirklich hilft. PS.: leider hatten die Onkologen von Frank Zappa keine der heutigen Möglichkeiten.

  • Realist am 01.12.2017 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Aufwachen

    Wann wird endlich die Hetzjagd gegen Raucher beendet? Merkt Ihr nicht, dass wir sowiso alle täglich ein wenig Gift einatman und nichts dagegen tun können?!? Die Menschheit vernichtet sich selber und die Elite will das so.

    • Pete am 01.12.2017 12:38 Report Diesen Beitrag melden

      @Realist

      "Die Elite" - eine absolut bedeutungslose Floskel, die von Verschwörungstheoretikern jeglicher Couleur als Sündenbock verwendet wird. Die Welt ist nicht so Schwarz-Weiss wie Sie sich das vielleicht vostellen.

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  • Death Parade am 01.12.2017 10:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ehm.

    knochenbrüche bei krebsstudie??

    • Max am 01.12.2017 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Death Parade

      Ja das macht Sinn. Metastasen beim Prostatakarzinom sind auch in den Knochen zu finden und das Medikament reichert sich auch in den Knochen. Beides kann auf die Stabilität einen Einfluss haben, weshalb man somit genau auf die Knochen schaut.

    • Reality am 01.12.2017 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      Aufklärung

      Es gibt Zytostatika, welche Osteoporose verursachen, das heisst die Knochen werden porös und brechen schnell.

    • Mietze am 01.12.2017 14:42 Report Diesen Beitrag melden

      @Death Parade

      Ich kenne mich da zwar gar nicht aus... Aber ich könnte mir vorstellen, dass diese Medi-Kombination evtl. die Knochen spröder macht oder so ähnlich...

    • Death Parade am 01.12.2017 17:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reality

      danke für die info

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