Höhere Ansteckungsgefahr

27. August 2017 08:21; Akt: 27.08.2017 08:21 Print

Verzichten Sie nach der Intimrasur auf Sex

Wer sich die Haare im Schritt entfernt, vervielfacht laut einer US-Studie das Risiko, sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit anzustecken.

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Die einen lieben ihr Schamhaar, ... (Im Bild: amorica, das dritte Album der US-Rockband Black Crowes) ... die meisten aber trennen sich davon. Das zumindest besagt eine US-Studie. Von den 7570 befragten Männern und Frauen machen es 5674 (rund 76 Prozent) so. Dabei schreiten die meisten mit einem Rasierer zur Tat. Weniger beliebt ist laut der Befragung das Entfernen der Haare mithilfe von Scheren, Lasern und Wachs. Weiter zeigte die Studie, dass das vermeintlich harmlose Stutzen des Schamhaars gar nicht so ungefährlich ist, wie viele meinen. Von den 5674 Personen gaben mehr als 1400 (868 Frauen, 562 Männer) an, sich bei der Haarentfernung schon einmal verletzt zu haben. Die häufigste Art der Verletzungen waren Schnitte (61,2 Prozent). Etwas seltener wurden Verbrennungen (23 Prozent) und Ausschläge (12,2 Prozent) gemeldet. Bei den Männern betrafen die meisten Verletzungen die Hoden (67,2 Prozent). Der Penis (34,8 Prozent) und das Schambein (28,9 Prozent) wurden seltener in Mitleidenschaft gezogen. Bei den Frauen litten Schambein (51,3 Prozent), Schenkelinnenseiten (44,9 Prozent), ... ... Vagina (42,5 Prozent), Damm (13,2 Prozent) und Anus (6 Prozent) am meisten. Bei 9 Prozent der Betroffenen kam es zu Verletzungen. 79 Personen (1,4 Prozent) mussten sogar einen Arzt aufsuchen. 49 davon bekamen Antibiotika, ... ... bei 36 musste der Mediziner Hand anlegen, um beispielsweise einen Abszess auszudrücken oder die Wunde zu nähen. Doch das ist noch nicht alles: Eine andere Studie zeigte, dass sich durch die Haarentfernung im Genitalbereich das Risiko der Übertragung von Geschlechtskrankheiten wie Herpes, Syphilis, Genital- oder Dellwarzen erhöhte. Die Wissenschaftler rieten deshalb davon ab, kurz nach einer Intimrasur Geschlechtsverkehr zu haben.

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Haare im Schritt? Das ist für viele Menschen undenkbar. Für sie ist der Kahlschlag rund um die Genitalien ein Muss, wie Forscher aus den USA im Fachjournal «Jama Dermatology» berichten.

Umfrage
Rasieren Sie sich den Intimbereich?
76 %
11 %
13 %
Insgesamt 37847 Teilnehmer

Für eine Studie hatte das Team um Matthew D. Truesdale von der University of California in San Francisco 7570 Männer und Frauen zwischen 18 und 65 Jahren gefragt, wie es um ihren Intimbereich steht.

Von diesen gaben 5674 – rund 76 Prozent – an, sich von ihrem Schamhaar zu trennen. Bei den Herren waren es 66 Prozent, bei den Damen sogar 84 Prozent. Dabei schreiten die meisten mit einem Rasierer zur Tat. Weniger beliebt sind demnach Scheren, Wachs und das Lasern.

Zahlen sprechen Bände

Doch damit setzen sie sich einem Gesundheitsrisiko aus, wie die Studie zeigt. Denn von den 5674 Personen gaben mehr als 1400 (25,6 Prozent) an, sich bei der Haarentfernung schon einmal verletzt zu haben. Konkret betraf dies 868 Frauen und 562 Männer.

Die häufigste Art der Verletzungen waren Schnitte (61,2 Prozent). Etwas seltener wurden Verbrennungen (23 Prozent) und Ausschläge (12,2 Prozent) gemeldet.

Bei den Männern betrafen die meisten Verletzungen die Hoden (67,2 Prozent), der Penis (34,8 Prozent) und das Schambein (28,9 Prozent) wurden seltener in Mitleidenschaft gezogen. Bei den Frauen litten Schambein (51,3 Prozent), Schenkelinnenseiten (44,9 Prozent), Vagina (42,5 Prozent), Damm (13,2 Prozent) und Anus (6 Prozent) am meisten.

Grösseres Risiko für Geschlechtskrankheiten

Zu Verletzungen war es bei 9 Prozent gekommen: 79 Personen (1,4 Prozent) mussten sogar einen Arzt aufsuchen. 49 davon bekamen Antibiotika, bei 36 musste der Mediziner Hand anlegen, um beispielsweise einen Abszess auszudrücken oder die Wunde zu nähen.

Noch unangenehmer als die aktuellen Erkenntnisse von Truesdale und seinem Team sind diejenigen, welche die Forscher in einer früheren Studie gewonnen haben: Laut dieser erhöht sich durch die Haarentfernung im Schritt das Risiko der Übertragung von Geschlechtskrankheiten.

Dabei gilt, wie die Forscher im Fachjournal «Sexually Transmitted Infections» berichten: Je häufiger und intensiver die Schamhaare entfernt werden, desto grösser ist das Risiko für Herpes, Syphilis, Genital- oder Dellwarzen.

Die Wissenschaftler rieten deshalb davon ab, schon kurz nach einer Intimrasur Geschlechtsverkehr zu haben.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cheburashka am 27.08.2017 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht Studien

    Wie es im Bericht heisst, gab es zwei Studien. Die eine untersuchte, wie häufig sich die Probanden beim Rasieren verletzten, die andere Studie untersuchte die Häufigkeit der Ansteckung mit STD's in Relation zur Häufigkeit des Rasierens. Das muss aber nicht unbedingt einen Zusammenhang haben. Wer häufiger seine Sexualpartner wechselt, rasiert sich auch häufiger. Hingegen rasiert man sich nicht mehr so fleissig, wenn man schon einige Jahre mit dem gleichen Partner zusammen ist. Könnte dies nicht auch einen Zusammenhang haben?

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  • Fabort am 27.08.2017 08:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht gelungen...

    Wäre nun interessant gewesen, wie lange man warten soll, bis man Sex haben kann nach der Intimrasur....

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  • j.m. am 27.08.2017 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unbedingt rasieren

    wenn ich mir die haare im intimbereich wachsen lasse, juckt es extremst. deshalb mach ich alles komplett weg. und haare beim oralsex im mund ist auch nicht so angenehm.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pedro am 28.08.2017 13:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Haar-Kompensation

    Haare unten weg. Dafür Haare im Bart-Gesicht: ist das etwa schöner? Ist doch eher Schmuddel.

  • Walt1 am 28.08.2017 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Fakoren

    Liegt vielleicht auch daran, dass wer sich öfter Rasiert mehr Sex hat als andere. Ich sehe den Grund nicht, warum ich mich Rasieren soll, wenn ich keinen Sex habe/erwarte. Wurde auch sowas berücksichtigt?

  • asadf am 28.08.2017 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mit dem gleichen Partner

    wenn man mit allen rumvögelt kann dies sicher passieren.

  • Pfleger am 28.08.2017 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mühsam

    Ich habe es gehasst, wenn ich Männern vor einer Op an Penis oder Hoden rasieren musste. Die hatten immer Angst um ihr bisschen Männlichkeit und es war schwierig, dies Rumpflige Haut nicht zu verletzen. NB, aus hygienischen Gründen durften sie es nicht selber zu Hause machen.

  • Anna am 28.08.2017 08:54 Report Diesen Beitrag melden

    Steinzeit

    Haare sind noch ein Relikt aus der Urzeit, als man noch keine Kleider hatte. So ein vollbehaarter Mann hat schon was affiges ansich. Aber jedem das seine, ich liebe es kahl