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Brand im OP
07. Dezember 2011 12:43; Akt: 07.12.2011 14:51 Print
Wenn das Gesicht Feuer fängt
Tommy Beams spürte nach einem Routine-Eingriff einen brennenden Schmerz an einem Teil seines Körpers, der während der OP eigentlich unberührt bleiben sollte: seinem Antlitz.
Es geschah während eines einstündigen Eingriffs im Grays Harbor Community Hospital in Aberdeen, Washington: Als Tommy Beams letzte Woche eine Beule am Kopf entfernt wurde, zog er sich aus bislang noch nicht vollständig geklärten Gründen starke Verbrennungen im Gesicht zu. «Es schmerzt fürchterlich», sagte er im Interview mit «q13fox.com». Der Patient wurde sofort nach dem Vorfall in ein anderes Spital verlegt.
Beams vermutet, dass der Kauter (eine Art elektrisches Skalpell) während der OP aufgrund eines Defekts Funken sprühte und diese das Gas in seiner Sauerstoffmaske entzündeten.
«Es ist wirklich grauenvoll in den Spiegel zu schauen und zu sehen, dass Teile deines Gesichts herunterhängen», schildert Beams das Gefühl, das ihn überkommt, wenn er sein Antlitz betrachtet. Die Ärzte mussten ihn auf einen langen Leidensweg vorbereiten: Es wird mehr als ein Jahr dauern, bis die Brandwunden verheilt sind.
Untersuchung soll den Vorfall klären
Marilyn Heger-Guy, Stellvertetende Leiterin des Grays Harbor Community Hospitals erklärte, dass die Operation, der sich Beams unterzog, Routine sei und sie mehrere hundert Male pro Jahr ohne Zwischenfälle durchgeführt werde. Heger-Guy zufolge solle nun eine Untersuchung klären, wie es zu dem Vorfall gekommen sei.
«Wenn so etwas passiert», sagt sie, «ist das für das Spital immer eine grosse Sache.»
Mit einer ebenso «grossen Sache» mussten sich unlängst auch die Verantwortlichen des Crestview Surgery Centers im Norden Floridas auseinandersetzen: Dort erlitt vor zwei Wochen eine 29-jährige Patienten ähnliche Brandverletzungen im Gesicht. Ihr sollte eine Zyste am Kopf entfernt werden (siehe Video oben).
(rre)


























