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Grosse Portionen
21. November 2011 19:42; Akt: 21.11.2011 19:42 Print
XXL-Packungen machen fette Beute
von Runa Reinecke - Jeder zweite Schweizer ist zu dick. Liegt es an den immer grösser werdenden Portionen? Für einen Adiopositas-Experten ist das nur die Kruste des Eisbeins.
Lässt sich zumindest ein wenig ankurbeln: der Fettstoffwechsel.
Eigentlich ist es ganz einfach: Wer weniger Kalorien zu sich nimmt, als er verbrennt, nimmt ab. Halten sich die zugeführte Energie und der Verbrauch die Waage, bleibt das Körpergewicht konstant. Eine simple Regel, die viele von uns offenbar nicht verinnerlicht haben, denn: 53 Prozent aller Schweizer sind – gemessen am Bauchumfang – zu dick, wie in einem Artikel der SonntagsZeitung zu lesen ist.
Infografik FettleibigkeitIst das natürliche Sättigungsgefühl nicht vorhanden, wird es schwierig: Versuchungen lauern praktisch überall, und das nicht selten in übergrossen Mengen. Immer mehr orientiert sich das Konsumparadies Schweiz an XXL-Verpackungen, wie sie seit Jahren in den USA verkauft werden. Auch die beliebteste aller flüssigen Kalorienbomben, die Cola, ist längst in Zwei-Liter-Flaschen erhältlich, während sie laut Beobachter früher noch in kleinen 19-Zentiliter-Behältnissen verkauft wurde. Aber auch Gummibärli drängeln sich heute in einer 300-Gramm-Packung. Vor einigen Jahren gab es die klebrige Süssigkeit noch in Tüten zu 100 Gramm.
Popcorn aus dem Pappkübel
«Die Grösse der Verpackungen ist ein Aspekt, der die Konsumenten im Supermarkt beeinflusst», meint Jutta Mata, Psychologin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Die Wissenschaftlerin hält
es laut Foodwatch durchaus für denkbar, dass viele Amerikaner vor allem wegen in ihren Megastores erhältlichen Monsterpackungen zu dick sind.
Wer allerdings glaubt, nur in Grossverteilern in die XXL-Falle zu tappen, der irrt: Selbst ein Kinobesuch verleitet zum Verzehr wenig figurfreundlicher Portionen. Gab es das Popcorn früher in kleinen handlichen Säckchen, darf man den Mais-Snack heute aus prall gefüllten 500-Gramm Pappkübeln in sich hineinschaufeln.
Suppe satt doch der Hunger bleibt
Eine Studie des Ernährungswissenschaftlers Brian Wansink zeigt, was der Konsum übergrosser Portionen mit uns anrichten kann. Gemeinsam mit seinen Arbeitskollegen von der Universität Illinois untersuchte er das Verhalten einiger Versuchspersonen mit präpariertem Essgeschirr. Während sich die Probanden verköstigten, floss unbemerkt Suppe in den Teller nach. Dabei zeigte sich, dass die Versuchsesser bis zu zwei Drittel mehr assen, als die Teilnehmer der Vergleichsgruppe, welche eine normale Portion auslöffelten – mit ernüchterndem Resultat: Trotz der Extraportion verspürten die Testpersonen kein wirkliches Sättigungsgefühl.
Bereit in frühester Kindheit können die Weichen für das Verlernen des Sättigungsempfindens gestellt werden. Ermahnungen wie «wenn du nicht brav deinen Teller leer isst, gibt es morgen schlechtes Wetter» oder «du bekommst das Dessert erst, wenn du aufgegessen hast», können dazu beitragen, dass bereits die Kleinsten nicht mehr wissen, wann sie genug haben. Solche Massregelungen verurteilt der Mediziner Fritz Horber, Leiter des Übergewichtszentrums und Chefarzt für Innere Medizin an der Klinik Lindberg: «Wenn ein Kind nicht untergewichtig ist, sollte man es nicht zum Weiteressen überreden.»
Volumen versus Energiedichte
Der Arzt sieht das Problem allerdings weniger in der Menge, sondern mehr im Inhalt der Speisen: «Nicht die Portionsgrösse sollte hinterfragt werden, sondern die Energiedichte unseres Essens», meint der Adipositas-Spezialist im Gespräch mit 20 Minuten Online und rät gleichzeitig dazu, das Volumen der Mahlzeiten zu erhöhen: «Wenn man zum Beispiel Spaghetti mit Brokkoli ‹streckt›, füllt das den Magen besser, obwohl das Essen weniger Kohlenhydrate und Fett enthält.»
Eine Fettsteuer, wie sie Anfang Oktober in Dänemark eingeführt wurde, hält Horber allerdings für unausgegoren: «Man sollte lieber eine Energiedichte-Steuer einführen und dabei auch die Bewegung berücksichtigen, indem man beispielsweise die getanen Schritte von den Steuern abzieht.»
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Alle 99 Kommentare





























Rohkost
Ich habe mit Rauchen aufgehört und Ernährung umgestellt. Auf lebende Enzyme (Rohkost) und 20kg abgenommen. Man ist, was man isst!
Egal was man isst
jeder sollte dass essen worauf er oder sie lust hat,aber mit vernumpft.
Abnehmen durch richtige Methode.
Man spricht als hätten dicke Leute, freude daran, dick zu sein. Essen kann eine Sucht wie Alkohol oder Drogen sein. Die Konsequenz ist hier, das dick werden/ sein. Ich mache seit dem 1. August 2011 Metabolic. Dabei habe ich über 25 kg abgenommen und gehöre nicht mehr zu den dicken. Krankenkassen zahlen diese Methode nicht... diese zahlen viel lieber Fitnessabos für Leute die dann nur 1 Woche ins Fitness gehen um dann aufzuhören. Warum investieren solche KK und Institute nicht auf erfolgsversprechende Methoden wie Metabolic?
Abnehmen ohne Bewegung geht nicht..
liebe frau dicker, ich gehe jedenfalls davon aus, dass sie eine frau sind, die lassen sich noch schnell von leeren abnehmveresprchen um den finger wickeln. metabolic ist wie kalter entzug für den körper und hat nichts mit gesund zutun! auch wenn sie ohne sport 25kg in 4 monaten abgenommen haben (was ich sehr bezweifle), dann haben sie wohl jetzt einen körper wie ein wackelpudding!das einzige was hilft ist eine gesunde kombination aus Sport und gesunder Ernährung! vergesst den ganzen hokuspokus dieser unzähligen "alternativen" zu sport und klemmt euch in den po dann klappts auch mit dem bauch!
eher nicht...
@ Big Mac "Ehemalig Dicker" bezieht sich wohl eher auf einen Mann. Wäre es eine Frau, würde dort wahrscheinlich "Ehemalig Dicke" stehen, meinen Sie nicht??