Die Mormonen

11. Februar 2012 12:42; Akt: 06.11.2012 14:51 Print

Fromme Gemeinschaft von Fundamentalisten

von Peter Blunschi - Mitt Romney könnte als erster Mormone ins Weisse Haus gewählt werden. Die drittgrösste Religion der USA ist äusserst autoritär, verschwiegen – und erfolgreich.

Bildstrecke im Grossformat » test
Der Star aus der Serie «Grey's Anatomy» wurde als Mormonin erzogen. Ihre Eltern waren zu den «Heiligen der Letzten Tage» konvertriert, nachdem Katherines älterer Bruder Jason 1986 bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. In einem Interview gab Katherine Heigl zu, sie sei bei der Ausübung ihres Glaubens «etwas nachlässig» geworden. Sie fühle sich ihm aber weiterhin verbunden. Der derzeit wohl «heisseste» männliche Star Hollywoods («The Ides of March», «Drive») wuchs in Kanada in einer sehr religiösen Mormonen-Familie auf. Heute praktiziert Gosling den Glauben nicht mehr, in einem Interview bezeichnete er sich als «religiös, aber ungebunden». Seit ihrem 11. Lebensjahr ist die Schauspielerin keine Mormonin mehr. Ihre Eltern hatten sich damals scheiden lassen und die Kirche verlassen. Das Wertesystem, das ihr die Religion vermittelt habe, bedeute ihr aber nach wie vor viel, sagte Adams. Der Schauspieler («The Dark Night») studierte nicht nur an der kircheneigenen Brigham Young University, er war auch zwei Jahre als Missionar in der Schweiz und in Frankreich tätig. Heute ist sein Verhältnis zu den Mormonen ambivalent. Sein Lebensstil entspreche nicht wirklich den Anforderungen seiner Religion, gestand Eckhart in einem Interview. Der Star aus den «Fast & Furious»-Filmen gab vor einigen Jahren zu, dass er nicht mehr den Richtlinien der Kirche folgt. Er fühle sich ihnen aber nach wie vor verbunden: «Ich könnte jede Nacht mit einer anderen 18-Jährigen schlafen, wenn ich wollte. Aber das ist nicht mein Tempo.» Die Soul-Diva ist das prominenteste schwarze Mitglied einer Kirche, die früher für ihren Rassismus berüchtigt war. Sie war 1997 konvertiert, nachdem sie ihre Spielsucht besiegt hatte. Heute tritt Gladys Knight regelmässig mit dem hoch gelobten Mormon Tabernacle Choir im Haupttempel der Kirche in Salt Lake City auf. Die singenden und schauspielernden Geschwister sind seit den 70er Jahren eine feste Grösse im US-Showbiz. Sie wuchsen im Bundesstaat Utah in einer streng religiösen Familie auf (Bildmitte Mutter Olive Osmond). Bis heute gehören sie zu den prominentesten Exponenten der Kirche. Der kontroverse Radio- und TV-Moderator ist ein Idol der amerikanischen Rechten. Nach einem jahrelangen Kampf mit seiner Alkohohl- und Drogenabhängigkeit konvertierte er 1999 zum Mormonismus. Ihre «Twilight»-Vampirromane zählen zu den erfolgreichsten Büchern der letzten Jahre. Meyer ist eine überzeugte Mormonin, die nicht raucht und keinen Alkohol trinkt. Der Einfluss der Religion ist auch in ihren Büchern erkennbar, denen Kritiker ein «reaktionäres Weltbild» bescheinigen. Er gilt als einer der besten und erfolgreichsten Quarterbacks im American Football, mit den San Francisco 49ers gewann er dreimal den Super Bowl. Ausserdem ist er ein direkter Nachfahre von Brigham Young, der die Mormonen nach dem Tod von Kirchengründer Joseph Smith nach Utah geführt hatte. Der frühere Gouverneur von Utah und ehemalige US-Botschafter in China bemühte sich ebenfalls um die republikanische Präsidentschaftskandidatur, allerdings ohne Erfolg. Er gilt als «undogmatischer» Mormone, der auch für andere Glaubensinhalte offen ist. Als Fraktionschef der Demokraten im US-Senat gehört Reid zu den mächtigsten Politikern Amerikas. Als er im College war, trat er der Kirche der Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei. Zwischern seinen liberalen Ansichten und dem konservativen Weltbild der Mormonen sieht der Politiker aus Nevada keinen Widerspruch. Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts ist derzeit der prominenteste Mormone Amerikas. Er hat gute Chancen, von den Republikanern als Präsidentschaftskandidat nominiert zu werden. Falls er die Wahl gegen Barack Obama gewinnt, wäre er der erste Mormone im Weissen Haus.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Seine erste Vision will der 1805 geborene Joseph Smith im Alter von 14 Jahren gehabt haben. In der Nähe des Elternhauses im Bundesstaat New York seien ihm Gott und Jesus Christus persönlich erschienen, berichtete er später. Sie hätten ihm geraten, sich keiner Konfession anzuschliessen, da alle das Evangelium verfälscht hätten. 1823 habe sich ihm ein Engel namens Moroni offenbart, der ihn zu in der Nähe versteckten antiken Goldplatten geführt habe. Smith habe diese ins Englische übersetzt und danach zurückgegeben, besagt die Überlieferung weiter. Auf diese Weise entstand das Buch Mormon.

Es schildert eine frühe Besiedlung Amerikas, samt Besuch des auferstandenen Jesus Christus. Amerika ist in dieser Lesart das «verheissene Land». Aus wissenschaftlicher Warte handelt es sich um ein abstruses Konvolut, auch soll Smith aus anderen Büchern abgeschrieben haben. Dem Erfolg tat dies keinen Abbruch. 1830 veröffentlichte Smith sein Buch Mormon und begründete damit die Glaubensgemeinschaft der Mormonen. Im Laufe der Zeit spaltete sie sich in zahlreiche Gruppen auf. Die mit Abstand grösste ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mit weltweit rund 14 Millionen Mitgliedern.

Von Christen nicht anerkannt

In den USA sind die Mormonen die drittgrösste Religionsgemeinschaft nach Protestanten und Katholiken. Zahlreiche Prominente sind oder waren «Heilige der Letzten Tage», wie sich die Kirchenmitglieder selbst nennen (siehe Bildstrecke). Ihr derzeit bekanntester Vertreter dürfte Mitt Romney sein, der ehemalige Gouverneur von Massachusetts. Er hat gute Chancen, als Präsidentschaftskandidat der republikanischen Partei nominiert zu werden. Wie John F. Kennedy, der erste und bislang einzige katholische Präsident, könnte Romney zum Pionier werden, wenn er als erster Mormone ins Weisse Haus einzieht.

Die Anfänge waren schwierig. Zwar fand Joseph Smith rasch Anhänger, die in der jungen Einwanderernation USA nach Orientierung suchten. Doch auch die Anfeindungen waren von Beginn an beträchtlich. Vor allem für evangelikale Christen, die in der Bibel das einzig wahre Wort Gottes sehen, waren die Mormonen mit ihrer eigenen «Heiligen Schrift» eine Provokation. Obwohl sich die «Heiligen der Letzten Tage» ausdrücklich auf Jesus berufen, werden sie von den meisten christlichen Kirchen bis heute nicht als ihresgleichen akzeptiert, sondern als neureligiöse Bewegung betrachtet. Kritiker nennen sie eine Sekte.

Tod des Gründers und Auszug nach Utah

Für Smith und seine «Jünger» begann eine Odyssee durch die Vereinigten Staaten. 1832 wurde der «Prophet» sogar geteert und gefedert. Im Staat Illinois fanden die Mormonen eine vorläufige Heimat. Sie gründeten die Stadt Nauvoo, bauten einen Tempel und erhielten ein Sonderstatut. Dennoch blieben Konflikte und interne Spannungen nicht aus: 1844 wurde Joseph Smith verhaftet, nachdem er die Druckerpresse einer ihm kritisch gesinnten Zeitung hatte zerstören lassen. Am 27. Juni 1844 drangen radikale Gegner von Smith in das Gefängnis ein. Als er zu fliehen versuchte, wurde der Kirchengründer erschossen.

Der Tod des Propheten traf die Kirche unvorbereitet, da Smith keine Nachfolgeregelung verfügt hatte. Es kam zu Abspaltungen. Die Mehrheit der Mormonen zog unter Führung von Brigham Young über die Rocky Mountains in das damals mexikanische Gebiet am Grossen Salzsee. Hier konnte sich die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage niederlassen. Hier machten sie mit ihrer hohen Arbeitsethik das öde Land urbar und gründeten die Stadt Salt Lake City. Und hier praktizierten sie offen, was die Mormonen bis heute angreifbar macht: Polygamie.

Ein Mann und mehrere Frauen

Während die Vielehe unter Joseph Smith – er soll mindestens 33 Frauen gehabt haben – den Kirchenführern vorbehalten war, legte Brigham Young sie auch einfachen Mitgliedern nahe – nur Männern wohlgemerkt, Frauen hatten das gleiche Recht natürlich nicht. Miles Romney, der Urgrossvater von Mitt, hatte insgesamt fünf Frauen. Den Vereinigten Staaten war dieses «Lotterleben» im heutigen Bundesstaat Utah ein Dorn im Auge. Als sich die USA nach Westen ausdehnten, wuchs der Druck auf die Mormonen.

1890 gab die Kirche nach, die Polygamie wurde abgeschafft – es war die entscheidende Voraussetzung für den Beitritt Utahs zu den Vereinigten Staaten im Jahr 1896. Abweichler praktizieren die Vielweiberei aber noch heute. Dabei vertreten die Mormonen eigentlich sehr konservative Moralvorstellungen. Im Zentrum steht die Familie. Die Frau geniesst als Mutter hohes Ansehen, entsprechend hoch ist die Geburtenrate. Berufstätigkeit wird hingegen nicht gerne gesehen. Sex vor und ausserhalb der Ehe ist tabu, Homosexualität wird abgelehnt. Alkohol, Tabak und selbst Kaffee und Schwarztee sind als Genussmittel verpönt.

Junge Männer werden aufgefordert, zwei Jahre lang als Vollzeit-Missionare tätig zu sein – auf eigene Kosten. Von den Mitgliedern wird erwartet, dass sie einen Zehntel ihres Einkommens der Kirche abliefern – andernfalls sind sie vom Tempelbesuch ausgeschlossen. Die Ahnenforschung der Mormonen geniesst einen hervorragenden Ruf – und führt immer wieder zu Kritik, denn die Kirche propagiert die Taufe für Verstorbene. Dazu gehörten auch zahlreiche Holocaust-Opfer, was scharfe Proteste von jüdischer Seite provozierte.

Fundamentalismus-Vorwurf

Auch säkulare Kreise sind gegenüber den «Heiligen der Letzten Tage» kritisch eingestellt. Die Sektenberatungsstelle infoSekta kritisiert auf ihrer Website die hierarchische und patriarchale Struktur der Mormonenkirche und ihre autoritäre Führung, weshalb man die Mormonen «zu den fundamentalistischen Glaubensgemeinschaften» zählen könne. Hinzu kommt ein hoher sozialer Druck, nicht zuletzt gegenüber Abweichlern. Wie traumatisch diese Erfahrung sein kann, schilderte die aus einer mormonischen Pionierfamilie stammende Journalistin Carrie Sheffield in einem Beitrag für die «Washington Post».

Während ihrer Studien an der kircheneigenen Brigham Young Universität seien ihr die Diskrepanzen zwischen Kirchenlehre und Wissenschaft bewusst geworden. Doch die «männliche Gerontokratie» habe ihr geraten, Bücher zu meiden und zu heiraten. Carrie Sheffield fand sich damit nicht ab und verliess die Kirche, worauf ihre Eltern sie fünf Jahre lang auf ihrem Haus verbannt hätten. Im hoch zentralisierten Mormonismus gebe es keine Möglichkeit, eine moderate, reformierte Existenz zu leben, kritisiert die Autorin.

Romney und die schwangere Frau

Ein Beispiel für doktrinäres Verhalten gibt es auch in Mitt Romneys Biographie. Als Bischof seiner Bostoner Kirchgemeinde – die Mormonen kennen keine strikte Trennung von weltlichen und geistlichen Ämtern – soll er in den 80er Jahren eine junge unverheiratete Frau, die einst Babysitterin in seiner Familie war, dazu gedrängt haben, ihr ungeborenes Kind zur Adoption freizugeben. Andernfalls habe er ihr mit Exkommunikation gedroht. Romney bestreitet dies, doch die Episode dürfte ihm im Wahlkampf noch zu schaffen machen.

Ohnehin stösst Mitt Romney wegen seines Glaubens gerade im christlich-konservativen Lager auf Ablehnung. Da erstaunt es wenig, dass sich die Mormonen umgekehrt vom Rest des Landes missverstanden fühlen. 62 Prozent gaben in einer Umfrage des renommierten Pew Research Center an, die Amerikaner wüssten zu wenig über den Mormonismus. Die «Aussteigerin» Carrie Sheffield spielt den Ball allerdings zurück. Die Kirche verhalte sich gegenüber Aussenstehenden «nicht gerade willkommen», schreibt sie. So ist etwa Nichtgläubigen der Zutritt zu den Mormonen-Tempeln strikt verboten.

Geheimniskrämerei um die Finanzen der Kirche (sie gilt wegen den Abgaben ihrer Mitglieder als schwerreich), Frauen- und Schwulenfeindlichkeit gehören zu den weiteren Kritikpunkten von Sheffield. Und Rassismus, könnte man anfügen, denn bis 1978 waren Schwarze nicht zum Priesteramt zugelassen. Die Ex-Mormonin fordert einen fundamentalen Wandel. Manche Mormonen würden Kirchengründer Joseph Smith mit dem Reformator Martin Luther vergleichen, schreibt sie. In Wirklichkeit «braucht der Mormonismus seinen eigenen Luther».

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hilti am 11.02.2012 18:14 Report Diesen Beitrag melden

    Southpark

    Allen, die "zu wenig über den Mormonischen Glauben" wissen, kann ich nur die 12. Episode der 7. Southparkstaffel empfehlen ;)

  • Paula Wattwyl am 11.02.2012 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Deutsche Vorfahren

    Romneys Vorfahren kommen aus Schleswig-Hollstein. Leider meint jeder Glaube-Gläubiger sein Glaube sei der Wahre. Deshalb sollte man die Religionen abschaffen. Diese bringen nur Streit, Krieg, Besserwisserei und viel, viel Übel.

    einklappen einklappen
  • M. Meyer am 12.02.2012 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    Toleranz und Respekt

    Sie können alle glauben, was sie wollen, so lange sie Toleranz und gegenseitigen Respekt ausüben. Das Missionarische und damit verbunden oft ein gewisser Fanatismus, ist das, was viele abstösst, egal, bei welcher Religion.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Madaf am 13.02.2012 15:34 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Es geht wie bei allen anderen Religionen darum den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen und sie zu kontorllieren. Irgendjemand profitiert immer davon. Aber das mit Amerika als gleobten Land und der antiken Goldtafel finde ich schon recht lustig :-) es gibt da auch eine tolle South Park Folge ...

    • Gert-Christian Südel am 15.02.2012 11:08 Report Diesen Beitrag melden

      Ist dieser Museumsgegenstand auch lustig

      Im National Museum of National History in Sofia, Bulgarien, werden goldene Platten ausgestellt, die 600 Jahre alt sind und mit einem Metallbügel zusammengehalten werden:

    einklappen einklappen
  • Gert-Christian Südel am 13.02.2012 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    11. Glaubensartikel der Mormonen

    "Wir beanspruchen das Recht, den Allmächtigen Gott zu verehren, wie es uns das eigene Gewissen gebietet, und gestehen allen Menschen das gleiche Recht zu, mögen sie verehren, wie oder wo oder was sie wollen." Und die Kirche Jesu Christi rät uns Mitgliedern, unsere staatspolitischen Pflichten wahrzunehmen, empfiehlt aber weder einzelne Parteien noch Kandidaten. Da Mitt Romney im Wahlkampf weder finanziell noch durch Werbung von der Kirche unterstützt wird, ist es auch selbstverständlich, dass er seinen Glauben als Privatangelegenheit betrachtet.

    • Lilian am 14.02.2012 12:20 Report Diesen Beitrag melden

      Frauenfeindliche Religion

      ja super immer mehr von denen in hohen Ämter hieven, mir gefällt die Mormonische Doktrine und das Frauenbild ganz und gar nicht.

    einklappen einklappen
  • Viren Frei am 13.02.2012 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Gäbe es einen Gott

    und er würde sich nur bei mir als Einzelperson melden, ich solle sein Wort verkünden, würde ich ihm antworten:" Du bist doch allmächtig? Dann sollte es Dir ein Leichtes sein, Dein Wort ALLEN Menschen selbst zu verkünden. Oder bist Du am Ende gar kein allmächtiger Gott?".

  • Martin Riesen am 13.02.2012 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin stolz darauf

    Ich bin Mormone. Ich habe 2 Jahre als Missionar gedient, habe zuerst im Standesamt und dann im Tempel geheiratet, zahle Steuern und den Zehten, habe die gleichen Probleme und Schwierigkeiten wie alle. Ich glaube an Gott den ewigen Vater, an seinen Sohn Jesus Christus und an den Heiligen Geist. Ich lasse allen das Recht zu Glauben was sie wollen. Ich komme meinen Staatsbürgerlichen Pflichten nach und versuche ein guter Mensch zu sein. Ja, auch ich mache Fehler in meinem Leben, aber ich habe MEINEN Weg gefunden, gehe ihn und bin stolz darauf.

    • Peter Müler am 13.02.2012 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      Nette Missionare

      Ich habe über die Zeit mehrer Missionare kennen gelernt (Elder..:-) und es waren allesamt wirklich sehr nette junge Leute. Ansonsten kann ich nichts über die Mormonen sagen...

    • Freak am 13.02.2012 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      Dein Entscheid

      Solange du zufrieden bist und niemand unter dir leiden muss ist ja alles OK.

    • Urs Bünzli am 13.02.2012 12:55 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig!

      Seien Sie stolz auf Ihr Leben! Ich kenne viele Mormonen persönlich und pflege als Nichtmormone eine sehr gute Freundschaft zu Ihnen. Und dies gelingt mir auch zu anderen Christen, Juden, Buddhisten und Muslimen. Wer Religion als Behinderung des persönlichen Umfeldes sieht, lebt im Mittelalter. Toleranz bezieht sich nicht nur auf Rasse, sondern auch auf Geschlecht und Religion. Weiter so!

    einklappen einklappen
  • Boris am 13.02.2012 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Vorurteile?

    Ob Christen oder Atheisten. Allesammt schiessen sie hier gegen die Mormonen. Und wer steht den Mormonen bei? Diejenigen die persönliche Erfahrungen mit ihnen gemacht haben oder sie zu ihrem Freundeskreis zählen. Was sagt uns das über die Mormonen?

    • Kevin Spence am 13.02.2012 11:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Sag ich ja

      Sag ich ja, Erstmal Kennenlernen dann Urteilen

    • Stefan am 13.02.2012 12:11 Report Diesen Beitrag melden

      Ganz so einfach ist es nicht

      Ich bin als Mormone aufgewachsen. An die Zeugnisversammlungen habe ich nicht gerade gute Erinnerungen. Wenn Mormonen behaupten, sie wüssten, dass ihre Kirche die einzig von Gott autorisierte Kirche sei, finde ich das genau so daneben, wie wenn den Mormonen unterstellt wird, sie seien keine Christen. Zudem finde ich, dass einige Reaktionen von Mormonen in diesem Forum von einen Mangel an Demut zeugen. Aber vielleicht ist es ja so, wie im Buch Mormon beschrieben, dass der Stolz wahrscheinlich der grösste Feind der Menschen ist, auch bei den Mormonen.

    • Boris am 13.02.2012 16:38 Report Diesen Beitrag melden

      @Stefan

      @Stefan Da hast du sicher nicht ganz unrecht. Wie alle Menschen leiden auch Mormonen unter menschlichem Fehlverhalten. Und Stolz und Überheblichkeit sind davon bei vielen Menschen die Ursache. Ich wollte aber in meinem obigen Kommentar darauf hinweisen, dass den meisten negativen Kommentaren hier jegliche Begründung fehlt, da die Verfasser den Mormonismus nur vom hörensagen kennen. Dein Beitrag ist dabei eine der wenigen Ausnahmen. Sie beruht auf persönlicher Erfahrung was ich durchaus akzeptiere und verstehen kann.

    • Stefan am 14.02.2012 12:42 Report Diesen Beitrag melden

      @Boris

      Und ich möchte darauf hinaus, dass Mormonen vielleicht selbst nicht so vorurteilsfrei sind, wie sie das von andern fordern. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass viele Mormonen zuerst das Buch von Hubbard lesen, bevor sie sich ein Urteil über die Sientologen bilden. Aussagen, dass jemand wisse, dass die Mormonen die einzig wahre Kirche hätten, beihaltet automatisch ein Urteil über sämliche Konfessionen. Konfessionen, von denen Mormonen vielleicht noch nie etwas gehört haben. Könnte man das nicht auch als Vorurteil interpretieren?

    einklappen einklappen