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Wunderwaffen der Nazis
09. April 2012 20:11; Akt: 10.04.2012 08:50 Print
Von Hitlers «Kraft-Ei» zur «Reichsflugscheibe»
von Daniel Huber - Die berüchtigten «Vergeltungswaffen» V1 und V2 brachten die Wende im Krieg ebenso wenig wie der innovative Strahljäger Me 262. Das galt auch für eine Reihe von anderen Projekten.
Noch schneller als die Me 262 und die Arado Ar 234 war ein kleiner Abfangjäger mit Raketenantrieb: Die Me 163 «Komet» war das schnellste Flugzeug im Zweiten Weltkrieg.
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«Verschwörungs-Theorien sind alle wahr»
Die «Kraft-Ei» genannte Maschine wies herausragende Steigleistungen auf, hatte aber nur Treibstoff für acht Minuten. Danach musste sie im Gleitflug landen, was sie verletzlich für Angriffe feindlicher Jäger machte und überdies oft zu Bruchlandungen führte. Aufgrund der hohen Geschwindigkeitsdifferenz blieben den Piloten zudem nur wenige Sekunden, um einen feindlichen Bomber abzuschiessen (siehe Videos unten).
Der «Volksjäger»
Gegen die Übermacht der alliierten Bombergeschwader kämpfte die Luftwaffe gegen Kriegsende mit zusehends verzweifelteren Massnahmen an. Dazu gehörte das «Jägernotprogramm», das die Massenproduktion von billigen Abfangjägern vorsah. Zum Einsatz kam dabei einzig die Heinkel He 162, die im Dezember 1944 erstmals flog. Der «Volksjäger», der schneller als die alliierten Jäger war, wurde in extrem kurzer Zeit entwickelt. Er wies denn auch Konstruktionsmängel auf, die dazu führten, dass mehr Piloten durch Unfälle umkamen als durch Feindeinwirkung.
Video: Me 163 (2 Teile)
(Quelle: Youtube/gstom1947)
Video: Me 163
(Quelle: Youtube/PikAs666)
Video: Heinkel He 162
(Quelle: Youtube/SemtexOnline)
Eleganter Nurflügler
Seiner Zeit noch weiter voraus als die Me 262 war ein mysteriöser Kampfjet, dessen elegante Silhouette auch heute noch futuristisch anmutet: die Horten H IX. Dem Nurflügler wird nachgesagt, er sei «Hitlers Tarnkappenbomber» gewesen, doch dies dürfte ein Mythos sein. Die «Stealth»-Eigenschaften der Horten H IX waren wohl kaum beabsichtigt, auch wenn die Konstrukteure das später behaupteten. Ein Prototyp des Kampfjets, der nie zum Kampfeinsatz gelangte, wurde nach dem Krieg in die USA gebracht. Dort entwickelte man bei Northrop ebenfalls Nurflügler und dürfte die deutsche Maschine mit Interesse analysiert haben. Welche Erkenntnisse davon letztlich in die Entwicklung des Nurflügel-Bombers Northrop B2 mündeten, ist indes unklar.
Video: Horten H IX
(Quelle: Youtube/TheSARGON87)
Fiktive «Wunderwaffen»
Am 30. April 1945 erschoss sich Adolf Hitler im Führerbunker, gut eine Woche später war der Krieg in Europa zu Ende. Die «Wunderwaffen» hatten den Untergang des verbrecherischen «Dritten Reichs» nicht verhindert. Doch einige Ewiggestrige können sich bis heute nicht damit abfinden – und so verheerend die Niederlage der Nazis war, so abstrus sind die «Wunderwaffen», mit denen sich manche darüber hinwegtrösten. Von so genannten «Reichsflugscheiben» oder «Haunebus» wird da gemunkelt, die herausragende Flugeigenschaften besässen. Der Mythos dieser nie belegten Nazi-UFOs beruht vermutlich auf experimentellen Fluggeräten wie dem Nurflügler Horten oder dem Rundflügel-Flugzeug Sack AS-6. Dieser kuriose «fliegende Bierdeckel» hob nie wirklich ab, sondern vollführte bestenfalls einige Hüpfer (siehe Bildstrecke oben).
Video: Sack AS-6
(Quelle: Youtube/davidmyhrahistorian)
Video: «Haunebu»
(Quelle: Youtube/danoshibby)
Auf den fiktiven Reichsflugscheiben gründen Verschwörungstheorien, die eine Flucht Hitlers mitsamt der Nazi-Führung in eine Eis-Festung in der Antarktis («Neu-Berchtesgaden») oder gar auf den Mond halluzinieren. Historisch unhaltbar – aber wunderbarer Stoff für Sci-Fi-Trash-Filme wie «Iron Sky».
Video: Trailer «Iron Sky»
Im Grossformat auf dem Videoportal ![]()
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Alle 24 Kommentare

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Sind wir doch alle froh...
Die Allierten waren froh, wurde die Produktion der Strahlenflieger von Hitler belächelt und daher zurückgestellt. Die Prototypen brachten ihre erfolgreichen Testflüge bereits 1941 hinter sich und die Vorteile zeichneten sich ggü. den Propellermaschinen deutlich ab. Die Unterhaltsarbeiten waren auch in kürzester Zeit durchführbar. Hitler war aber immer noch von der Unbesiegbarkeit seiner Armee überzeugt. Somit kamen die Strahlentriebwerkflugzeuge erst ab 1944 selten zum Einsatz. Im Nachhinein sind wir ja froh, aber es war doch Glück, hörte der Adolf bereits damals nicht auf seine "Betrater".
anzeichen
es gibt mittlerweise mehrere anzeichen, dass die ersten atombomben (hiroshima etc.) gar nicht von den amis stammen, sondern als "kriegsbeute" von den nazis. desweiteren gibt es dinge die einen auch stutzig machen. bsp. dank werner von braun war es den amis erst möglich raketen zu bauen. seit über 60 jahren hat sich diese technik nicht gross weiter entwickelt...wers glaubt ? schaut mal bei google nach fast geheim ;)
So ein Schwachsinn
Also so einen Unsinn habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen. Schon mal was von Robert Oppenheimer und Albert Einstein gehört? Schon mal etwas vom Manhattan Projekt gehört? Die ersten Atombomben wurden glücklicherweise getestet bevor das Atomprogramm des Dritten Reiches soweit war. Und wie Sie darauf kommen, dass sich die Raketentechnologie seit 60 Jahren "nicht gross" weiterentwickelt hat, bleibt wohl auch Ihr Geheimnis. Aber eben... "Google" ist halt nicht gleich Bildung.
Auffällig
Es ist auffällig, wie häufig in CH Zeitungen Berichte über die Nazis kommen. Sollte sich ein Land nicht besser mit seiner eigenen Vergangenheit befassen? Und zwar endlich einmal schonungslos selbstkritisch! Stattdessen wird hierzulande jeder falsche Mythos der heroischen und guten Schweiz am Leben erhalten.
alles schon geschehen
schon mal was von bergier bericht gehört?
nur wenn interessiert der...
Bergier Bericht? Das interessiert doch niemanden bzw der Inhalt wird in der öffentlichen Wahrnehmung nur verdrängt.