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40 Jahre «Apollo 17»
14. Dezember 2012 10:24; Akt: 14.12.2012 10:49 Print
Die letzten Männer im Mond
von G. Kowalski, dapd - Am 14. Dezember 1972 verliessen die letzten Astronauten den Mond. Zwar versprachen sie eine Rückkehr – doch die ist weit entfernt. Auch wenn es nicht an Vorhaben mangelt.
Als US-Astronaut Eugene «Gene» Cernan als zwölfter und bislang letzter Mensch den Mond verliess, versprach er auch im Namen seiner Mannschaftskameraden Ron Evans und Harrison «Jack» Schmitt, wiederzukommen - so Gott will, «mit Friede und Hoffnung für die ganze Menschheit». Doch auch 40 Jahre danach ist das Versprechen Cernans nicht erfüllt.
Bildstrecken Weltraum-Müll auf dem MondNeil Armstrong - Seine Leben in BildernPrivate Weltraum-Projekte Infografik Geschichte der Raumfahrt«Apollo 17» war am 7. Dezember als letztes von sechs Raumschiffen gestartet. Als Landeort hatte man mit Bedacht die Berg- und Kraterwelt von Taurus-Littrow am Ostrand des Mare Serenitatis ausgewählt. Die Wissenschaft versprach sich hier wichtige Erkenntnisse über die Zeitskala der geologischen Ereignisse. Mit Schmitt betrat zudem am 11. Dezember erstmals ein Geologe den Mond, um ihn fachmännisch zu untersuchen. «Das ist ja absolut unglaublich - absolut unglaublich», rief er aus, als er mit Cernan die von hohen Bergen umgebene Ebene sah.
Beide Männer arbeiteten auf drei Mondspaziergängen ein umfangreiches Programm ab, wozu auch das Bohren einer zweieinhalb Meter tiefen Probe aus der Mondoberfläche gehörte, und kurvten mit ihrem Rover 34 Kilometer durchs Gelände. Mit 110,4 Kilogramm Mondgestein im Gepäck trat das Trio am 14. Dezember 1972 die Rückreise an und landete am 19. Dezember wohlbehalten auf der Erde. Bei allen «Apollo»-Missionen zusammen, die 1969 mit Neil Armstrong und «Apollo 11» begannen, haben die Astronauten fast zwölfeinhalb Tage auf dem Mond gearbeitet und 381,4 Kilogramm Gestein mitgebracht.
Noch kein Termin für bemannte Rückkehr
Das «Apollo»-Programm hat zwar einen grossen Boom ausgelöst, bildete jedoch zusammen mit sowjetischen Sonden nur den Anfang der Mondforschung, bei der es um fundamentale Einblicke in die Frühgeschichte unseres Sonnensystems geht. In den Folgejahren wurde die Arbeit mit Automaten fortgesetzt. Doch obwohl sich alle Raumfahrtnationen für den weitgehend noch unerforschten Erdtrabanten interessieren und die technischen Voraussetzungen dafür besser denn je sind, gibt es heute noch keinen festen Termin für die bemannte Rückkehr dorthin. Vage ist von Anfang des nächsten Jahrzehnts die Rede.
Die USA wollen in Kürze verkünden, wie es mit ihrer bemannten Raumfahrt weitergeht, die seit dem Ende des Shuttle-Programms 2011 ruht. Mit ihrer neuen Raumkapsel «Orion» wollen sie nach den bisherigen Vorstellungen etwa 2021 zum Mond zurückkehren und später auf ihm eine Basis als Sprungbrett für Expeditionen zu Asteroiden und zum Mars errichten.
Auch die Russen, die in der Zeit des Kalten Krieges ihren Mond-Wettlauf gegen die USA verloren haben, wenden sich nach dem Scheitern ihrer Mars-Mission «Phobos-Grunt» wieder verstärkt dem Erdtrabanten zu. Mit «Luna-Glob-Orbiter», «Luna-Glob-Lander», «Luna-Grunt» und «Luna-Resurs» wollen sie die technischen Voraussetzungen für eine bemannte Mission schaffen. Dabei geht es ihnen aber nicht nur um eine Wiederholung des «Apollo»-Programms, wie sie betonen. Sie wollen vielmehr eine Basis auf dem Mond bauen und ihn als potenzielle Rohstoffquelle nutzen.
Europa über die Amerikaner dabei
Europa schafft voraussichtlich mit Hilfe der Amerikaner den Sprung zum Mond. Denn nach dem Scheitern der Pläne für den «Lunar Lander»-Forschungsroboter will sich die Europäische Weltraumorganisation ESA mit einem Service-Modul am «Orion»-Raumschiff beteiligen. Die Schweizer Industrie könnte dabei dank ihrer Beteiligung am Bau des automatischen Raumschiffs ATV eine wichtige Rolle spielen.
Die grössten Chancen, als zweite Nation bemannt auf dem Mond zu landen, räumen viele Experten den Chinesen ein. Zwar haben auch sie dafür noch keinen konkreten Zeitplan, wie offiziell betont wurde. Doch sie ziehen mit grosser Konsequenz und erheblichem finanziellen Einsatz ihr unbemanntes Vorbereitungsprogramm durch. 2013 soll ihre Mondsonde «Chang’e 3» mit einem Rover an Bord auf die Reise gehen, und 2017 wollen sie erstmals Mondgestein zur Erde holen. Damit wäre dann der Weg für den ersten Taikonauten auf dem Mond frei.
Im Grossformat auf dem Videoportal ![]()
Das wars: Die letzten Apollo-Astronauten verlassen den Mond. (Video: Nasa)
Längere Nasa-Doku zur «Apollo 17»- Mission (englisch). (Video: YouTube/iafastro)
Am ehesten geb ich dem Mond für Tourismus eine Chance. Irgendwann mal werden die Leute sich das leisten können, auf dem Mond Ferien zu machen. So quasi weg von allem. Vorallem natürlich geeignet für Burn-out-Patienten. Ich denke jedoch nicht, dass es jemals in der allgemeinen Krankenkasse als anerkannte Stresstherapie inbegriffen werden sein wird. Wünsche allen guten Flug! – Jost
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Alle 46 Kommentare

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Mondhotels für Freaks
Das einzige was vielleicht Sinn machen würde, wären Mondhotels, für Leute die auf total aussergewöhnlichen Urlaub stehen. Da müsste man aber mit den Transportkosten noch massiv runter kommen und ein Shuttle erfinden, welches mit einem Minimum an Treibstoff auskommt, um die ca. 40'000 Kilometer bis zum Mond und zurück zu reisen. Würde aber auch so, wohl nur ein Privileg für wirklich gut betuchte Leute bleiben. Die Abläufe müssten ausserdem so simpel sein, dass es einem Transatlantikflug gleichkommen würde, ansonsten steigt da wohl keiner ein.
Aufgerundet 400000km
Oops, eine 0 an die 40000 noch anhängen. ;)
Sie waren auf dem Mond
Der Grund warum die NASA heute nicht mehr zum Mond fliegt, liegt alleine daran wegen dem Geld. Früher im Kalten Krieg musste ja die USA unbedingt den Wettlauf gegen die UdSSR gewinnen. Geld spielte dabei keine Rolle. Heute ist es anders. Da ist sparen angesagt. Also bitte hört doch auf mit diesen Verschwörungstheorien. Das Sie auf dem Mond gewesen sind ist eindeutig bewiesen. Die ganze Welt schaute zu. So etwas hätte man nie verheimlichen können.
Tourismus
Am ehesten geb ich dem Mond für Tourismus eine Chance. Irgendwann mal werden die Leute sich das leisten können, auf dem Mond Ferien zu machen. So quasi weg von allem. Vorallem natürlich geeignet für Burn-out-Patienten. Ich denke jedoch nicht, dass es jemals in der allgemeinen Krankenkasse als anerkannte Stresstherapie inbegriffen werden sein wird. Wünsche allen guten Flug!