Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Männer, Macht und Mimi
08. Februar 2012 18:11; Akt: 08.02.2012 23:00 Print
Geständnisse von JFKs blutjunger Geliebten
von Philipp Dahm - Er gab ihr Drogen und forderte sie zum Blowjob mit seinem Assistenten auf. Sie nannte ihn nur «Mr. President». In einer Biografie lüftet «Mimi» Beardsley Geheimnisse über John F. Kennedy.
Als Marion «Mimi» Beardsley ihr Praktikum im Weissen Haus antritt, ist sie 19 Jahre alt. Das Mädchen aus der Kleinstadt Trenton, New Jersey, hat gerade das Wheaton College abgeschlossen. Sie hat sich für den Job unter John F. Kennedy nie beworben. Vielleicht war der Präsident auf sie aufmerksam geworden, weil sie einen Artikel über die bekannteste Ehemalige ihrer Schule geschrieben hat: Jacqueline Kennedy Onassis.
Bildstrecken 75 Jahre «Life»-MagazinPolitiker auf Abwegen Infografik Das Weisse Haus Video
Kennedys «schwieriger Tag»
«Dann fasste er zwischen meine Beine»
Nach vier Tagen wird Mimi im Sommer 1962 von Dave Powers zum Schwimmen eingeladen: Die rechte Hand von JFK stellt der Praktikantin den Präsidenten im Pool vor. Noch am selben Abend wird sie mit zwei weiteren jungen Frauen zu einer Party beordert. Erst bekamen die Damen Daiquiris, dann trat der mächtigste Mann der Welt auf die Bühne, um Mimi im Weissen Haus herumzuführen. Ausgerechnet in «Mrs. Kennedys Room» kommen sich die beiden näher: Eine 18 Monate andauernde Affäre beginnt.
«Langsam knüpfte er mein Kleid oben auf und berührte meine Brüste. Dann fasste er zwischen meine Beine und begann, meine Unterwäsche auszuziehen», schreibt Mimi 50 Jahre danach in ihrer am 8. Februar in den USA erschienenen Biographie «Once Upon a Secret». Als dem 45-Jährigen bewusst wird, dass seine Praktikantin noch Jungfrau ist, geht er die Sache langsamer an. Nach dem Koitus tut Kennedy, als sei nichts gewesen. «Ich war geschockt. Er war sachlich und benahm sich, als wäre das, was passiert ist, die natürlichste Sache der Welt.»
Der Sex ist «abwechslungsreich und spassig»
Schon am nächsten Tag führt JFK Mimi in ein anderes Schlafzimmer. «Das war der Beginn unserer Affäre», schreibt die heute 69-Jährige, die sich ihrem «Mr. President» nicht entziehen konnte. «Die Tatsache, dass ich von einem der berühmtesten und mächtigsten Männern Amerikas begehrt wurde, heizte meine Gefühle bis zu dem Punkt an, an dem Widerstand nicht mehr in Frage kam. Deshalb sagte ich nicht Nein.»
Mimi und ihr Liebhaber besuchen Jackies Raum nie wieder. Ein schlechtes Gewissen wegen der First Lady, die durch Abwesenheit glänzt, hat die Praktikantin nicht. Mimi und John F. baden oft zusammen, der Sex ist «abwechslungsreich und spassig» und der Präsident zeigt der Praktikantin, wie man Rühreier macht. Kennedy trägt «4711»-Parfüm, hört gerne Tony Bennett und Frank Sinatra und singt manchmal mit seiner Geliebten. Er nimmt sie auch zu Partys und auf seine Yacht mit. Die Anwesenheit des Mädchens wird in der High-Society nie erklärt oder hinterfragt.
Kuscheln während der Kuba-Krise
Als Mimi Vize-Präsident Lyndon Johnson kennenlernt, wird sein Vorgesetzter aber doch vorsichtig. «Halte dich fern von ihm», befiehlt er ihr, aus Angst, seine Affäre könnte auffliegen. Mimi weiss, dass die Zwei ein ungleiches Paar sind. «Er war immer noch der Führer der freien Welt. Und ich war nicht mal alt genug zum Wählen», schreibt sie ein halbes Jahrhundert später. «Die grosse Kluft zwischen uns – das Alter, die Macht, die Erfahrung – garantierte, dass sich unsere Affäre nicht zu etwas Ernsterem entwickelte.»
Ende des Sommers von 1962 endet Beardleys Praktikum und sie kehrt an das Wheaton College nach Massachusetts zurück. JFK verspricht, unter dem Namen «Michael Carter» anzurufen. Der Präsident hält Wort und lässt Mimi einfliegen, wann immer es ihm passt. Im Oktober 1962 besucht sie ihn zum zweiten Mal - die Welt steht wegen der Kuba-Krise am Rande eines Atomkrieges. Er sei angespannt gewesen, erinnert sich die ehemalige Mätresse. Als Präsident Kennedy sich mit seinem engsten Krisenstab traf, schlief Mimi «in weiches Leinen eingehüllt wie ein Baby im Schlafzimmer im zweiten Stock».
Zum Blowjob genötigt
Während Uncle Sam gegenüber den Sowjets kompromisslos auftritt, sagt Kennedy seiner Geliebten: «Meine Kinder sind lieber rot als tot.» Der Dritte Weltkrieg bleibt aus. Privat wird es aber schmutzig. Selbst auf Partys: «Der Präsident fragte mich, ob ich die Droge [Poppers] probieren wolle. Ich sagte Nein, aber er machte einfach weiter, zerbrach die Kapsel und hielt sie mir unter die Nase. Ich bekam Panik und rannte aus dem Raum.»
Pikant ist auch die Szene, in der sich Assistent Dave Powers, Mimi und JFK am Pool des Weissen Hauses vergnügen. «Der Präsident schwamm herüber und flüsterte mir ins Ohr. ‹Mr. Powers sieht etwas angespannt aus›, sagte er. ‹Kümmerst du dich darum?›. Es war gewagt, aber ich wusste genau, was er meinte. Er wollte mich herausfordern, Dave Powers oral zu befriedigen. Ich denke nicht, dass der Präsident glaubte, ich würde es tun, aber zu meiner Schande muss ich sagen, dass ich es tat. Der Präsident sah schweigend zu.» Später habe sich JFK bei beiden entschuldigt.
Du heiratest? Mir doch egal!
Wochen danach in Boston dann das Déjà-vu: «Mimi, warum kümmerst du dich nicht um meinen kleinen Bruder? Er könnte ein wenig Entspannung gebrauchen.» Dieses Mal spielt das Mädchen nicht mit. «Sie nehmen mich auf den Arm. Sicherlich nicht, Mr. President.» Beardsley muss ihren Liebhaber immer mit «Mr. President» anreden. Sie darf ihn nicht küssen, nimmt während ihrer Affäre keine Verhütungsmittel. Als einmal die Regel ausbleibt, kümmert sich Assistent Dave Powers umgehend um einen entsprechenden Arzt, obwohl Abtreibung damals illegal ist. Mimi wird nicht nach ihrer Meinung gefragt. Kurz darauf bekommt sie ihre Periode.
1963 will die junge Frau seriös werden und ihre College-Liebe Tony Fahnestock vor den Altar führen. Am 15. November sehen sich Mimi und JFK zum letzten Mal. Im «Carlyle Hotel» in Manhattan sagt der Präsident, er werde sie nach seinem Trip nach Texas anrufen. «Mich überkam eine plötzliche Trauer. ‹Vergessen sie nicht, Mr. President, ich werde heiraten.› ‹Ich weiss das›, sagte er. Dann, schulterzuckend: ‹Ich rufe dich trotzdem an.›» Eine Woche darauf wird JFK in Dallas erschossen.
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 30 Kommentare





























Verlobt und trotzdem Sex mit Drittem
Ich persönlich finde JFKs Verhalten viel weniger Verwerflich als Mimis... Oh, ich Böser Böser, die Frau darf also nicht... Nein, das ist nicht der Grund. Gleichberechtigung für alle! Was mich an Mimis Verhalten stört ist die Tatsache, dass sie verlobt war und trotzdem mit einem anderen Mann geschlafen hat. Das ist selbst nach heutigen Masstäben verrucht... Stellt euch das mal vor, ihr wollt heiraten und euer Partner hat nur wenige Tage vorher immer noch Sex mit einer/einem Anderen... Dagegen ist JFKs Ehebruch schon fast normal...
Kennedy
Die schöne Jacky Kennedy hatt auch vieles durchmachen müssen mir diesem Ehemann und trotz allem hat sie immer zu ihm gehalten und immer geschwiegen. Diese Frau hat mir immer sehr leid getan.
Mrs. K.
Sie erhielt vom Senior Kennedy viel, viel Geld, um sie vor dem Davonlaufen abzuhalten.
ach herrje noch so eine tolle Story...
Ja klar. Es ist sicher genauso gewesen. Aber wen interessiert das heute noch? Ich meine, heute laufen alle wie Prostituierte rum, keine(r) kann sich mehr richtig/korrekt ausdrücken und dann zu allem Überfluss kommen solche alte Geschichten - vermutlich alles gelogen, auch noch. Trotzdem ist man wie schockiert. Menschen geilen sich ständig daran auf wie andere versagt haben. Was macht denn jeder einzelne besser?