100 Jahre altes Foto

30. November 2012 11:27; Akt: 30.11.2012 12:31 Print

Hat dieser Eisberg die «Titanic» versenkt?

Ein hundert Jahre altes Foto wird in den USA versteigert. Es zeigt vermutlich den Eisberg, an dem die «Titanic» zerschellte.

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Das Foto des angeblichen «Titanic»-Eisbergs. (Bild: RR Auction)

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Kurz vor Ende des Gedenkjahres sorgt die «Titanic» noch einmal für Schlagzeilen. In den USA kommt ein Foto unter den Hammer, das den Eisberg zeigen soll, der den Ozeanriesen versenkte.

Die Original-Aufnahme wird vom 13. bis 16. Dezember von RR Auction in Amherst im Bundesstaat New Hampshire versteigert. Der auf dem Schwarz-Weiss-Foto abgebildete Eisberg sehe dem von Besatzungsmitgliedern auf Skizzen festgehaltenen Berg «auf unheimliche Weise ähnlich», teilten die Organisatoren auf ihrer Website mit.

Die Aufnahme wurde vom Kapitän des Schiffs «Etonian», W. F. Wood, zwei Tage vor dem «Titanic»-Unglück gemacht. Ihren Wert schätzte das Auktionshaus auf 8000 bis 10'000 Dollar. Das Passagierschiff «Titanic» hatte auf seiner Jungfernfahrt vom englischen Southampton nach New York am 14. April 1912 einen Eisberg gerammt und war knapp drei Stunden später gesunken. Rund 1500 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben.

Experte ist skeptisch

«Titanic»-Kenner sind gemäss Fox News überzeugt, dass es sich um den «richtigen» Eisberg handelt. Dafür spreche die geographische Lage, die Aufnahme sei rund 15 Kilometer nordöstlich des Unglücksorts gemacht worden. Steve Bruneau, ein kanadischer Eisberg-Experte, ist genau aus diesem Grund skeptisch: «Frei schwimmende Eisberge bewegen sich vor der Küste Neufundlands in der Regel mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Tag. Sie können aber auch vier- bis fünfmal schneller vorankommen.»

Es existieren verschiedene Fotos, die angeblich den «Titanic»-Eisberg zeigen. Am bekanntesten ist vermutlich eine Aufnahme, die vor zwölf Jahren aufgetaucht ist. Sie wurde einige Tage nach dem Unglück von einem tschechischen Seemann geschossen. Welches der «richtige» Eisberg ist, dürfte wohl nie geklärt werden – wie so manches Mysterium rund um das berühmteste Schiffsunglück der Geschichte.

(pbl/sda)