Schreckensszenario

11. Januar 2017 16:42; Akt: 11.01.2017 16:42 Print

Zombies würden Menschen in 100 Tagen auslöschen

Ein Zombie-Ausbruch hätte katastrophale Auswirkungen für die Menschheit. Laut einer Studie wären nach 100 Tagen nur noch knapp 300 Menschen übrig.

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Eine hypothetische Zombie-Epidemie wäre kein Spass für uns Menschen. Innert 100 Tagen würde die Weltbevölkerung auf gerade mal 273 Menschen reduziert werden, hat die Uni Leicester berechnet. Links: So schnell würden aus lebenden Menschen (blau) durch die Ausbreitung der Zombies (grün) tote (rot). Rechts: in dünn besiedelten Gegenden würde es etwas länger dauern. Sollte sich der Mensch aber anpassen, d.h. sich nicht mehr so schnell vom Zombie-Virus anstecken lassen, gesunden Nachwuchs produzieren und die Zombies aktiv töten, hätte er Überlebenschancen. Über einen Zeitraum von einigen Jahrzehnten würde sich die Bevölkerung unter diesen Bedingungen von einer Zombie-Apokalypse erholen. Wer sich während einer Zombie-Apokalypse nicht plötzlich in dieser Situation wiederfinden möchte, sollte beim Hausbau Vorkehrungen treffen. Es folgt eine Auswahl zombiesicherer Häuser: Der Inbegriff des Zombie-Forts ist ein schmuckloser funktionaler Bau, der perfekt verrammelt werden kann, was auf den Zielturm der Ruderarena Rotsee zutrifft. Der Rotsee-Zielturm links verrammelt, rechts geöffnet. Die Fensterabdeckungen werden recht unkonventionell verschoben. Rechts die Innenansicht des schmucklosen Raums. Villa in Vals. Bei einem Zombie-Angriff muss niemand die Hintertür bewachen. So sieht es innen aus. Die Villa ist unterirdisch mit dem Haupthaus einige Meter daneben verbunden. Das «Safe House» von Robert Konieczkny in Katowice, Polen. Dieses Bollwerk sagt jedem, der eindringen will: «Fuck You!» Geöffnet sieht es sehr einladend aus und macht einen gemütlichen Eindruck. Die Fensterläden sind allerdings recht klobig. Das Haus wird dichtgemacht. Nach drei Minuten ist kein Zutritt mehr möglich. Der Rolladen ist zusätzlich mit Metallträgern verstrebt und soll einem Lastwagen widerstehen. Der Luxus-Atombunker bei London von SLLB Architects. Panzerglas und solides Mauerwerk halten Untote ab. Der Bunker heisst übrigens «Seafield House» und liegt an der Partingdale Lane in London. Elegantes Interieur in der oberen Etage. Ein solider Klotz, das «Cube House» im japanischen Kanagawa. Den Architekten von Takehiko Nez gelang ein zombiesicheres, aber nicht reizloses Haus. Innenansicht des Würfelhauses. Was, dieses Haus soll zombiesicher sein? Niemals! Die Liegenschaft mit eigener Landepiste liegt im Adirondack State Park in Upstate New York. Dieses Haus ist über einem ehemaligen Raketensilo/Bunkerkomplex gebaut. Der Keller ist ausgelegt für einen Atomkrieg. Da lacht man über Zombies. Die obere Kellertür würde schon vollständig reichen. Die untere ist für einen dumpfen Wiedergänger unüberwindbar. Während die Untoten dagegen anrennen, hat man es im Untergeschoss gemütlich. Das «Moró-Haus» von Alfonso Jiménez in Querétaro, Mexiko. Die Häuser in der unmittelbaren Nachbarschaft sind allesamt attraktiver für die wandelnden Toten. Offen sieht es auch nicht besonders einladend aus. Dafür ist es innen sehr stylish. Die grosse Panzerglasfront im ersten Stock bietet einen guten Blick auf die Horden der Untoten. Falls Sie handwerklich begabt sind, ist das «Red Sands Maunsell Sea Fort» in England sicher eine Option. Auch wenn Zombies schwimmen könnten, da kommt keiner hoch. Okay - innen brauchts vielleicht noch einen Tupfer Farbe und einen Staublappen. Da ist dieses bogenförmige Baumhaus vom deutschen Architekten Andreas Wenning bei Solling deutlich wohnlicher und bietet den wandelnden Leichen nur einen Angriffspunkt. Ja, hier lässt es sich auch bei einer Belagerung leben. Was hier aussieht, wie ein Stapel Baumstämme, ist ein Kleinsthaus. Dumpfe Zombies würden einfach vorbeistolpern. Der holländische Komödiant und Musiker Hans Liberg hat sich dieses ganz besondere Studio in der Nähe des niederländischen Städtchens Hilversum gebrettert. Der Mann in seinen vier Wänden. Klein, aber fein. Vor ein Paar Jahren von Fotografen des National Geographic Magazine entdeckt: Das «River House» in Serbien steht auf einem Fels im Fluss Drina. Zombies, die schwimmen können? Nääää! Nur schon die Anlegestelle zu erreichen, ist nicht einfach. Falls eine ganze Siedlung für lebend Verwesende unerreichbar sein soll - Griechenland ist gerüstet mit seinen Meteoroi. Die meisten dieser schwer erreichbaren Siedlungen sind orthodoxe Klöster. Nichts für Untote. Im US-Bundesstaat ist eine Kleinausgabe von Versailles gebaut worden: Die Mauer sollte auch Wiedergänger abhalten. Dabei braucht man auf keinen Luxus zu verzichten. Dieses Haus in Oak Park, Illinois, wirkt nicht wirklich einladend. So stellt man sich die Zombie-Festung vor.

Zum Thema
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Studenten der Universität Leicester haben schlechte Nachrichten für die Weltbevölkerung. Sollte es im echten Leben tatsächlich zu einer Zombie-Epidemie kommen, hätten die Menschen schlechte Karten.

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Insgesamt 8356 Teilnehmer

Die britischen Akademiker gingen bei ihren Berechnungen davon aus, dass ein Zombie jeden Tag einen Menschen findet und diesen mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit ebenfalls in einen Zombie verwandelt. So kamen sie zum Schluss, dass am 100. Tag nach dem Ausbruch der Epidemie noch genau 273 Menschen übrig sind.

Bewährtes theoretisches Modell

Die Verbreitung des hypothetischen Zombievirus untersuchten die Studenten anhand des klassischen SIR-Modells. Es wird in der mathematischen Epidemiologie verwendet, um die Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten zu beschreiben.

Das Modell teilt die Bevölkerung in drei Kategorien ein. Jene, die anfällig sind (S), jene die infiziert sind (Z) und jene die entweder genesen oder – im Falle einer Zombie-Ansteckung garantiert – tot sind (D). Sie nahmen für die Zombies eine Lebensspanne von 20 Tagen an, bevor diese an Durst oder Hunger sterben, also von S über Z zu D gelangen würden.

Nicht in ihre Berechnungen bezogen die Studenten Geburten und natürliche Todesfälle ein. Diese wären aufgrund der kurzen Dauer der Infektion von 100 Tagen vernachlässigbar. Weiter nahmen sie an, dass die Menschheit keine Möglichkeit hat, sich zu verteidigen.

Wehrt sich der Mensch, hat er Chancen

Besser schnitt die Menschheit in einer zweiten Studie der Studenten aus Leicester ab. Dabei gestanden die Forscher der Weltbevölkerung zu, mit der Zeit zu lernen, sich gegen eine Infektion zu schützen und auch mal einen Zombie zu töten. Ausserdem berechneten sie die Geburten während der Zombie-Apokalypse mit ein. Und siehe da, unter diesen Bedingungen könnte es der Menschheit durchaus gelingen, eine Zombie-Epidemie zu überleben.

Die beiden Studien wurden im Fachblatt «Journal of Physics Special Topics» veröffentlicht, das von der Physik- und Astronomie-Abteilung der Uni Leicester herausgegeben wird. Der Leiter des Programms sagte dazu in einer Mitteilung: «Jedes Jahr fordern wird die Studenten auf, kurze Abhandlungen für das ‹Journal of Physics Special Topics› zu schreiben. Die Studenten können so ihre kreative Seite zeigen und ihre Physikkenntnisse auf seltsame, wundervolle oder alltägliche Themen anwenden.»


So würden sich 20-Minuten-Leser gegen eine Zombie-Invasion wehren.

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robin Zobrist am 11.01.2017 16:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und jetzt?

    Ich denke wir könnten Akademiker mit wesentlich sinmvolleren Aufgaben und Fragen beschäftigen...

  • K. Ing am 11.01.2017 16:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Survival Prodis

    Wenn es nach Walking Dead geht, kann man auch länger überleben ;)

    einklappen einklappen
  • m.r am 11.01.2017 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nach 100 tagen

    frage mich wie man genau auf 273 Menschen kommt

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Imhotep am 16.01.2017 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Dringende Studie nötig!

    Jetzt braucht es dringend noch eine Studie, die aussagt, was passieren würde, wenn ägyptischen Mumien a la Hollywood als Untote unter die Leute gehen würden!

  • Freitag am 12.01.2017 23:54 Report Diesen Beitrag melden

    Schatzinsel

    Es sind nach 100 Tagen genau 274 übrig. Die haben Robinson vergessen zu zählen.

  • Rolf am 12.01.2017 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin bereit:-)

    Da ich ein grosser Fan von The Walking Dead bin weis ich was ich brauche ! Sollen die nur kommen ,ich bastle mir ein paar Waffen und los gehts:-)

  • strubeli1 am 12.01.2017 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    cool

    Dass wäre ja gut.Dann wäre der schlimmste Alptraum Mensch mal weg von hier..Und die Welt hst Zeit sich von seiner Ausbeute in nur 100 Jahren zu erholen

  • dato maso am 12.01.2017 16:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    annahmen

    Alles nur Annahmen. ich finde die Studie überhaupt nicht plausibel und sehr ungenau. Wo sind denn die die Immun sind? Schwachsinig solch eine ungenaue Studie...