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Arbeitsplatz 2.0
27. September 2011 22:59; Akt: 27.09.2011 23:13 Print
So sieht das Büro der Zukunft aus
von Marilena Maiullari - Der persönliche Büroarbeitsplatz mit Foto und Pflanze ist ein Relikt der Vergangenheit. Die Zukunft gehört flexiblen Arbeitsinseln.

Besprechung an einem Team-Arbeitsplatz. (Foto: Haworth)
Das klassische Büro für Arbeiten von 8 bis 5 Uhr wird im Zeitalter von Web 2.0 zum Dinosaurier. Feste Arbeitszeiten und -orte werden immer unwichtiger. Das bedeutet nicht nur mehr Home Office. Auch die Firmen-Arbeitsplätze müssen überdacht werden. Denn heute liegt die durchschnittliche Auslastung eines Arbeitsplatzes nur mehr bei 50 bis 60 Prozent. Besprechungen an flexiblen Stehtischen, Brainstorming in gemütlichen Sitzecken, ruhige Einzel- oder Team-Arbeitsplätze: So sehen Experten das Büro von heute. Die freie Platzwahl soll sich langfristig auch positiv auf die Produktivität auswirken. Kritiker befürchten, Gruppenbildungen und interne Kämpfe um den Arbeitstisch störten die Arbeitseffizienz.
Eine offene Bürokultur bietet die Chance, sich schnell auszutauschen. (Foto: Haworth)
Tipps für flexible Arbeitsplätze
- Nutzung geeigneter Tools zur Planung, z.B. Activity-Based-Working von Haworth
- Mitarbeitende bei der Gestaltung mit einbeziehen
- Ergonomische und hygienische Aspekte berücksichtigen (schallabsorbierendes und höhenverstellbares Mobiliar, Platz für persönliche Gegenstände etc.)
- Die neue Unternehmenskultur muss von oben her gelebt werden
- Kontrollängste müssen abgebaut werden, Offenheit für eine transparentere Bürokultur ist nötig
www.buerowelten.ch
Dem widerspricht aber Gernot Schmid, Managing Director Global Sourcing Real Estate bei der UBS: «Nach unserer Erfahrung legen sich solche Probleme nach kurzer Zeit. Nach einem halben Jahr sind über 70 Prozent zufrieden.» Die UBS schafft derzeit im Grossraum Zürich flexible Arbeitsplätze. Bis im Jahr 2014 sollen die derzeit in 54 Gebäuden arbeitenden Angestellten des Back Office in 17 Liegenschaften zusammengebracht werden. «Das Wichtigste ist, intern zu erklären, weshalb und wie man das macht», so Schmid. Die UBS setzt dazu auf sogenannte Change Ambassadors, die das neue Konzept intern promoten. «Der Erfolg solcher Modelle hängt aber auch davon ab, dass Geschäftsleitung und Verwaltungsrat die neue Kultur ebenfalls mitleben», ergänzt Esther Häberling von HR & Board Consulting. Will heissen: Schluss mit verbarrikadierten Einzelbüros. Eine offene Bürokultur biete nämlich für alle die Chance, sich schnell auszutauschen, und schaffe Transparenz.
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Alle 5 Kommentare




























Erprobter Quatsch
Das ist ein uralter Zopf der vor Jahren mal in USA ge-hyped wurde und sich dort schon nicht bewährt hat. Unsere Company hat's auch schon probiert, aber es wieder aufgegeben. Es ist einfach wieder die Natur des Menschen und es tut den Leuten nicht gut.
Frage der Umsetzung!
Also bei uns im Büro funktionert das bestens! Obwohl, jeder immer etwa am selben Fleckchen sitzt, so werden die Inseln bei Gruppenarbeiten verschoben, sodass jedes Team möglichst nahe beieinander ist, damit der Informationsaustausch möglichst korrekt und schnell geht! Nur braucht es sehr viel Geduld und Logistik dahinter. Sonst gibt es eine mittlere Katastrophe!
Eine Frage der Kompleität der Arbeit
Grossraumbüros sind nicht geeignet für komplexe Arbeiten, das belegen diverse Studien. Auf dem Papier sieht alles wunderbar aus, aber nicht in der Realität. Nur schon allein der höhere Geräuschpegel, insbesondere Gespräche der Kollegen lassen die Produktivität bei schwierigen Arbeiten schnell um 30% sinken. Die Studien belegen auch, dass selbst Leute die behaupten sich vom Lärm nicht beeinflussen zu lassen, langsamer arbeiten. Für simple Arbeiten ist das moderne Grossraumbüro allerdings durchaus eine Alternative.
Intim
nebst den Geräuschen und den anderen negativen Nebenerscheinungen kommt dazu, dass viele Menschen in intimer(er) Umgebung lieber Arbeiten. Ich gehöre auch dazu!
Datenschutz
Zum Glück hab ich einen Job in dem das von Datenschutz her gar nicht geht. Da wird mal wieder etwas erprobt, und in ein paar Jahren merkt man, dass es nicht funktioniert.