Nanotechnologie

31. März 2014 09:11; Akt: 31.03.2014 08:39 Print

Ein Pflaster, das mitdenkt und Medis verteilt

Ein nur einen Millimeter dickes Gerät soll künftig bei der Behandlung von Krankheiten wie Epilepsie oder Parkinson helfen.

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Das intelligente Pflaster soll die Muskelbewegungen von Epilepsie-Patienten messen und bei einem drohenden Krampfanfall Medikamente in die Haut abgeben. (Symbolbild: Keystone)

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Forscher haben ein kleines biegbares Gerät in der Form eines Heftpflasters entwickelt. Dieses ermögliche dank Nanotechnologie die Überwachung der Muskelaktivität von Patienten und die automatische Verabreichung von Medikamenten.

Seit langem arbeiten Wissenschaftler weltweit an der Entwicklung eines unauffälligen Geräts, das sowohl Informationen aufnehmen und verarbeiten als auch Medikamente verabreichen kann. Bisherige tragbare Geräte sind aber unflexibel und sperrig.

Aus dem Handgelenk geschüttelt

Der neu entwickelte Prototyp ist dank der Verwendung von Nanotechnologie nur einen Millimeter dick, wie das Forscherteam aus den USA und Südkorea am Sonntag in der Fachzeitschrift «Nature Nanotechnology» schrieb. Er kann daher leicht am Handgelenk getragen werden, wo er die Muskelbewegung misst und aufzeichnet.

Anhand der dabei gewonnen Daten können dann über eine dünne Heizschicht die in den Nanopartikeln gelagerten Medikamente erhitzt und so in die Haut abgegeben werden. Ein integrierter Hitzesensor verhindert, dass die Haut dabei überhitzt wird.

Gemäss dem Bericht bedarf es bisher noch eines externen Mikroprozessors, der durch dünne Kabel mit dem Pflaster verbunden ist. Langfristig solle das Gerät völlig autonom werden.

(fee/sda)